Better Call Saul Review: Staffel 1, Folge 2 des Breaking Bad Spin-Offs

Marek Bang

Das ging ja mal Schlag auf Schlag ! Kaum hat die erste Episode des „Breaking Bad“-Spin-offs „Better Call Saul“ seine Premiere auf Netflix gefeiert, da läuft schon die zweite Folge der ersten Staffel über den Bildschirm. Wie sich Bob Odenkirk diesmal geschlagen hat und was sich in dem ominösen Haus der Fahrerflüchtigen abspielt, erfahrt ihr in unserem Review zur zweiten „Better Call Saul“-Folge „Mijo„!

Better Call Saul Review: Staffel 1, Folge 2 des Breaking Bad Spin-Offs
Bildquelle: © AMC.

Was in Folge 2 von „Better Call Saul“ geschieht

Saul Goodman (Bob Odenkirk) hat sich in der ersten Episode von „Better Call Saul“ als Rechtsanwalt in finanziellen Nöten eingeführt und das Wasser stand ihm bis zum Hals. Daher hat er zwei Skater, die ihn mit einem fingierten Autounfall abzocken wollten, überredet, ihre Nummer mit der Frau des Kämmerers von Albuquerque nochmals abzuziehen. Sie war maßgeblich dafür verantwortlich, dass ihr Ehemann die anwaltliche Hilfe von Jimmy McGill nicht in Anspruch nehmen wollte. Die Aktion ging bekanntlich gewaltig schief und einige Verwechslungen später liegen die beiden jungen Männer gefesselt im Wohnzimmer von Gangsterboss Tuco Salamanca (Raymond Cruz), einem späteren Geschäftspartner von Walter White.

Jimmy McGill ist kein abgebrühter Gangster, sondern nur ein windiger Advokat mit krimineller Ader und so lässt er seine Partner nicht im Stich und beginnt mit Tuco an Ort und Stelle über ihr Schicksal zu verhandeln. In der Wüste von New Mexico liefert er dann eine anwaltliche Meisterleistung ab, redet sich selbst aus der ganzen Aktion heraus und mildert die Strafe der beiden Teenager gewaltig ab. Dennoch landen sie nach langem Feilschen mit jeweils einem gebrochenen Bein im Krankenhaus. Jimmy hat sein Ausflug in die Unterwelt von Albuquerque emotional gewaltig mitgenommen und so wendet er sich wieder seiner Arbeit als Pflichtverteidiger zu. Die Ereignisse in der Wüste ziehen aber bereits ihre Kreise und so bekommt der Rechtsanwalt als Cliffhanger der zweiten Folge „Mijo“ eine neue Chance geboten, sich in Saul Goodman zu verwandeln…

Die „Breaking Bad“-Momente in „Better Call Saul“ Staffel 1, Folge 2

Auch in Folge 2 von „Better Call Saul“ gibt es wieder einige Momente, die an „Breaking Bad“ erinnern und anknüpfen. Allein das Setting in den Straßen von Albuquerque löst ein Gefühl von Vertrautheit aus, dass es nicht verwunderlich wäre, wenn der Lehrer Walter White mit seiner Gattin und seinem Müsli-Liebhaber von Sohn um die Ecke spaziert käme oder - zu einem späteren Zeitpunkt -  eine Familien-Pizza auf dem Dach eines der Häuser im Hintergrund thronen würde. Doch der prägnanteste „Breaking Bad“-Moment ist sicherlich der in der Wüste von New Mexico. Seit gestern wissen wir, dass Saul Goodman dort nicht zum ersten Mal um sein Leben gefleht hat, als er von Walt und Jesse Pinkman an ähnlicher Stelle malträtiert wurde.

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Breaking Bad: Die besten Momente mit Walter White & Co.

Wie es aussieht, werden wir nicht nur in die Vorgeschichte von Saul Goodman und Mike Ehrmantraut (Jonathan Bankseintauchen dürfen, sondern auch in die der lokalen Gangster-Größe Tuco, schließlich wird der sicherlich auch etwas vom Kuchen des Kämmerers abhaben wollen. Die Frage des Tages bleibt allerdings: Wann verlässt der gute Mike sein Parkwächter-Häuschen?

Die „Saul Goodman“-Momente in „Better Call Saul“ Staffel 1, Folge 2

Die Art und Weise, wie sich Jimmy McGill in der Wüste New Mexicos aus den Fängen von Tuco und seinen Mannen herauswindet, ist Saul Goodman pur und zeigt uns zum ersten Mal in „Better Call Saul“, was der gute Mann für ein Wortakrobat und Schmierlappen ist, der es blitzgescheit und schlagfertig versteht, durch Verhandlungsgeschick das Todesurteil eines Gangsterbosses in eine „Bewährungsstrafe“ abzumildern, ohne dass sich der „ehrenhafte Richter“ über den Tisch gezogen fühlt. Das soll ihm im Gerichtssaal erst mal jemand nachmachen!

Auch der innere Kampf zwischen Gier, krimineller Energie, einem Rest von Rechtschaffenheit und seinem Gewissen ist ein typischer Charakterzug von Saul Goodman, der natürlich bereits in Jimmy McGills Persönlichkeit vorhanden ist und der in den Szenen nach der wüsten Gerichtsverhandlung in den Vordergrund rückt. Der Anwalt bezahlt die Krankenhauskosten der beiden Skater, stürzt sich wieder in die legale Arbeit und gewinnt durch seinen Auftritt vor Tuco doch an Selbstwertgefühl, was er zugleich mit einer Art Date in einer Bar zu feiern versucht.

Fazit und Ausblick

Die ersten beiden Drittel der zweiten Episode von „Better Call Saul“ funktionieren einwandfrei und brauchen sich nicht hinter „Breaking Bad“ zu verstecken, dann wird jedoch das Tempo angezogen und die Episode „Mijo“ beraubt sich etwas unnötig seiner eigentlich brillanten Erzählweise. Am Ende steht dann aber zum Glück wieder ein neuer Gewissenskonflikt in Sauls jämmerlichem Büro, der „Better Call Saul“ wieder mehr in Richtung schwarzhumorige „Breaking Bad“-Variante lenken könnte.

Wird Jimmy das Angebot zur Abzocke im großen Stil annehmen? Der Cliffhanger auf dem Silbertablett impliziert ein klares Ja und so wird sich der Anwalt in der nächsten Folge von „Better Call Saul“ einmal mehr von seiner kriminellen Seite zeigen dürfen, schließlich rückt der Besuch von Walter und Jesse in dessen neuem Büro von Episode zu Episode näher…

Better Call Saul - Extended Trailer Englisch.

 

„Better Call Saul“ ist derzeit auf Netflix verfügbar. 

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