4. Ein Bild sagt 1000 Worte

Timo Löhndorf 7

Für gewöhnlich sind TV-Serien handwerklich nicht besonders ausgeklügelt. In „Dr. House“ gibt es keine waghalsigen Kamerafahrten um den Gehstock des Protagonisten, „How I Met Your Mother“ hat nur zwei verschiedene Kulissen, bei „24“ wurde seit der vierten Staffel für jede Folge das selbe Drehbuch benutzt, und so weiter. „Breaking Bad“ hebt sich von dieser Regel ab und bietet neben den goldenen Dialogen und starken Schauspielern auch eine vielseitige und clevere Bildgestaltung. Beispiel gefällig?

In der Folge „Hermanos“ wird durch Flashbacks die Geschichte des charismatischen Huhn- und Drogenhändlers Gustavo Fring erzählt. Während eines Treffens mit einem mexikanischen Drogenkartell muss der junge Gus voller Schock und Trauer mit ansehen, wie sein Partner, Freund und womöglich Liebhaber erschossen wird. In der bereits genannten Folge „Ozymandias“ ereilt Walt ein ähnliches Schicksal und er muss machtlos miterleben, wie ein ihm Nahestehender ermordet wird. Hier die beiden Szenen im Vergleich:

BreakingBad_WaltGus

Ein anderes Beispiel für die Vielseitigkeit der bildtechnischen Trickkiste erstreckt sich gleich über drei Staffeln. Mehrere Episoden von Staffel Nummer 2 beginnen mit Aufnahmen eines zerstörten Teddybären, der in einem Swimming Pool schwimmt. Das Stofftier hat ein Auge verloren und Verbrennungen an einer Seite des Gesichts erlitten. Ebenfalls in Staffel 2 wird Gus Fring vorgestellt, der Walters Leben zur Hölle macht, bis er am Ende der vierten Staffel ein Ende findet, das dem des Teddys etwas zu stark ähnelt.

BreakingBad_TeddyGus

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