Schottland am Ende des 13. Jahrhunderts: William Wallace (Mel Gibson), der seit der Ermordung seines Vaters bei seinem Onkel aufwuchs, kehrt nach Jahren in die Heimat zurück. Doch sein Wunsch nach einem friedlichen Familienleben bleibt unerfüllt. Kurz nach der heimlichen Vermählung findet er seine Jugendliebe Murron (Catherine McCormack) mit durchtrennter Kehle am Pranger. Von Verzweiflung getrieben, stürmt Wallace mit einer Handvoll Verwegener die Festung und tötet den Magistrat. Ohne es zu wollen, wird er dafür vom Volk als Vorkämpfer für ein freies Schottland gefeiert. Täglich schließen sich neue Landsleute seinen Truppen an. Auf den Feldern von Stirling treffen die Rebellen schließlich auf die Armee des englischen Königs Edward I. (Patrick McGoohan). Dank ihres unbändigen Willens und einer raffinierten Taktik gehen die hoffnungslos unterlegenen „Bravehearts“ siegreich aus der Schlacht hervor. Edward I. schickt seine Schwiegertochter Isabelle (Sophie Marceau) zu Friedensverhandlungen. Doch Frieden ist das letzte, was der Herrscher will. Während Isabelle die Rebellen ablenkt, zieht Edward seine Armeen in dessen Rücken zusammen...

Mel Gibsons Schlachtengemälde, das fünf Oscars einbrachte, lebt von der Präsenz des Hauptdarstellers, vor allem aber von der tollen Fotografie und der Musik James Horners. Von manchen als pseudo-episches Rachekonstrukt abgetan, besitzt „Braveheart“ trotz allem erzählerische Breite, clevere Wendungen und interessante Nebenfiguren. Historische Akkuranz und perfekt sitzende Akzente sind einfach nicht so wichtig wie saftiger Heroismus, wütendes Geschrei und kracherte Schlachtenszenen.

Als letztlich zwar ebenso formelhafte, jedoch nahezu perfekte Hollywood-Unterhaltung, kann „Braveheart“ durchaus in einem Atemzug mit vergangenen Epen wie „Spartacus“ genannt werden. In weiteren Rollen spielen James Robinson und Brian Cox.

 

Braveheart

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