Deutsches "Breaking Bad": Bastian Pastewka tritt in Heisenbergs Fußspuren

Timo Löhndorf 8

Nachdem die deutsche Nation mehrere Jahre auf eine eigene Interpretation der US-TV-Serie „Breaking Bad“ verzichten musste, liefert das ZDF jetzt endlich die längst überfällige Erlösung.

Laut Programmchef Norbert Himmler will das ZDF das „Gesicht des Samstagskrimis“ revolutionieren. Schaffen will die Sendeanstalt dies durch ein eigens entwickeltes Serienformat, das sich an der unendlich populären und erstklassigen amerikanischen Serie „Breaking Bad“ orientiert.

In „Morgen hör‘ ich auf“ wird es um einen arbeitslosen Grafiker gehen, der um jeden Preis für seine Familie sorgen möchte. Anstatt den legalen Weg zu gehen, entscheidet er sich kurzerhand, bei sich zuhause Falschgeld zu drucken. Das scheint auch vorerst glatt zu laufen, bis einige Vertreter der lokalen Mafia an seine Tür klopfen. Spielen wird die Miniserie im Taunus, dem klassischen, deutschen Äquivalent zu den Wüstenlandschaften von New Mexico.

Eine kuriose Ankündigung ist die Besetzung der Hauptrolle. Die Hauptrolle, das Gegenstück zu Bryan Cranstons Walter White, wird vom deutschen Spaßmacher Bastian Pastewka übernommen. Eine Casting-Entscheidung, die auf den ersten Blick etwas schräg wirkt und an der Ernsthaftigkeit von „Morgen hör‘ ich auf“ zweifeln lässt. ZDF-Stimme Himmler verspricht allerdings, dass es sich bei der Serie um ein waschechtes Drama und eine abwechslungsreiche Rolle für Pastewka handeln wird.

Besonders abwegig ist dies nicht, denn Bryan Cranston, der inzwischen weltweit mit der Rolle des Meth-Kochs Walter White assoziiert wird, war vor „Breaking Bad“ unter Anderem für seinen Auftritt in der Sitcom „Malcolm mittendrin“ bekannt und galt ebenfalls als Spaßvogel.

Der „deutsche“ Heisenberg wird sein Debüt Anfang 2015 feiern.

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