The Walking Dead: 11 legendäre Film- und Serienhelden, die ursprünglich sterben sollten

Tobias Heidemann 2

Wusstet ihr, dass Jesse Pinkman bereits in der neunten Folge von „Breaking Bad“ sterben sollte? Nur der Autorenstreik von 2008 rettete dem Mann sein Serien-Leben. Kaum auszudenken, wie sich die Serie ohne ihn entwickelt hätte. Geschichten wie diese gibt es in Hollywood immer wieder. Das Leben unserer Leinwandhelden hängt nicht nur in Actionsequenzen permanent am seidenen Faden. Oft sind es kreative Entscheidungen, wirtschaftliche Erwägungen oder gar die Fans selbst, die über Leben und Tod der Figuren entscheiden. Hier sind 10 legendäre Film- und Serienhelden, die ursprünglich mal sterben sollten.

The Walking Dead: 11 legendäre Film- und Serienhelden, die ursprünglich sterben sollten

 

Ellen Ripley – Alien

Beginnen wir unsere Todesliste gleich mal mit einem kleinen Tusch. Ripley, eine der coolsten und interessantesten Actionhelden unserer Zeit, sollte den ersten Teil der „Alien“-Saga ursprünglich gar  nicht überleben. Ein Verlust, welcher im Anbetracht von Sigourney Weavers aufsehenerregender Performance in den nachfolgenden Filmen aus heutiger Sicht kaum zu bemessen wäre .

Ridley Scott war damals während der Dreharbeiten fest entschlossen, die arme Ripley dem Alien zum Fraße vorzuwerfen. Der ursprüngliche Drehbuchentwurf sah nämlich vor, dass Ellen Ripley es am Ende des Films zwar ähnlich wie in der finalen Fassung gerade noch in das Rettungsschiff schafft, das dort stattfindende Kammerspiel dann aber nicht überlebt.

Doch damit nicht genug: Das Alien sollte Ripleys Kopf fressen und in den letzten Sekunden des Films ihre Stimme (!) am Bordcomputer imitieren. Wahrscheinlich um eine neue Expedition zur Nostromo zu locken. Frischfleisch für die Kolonie. Wenngleich dieses wahrlich finstere Ende sicherlich einen gewissen Reiz gehabt hätte, in diesem Fall sind wir den bösen Produzenten glaube ich alle sehr dankbar, dass sie Scott für ein gemäßigteres Ende gewinnen konnten.

 

Jack Shephard - Lost

Der Pilot zum Serien-Phänomen „Lost“ ist eine wahre Goldgrube, wenn es darum geht, die Arbeits- und Denkweise der Hollywood-Industrie besser zu verstehen. Das Drehbuch der Autoren wurde bis zur ersten Klappe mehrmals umgeschrieben ,Gesamtkonzept und Cast zahlreichen, bisweilen fundamentalen Änderungen unterworfen. Für J.J. Abrams und seine Autoren stand bei dem elf Millionen teuren Projekt (der bis dato teuerste Pilot der Seriengeschichte) so ziemlich Alles auf dem Spiel. Eine Absage hätte das vorzeitige Karriereende bedeuten können.

Und so diskutierte man die Vor- und Nachteile der jeweiligen Prämissen und Entwürfe bis zur letzten Sekunde. Der wohl prominenteste Unterschied zur finalen Fassung: Jack Shepard sollte gleich in der ersten Folge sterben. Aufgebaut als der sympathische Anführer, der die Überlebenden von Oceanic 815 in ihrer schlimmsten Stunde zusammenhält, sollte Jacks plötzliches Ableben den Zuschauern ein Gefühl der permanenten Verunsicherung geben. „Ihnen den Boden unter den Füssen wegziehen“ wie einer der Autoren später zu Protokoll gab. Niemand ist hier sicher. Diese Serie ist anders. Das sollte die Botschaft dieses frühen Heldentodes sein.

Doch es kommt noch besser: Kate Austen sollte notgedrungen in Jacks Fußstapfen treten und die Gruppe anführen. Damals noch mit einer komplett anderen Backstory. Zudem war Michael Keaton zu diesem Zeitpunkt noch für die Rolle des Jack vorgesehen. Mind blown.

 

Will Rodman – Planet der Affen: Prevolution

Dass es hier heute nicht nur um graue Theorie geht und viele dieser Figuren dem Tod sprichwörtlich von der Schippe gesprungen sind, das belegt der tragische Fall von Will Rodman aus „Planet der Affen: Prevolution“ ziemlich gut. James Francos Charakter sollte am Ende des Films in den Armen von seinem Primaten-Ziehsohn Cesar sterben. Die Szene war sogar schon im Kasten!

Doch wie das Hollywood-Leben eben so spielt, kam es dann doch anders. Was wirklich schade ist, da sich „Planet der Affen: Prevolution“ sehr gut darauf verstand, seine Zuschauer emotional zu berühren. Rodmans Tod hätte dem Ganzen vielleicht das Quäntchen mehr Gefühl gegeben, welches dem Streifen zum Klassiker letztlich dann doch fehlte. Dass James Franco schließlich in der Fortsetzung ohnehin nicht mehr mit an Bord war und sein Charakter zwischen den Teilen an einer profanen Grippe zugrunde ging, macht diese Entscheidung nur umso bedauerlicher.

 

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Jesse Pinkman - Breaking Bad

Wie im echten Leben auch steht manchmal nur der Zufall zwischen Leben und Tod. Jesse Pinkmans Tage waren eigentlich von Anfang an gezählt. „Breaking Bad„-Serienmacher Vince Gilligan wollte ihn bereits in der neunten Folgen sterben lassen, um Walt ein monströses schlechtes Gewissen mit auf den Weg zu geben. Jesse Pinkman sollte bei einem verpatzen Drogendeal ins Gras beißen. RIP, Jesse!

Doch dann kam der Autorenstreik von 2008 und die Staffel musste bereits nach sieben Folgen abgeschlossen werden. Ein Wink des Schicksals. Der Streik rettete Jesse das Leben. Gilligan sah die Figur nach der ergreifenden Performance von Aaron Paul mit anderen Augen und hatte plötzlich sogar die Muße, über eine andere Zukunft für ihn nachzudenken. Kaum auszudenken, oder? Was wäre Breaking Bad ohne einen Jesse Pinkman wohl für eine Serie geworden?

 

Carol  Peletier - The Walking Dead

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Auch die Zombieserie „The Walking Dead“ hätte sich ganz anders entwickeln können. Carol (Melissa McBride) stand nämlich ursprünglich mal ganz akut auf der Abschussliste der Showrunner. Die ersten Entwürfe für Staffel 3 planten ihr Ableben in der vierten Episode fest ein. Die Autoren wussten nämlich nicht, was sie mit dem Charakter im weiteren Verlauf der Serie anfangen sollten.

Kenner der Serie wissen, dass in dieser Folge dann aber ein anderer Charakter an Stelle von Carol das Zeitliche segnen musste. Die Autoren entschieden sich trotz ihrer Probleme mit der Figur, dennoch für Carol und gaben ihr eine unerwartete Entwicklung in der Serie. Carol durfte weitermachen und entwickelte sich im Laufe von „The Walking Dead“ zu einem echten Badass und Publikumsliebling.

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