The Walking Dead: 11 legendäre Film- und Serienhelden, die ursprünglich sterben sollten

Tobias Heidemann 2

 

Han Solo – Rückkehr der Jedi-Ritter

“Chewie, we’re home“. Wäre es damals nach Drehbuchautor Lawrence Kasdan gegangen, dann hätten wir diesen Satz aus dem „Star Wars: Das Erwachen der Macht“-Trailer niemals gehört. Han sollte sterben. Und zwar schon recht früh. Kasdans ursprüngliches Skript wollte den Schmuggler in der Mitte des Films opfern, um „Rückkehr der Jedi-Ritter“ mehr emotionales Gewicht zu verleihen. Doch Lucas hatte wie immer das letzte Wort und widersprach Kasdan entschieden.

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Glaubt man Produzent Garry Kurtz, der sich Jahre später in einem Aufsehen erregenden Interview zu der Angelegenheit äußerte, dann waren es keine kreative Erwägungen, sondern schnöde Merchandise-Bedenken, die Lucas zu seinem Einspruch veranlassten. Demnach hätte sich Hans Tod negativ auf das Geschäft mit seinen Actionfiguren ausgewirkt. Und das kann nun wirklich niemand wollen. Immerhin nahm man zu dieser Zeit mit dem Star Wars-Merchandise dreimal so viel ein wie mit den Filmen selbst.

 

Rocky Balboa – Rocky 5

Was man über Sylvester Stallone unbedingt wissen sollte: Der Mann hat einen Großteil seiner Filme selbst geschrieben. Auch sein wohl bekanntester Filmheld „Rocky“ entsprang  Stallones Feder. So hatte der Actionstar viele Jahre lang das Leben seines Alter Egos quasi selbst in der Hand. Mit dem fünften Teil sollte dann aber die letzte Runde für die Boxlegende beginnen.

Stallone hatte im Vorfeld der Produktion bereits lauthals verkündet, dass es sich garantiert um den letzten Teil der Reihe handeln würde. Der aufrechte kleine Mann von der Straße sollte nach seiner epischen Karriere im Ring auch auf der Straße sterben. Ein Boxkampf mit Gegner Tommy Gunn sollte ihn das Leben kosten. Die Tinte war trocken, der Gong geschlagen. Doch Rocky geht eben nicht so leicht down. Mitten in der Produktion entschieden sich die Geldgeber anders. Rocky bleibt am Leben. Ihr Argument: Rocky ist ein Superheld und Superhelden sterben nun mal nicht.

 

Angel – Buffy: Im Bann der Dämonen

„Buffy“ war toll. Wer Joss Whedons heutige Popularität verstehen will, der muss unbedingt bei diesem popkulturell und gesellschaftspolitisch furios überladenen Serienhit anfangen. Whedons unumstrittenes Talent für interessant gezeichnete Charaktere kollidierte seinerzeit allerdings auch gern mal mit seiner Vorliebe dafür, ausführlich eingeführte Figuren einfach mal sterben zu lassen. Spike sollte zum Beispiel schon recht früh das Zeitliche segnen, kam aber bei den Fans der Serie so gut an, dass Whedon zwangsweise einknicken musste.

Auch Angel war in Staffel zwei von „Buffy“ längst angezählt und sollte im großen Finale für immer ins Reich der Toten übertreten. Doch die Showrunner von „Buffy“ hatten andere Pläne. Die Beliebtheit der Figur ließ sie laut über ein Spin-Off nachdenken, was schließlich dazu führte, dass Whedon Angel in Staffel drei wiederbelebte und dramaturgisch für seine eigene Serie vorbereitete. Die Fans hat´s gefreut.

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