Oscars 2015: Schlechteste Quoten für Oscarverleihung seit 2009

Marek Bang 27

Was nun, Hollywood? Die Übertragung der diesjährigen Oscarverleihung hat in den USA weniger Fans vor die Bildschirme gelockt als von der Academy erhofft. Die Quote lag auf dem selben, eher mäßigen Niveau von 2009 und bei der relevanten Zielgrupe ist sogar ein Minus von 17 Prozent zu verzeichnen. Woran hat es gelegen? Ist etwa Barney Stinson Schuld? Erfahrt mehr bei uns!

Oscars 2015: Schlechteste Quoten für Oscarverleihung seit 2009
Bildquelle: © Fox / CBS.

36 Millionen US-Amerikaner  haben sich auf ABC die diesjährige Oscarverleihung angeschaut. Das sind ungefähr halb so viele Menschen, wie in Deutschland leben. Die USA haben aber bekanntlich eine deutlich höhere Einwohnerzahl, und so sind die via Deadline übermittelten Zahlen für die Verantwortlichen der Academy Awards eine Enttäuschung. Zumal ein fettes Minus von 17 Prozent in der relevanten Zielgruppe der 18 bis 49-jährigen zu verschmerzen ist, das besonders weh tun dürfte. Das ist der schlechteste Wert seit 2009 und gibt natürlich Anlass zur Sorge.

Was ist geschehen? Waren die nominierten Filme nicht interessant genug? Nun ja, vielleicht ist der so wunderbare wie anspruchsvolle Sieger „Birdman“ mit Michael Keaton nicht gerade Massenware, aber immerhin hat die Academy extra noch den Ober-Blockbuster „American Sniper“ nebst Hauptdarsteller Bradley Cooper nachnominiert, um auch einen aktuellen Kassenschlager im Programm zu haben.

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„How I Met Your Mother“-Star  Neil Patrick Harris alias Barney Stinson sollte als Gastgeber der Oscars eigentlich ein weiteres sicheres Zugpferd für die Veranstaltung darstellen, zumal der Schauspieler in der Vergangenheit bereits mehrfach als begnadeter Host glänzen konnte. Für seine Präsentation der Tony-Awards, dem amerikanischen Musical- und Theaterpreis, wurde er in der Vergangenheit immerhin dreimal hintereinander (!) mit einem Emmy als bester Moderator einer Show ausgezeichnet. Doch der Auftritt von Neil Patrick Harris bei den Oscars erntete viel Kritik, welche unsere Kollegen der NY Daily News in einem lesenswerten Artikel zusammengefasst haben. Ist also letztlich der arme Barney Stinson Schuld an der Misere? Wohl auch eher kaum, da seine Moderation unserer Meinung nach gar nicht so schlecht war und im Voraus ja noch nicht abzusehen war, dass seine „Birdman“-Parodie und der ein oder andere Spruch nicht so gut ankommen würden.

Vielleicht braucht es ja letztlich doch mehr Blockbuster, die mit gleichwertigen Chancen gegeneinander antreten, um die ganz großen Massen vor den Bildschirm zu locken, aber andererseits wollen wir ja weiterhin sehen, wie Qualität ausgezeichnet wird und nicht wissen, ob „Transformers 4“ jetzt der bessere Film als „Furious 6“ ist . Einen Vorschlag zum Schluss hätte ich aber noch: Am Anfang hat es sich 2015 wirklich arg in die Länge gezogen und für die großen Kategorien blieb am Ende kaum Zeit, das wäre ein Ansatz, an dem es noch Potential gibt…

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