The Walking Dead: 11 legendäre Film- und Serienhelden, die ursprünglich sterben sollten

Tobias Heidemann 2

Happy Hogan – Iron Man 3

Und ein weiteres Negativbeispiel. Manchmal ist es eben besser zu sterben. Das ursprüngliche Skript von „Iron Man 3“ sah vor, dass Tony Starks Sicherheitschef Happy Hogan beim ungleichen Kampf gegen die Schergen des Mandarin (Spoiler und so) ganz dramatisch drauf geht. Das macht insbesondere dann Sinn, wenn man bedenkt, dass direkt darauf eine Szene folgt, in welcher Tony Stark emotional extrem ergriffenen vor der Presse steht, um einen persönlichen Rachefeldzug zu verkünden.

Doch stattdessen wurde Hogan nur von einem schweren Fall von Hollywood-Koma befallen. Ein immer wieder gern verwendeter Trick. Ein Koma verspricht emotionales Gewicht ohne die Risiken und Nebenwirkungen eines permanenten Ablebens. Und so erwacht Happy Hogan am Ende des Films auch wieder wie von Wunderhand geheilt. Sehr ungelenk und irgendwie blöd. Wenn schon, denn schon.

 

Spock - Star Trek 3: Auf der Suche nach Mr. Spock

Ein schöner Sonderfall von akuter Inkonsequenz. Spocks Tod in „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ hat Filmgeschichte geschrieben. Die legendäre Szene am Glasfenster des Maschinenraums zeigt eindrucksvoll, was man mit dem Tod eines beliebten Charakters in einem Fan-Herz alles erreichen kann. Spocks Ableben versetzte die Trekies (?)damals in blankes Entsetzen. Ein Wiedersehen mit der legendären Figur war schlichtweg unmöglich.

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Warum? Nun, Leonard Nimoy hatte einfach genug von der Rolle des unterkühlten Vulkaniers. Nichts und Niemand würde ihn vom Gegenteil überzeugen können. Das hatte er damals sogar öffentlich verkünden lassen. Dass er dann doch zurückkam, dürfte nicht nur am Leiden seiner Fans gelegen haben. Das Drehbuch zu „Auf der Suche nach Mr. Spock“ war nichts anderes als ein geskriptetes Flehen, um seine Rückkehr. Man machte es ihm denkbar einfach. Nimoy ist im Film kaum zu sehen und war doch das allgegenwärtige Thema des Streifens. Eine Bitte also, die Nimoy nicht abschlagen konnte. Es sollten etliche weitere Filme mit ihm in der Rolle des Spock folgen.

Matt Hooper – Der weiße Hai und Ian Malcom – Jurassic Park

„Game of Thrones“-Fans können davon ein Lied von Eis und Feuer singen. Unterschiede zwischen Buch und Verfilmungen sind oft sehr kontrovers und führen nicht selten zum Eklat in der Fangemeinde. Wir schließen unsere Liste mit zwei schönen Unterschieden zwischen Buch und Film ab.

Im Falle von Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ gehen die Änderungen an der Vorlage vollkommen klar. Im Buch (jep, das wusste ich auch nicht) ist Matt Hooper (Richard Dreyfuss) eine ziemliche Arschgeige, die folgerichtig vom Hai verspeist wird. In der Verfilmung hingegen machte Spielberg aus ihm nicht nur eine sympathisch-knuffige Identifikationsfigur, er rettete ihn auch vor den Schlund der berühmtesten Attrappe der Filmgeschichte. Ähnlich verhält es sich bei der Figur des Ian Malcom aus Michael Crichtons Roman „Jurrassic Park“. Hier stirbt der Charakter am Ende des Buches. Für Jeff Goldblums Awesomeness ändert Chrichton, der selbst am Drehbuch bastelte, aber die Figur. Was dann wiederum dazu führte, dass der Charakter im nachfolgenden Roman im Mittelpunkt stand.

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TV-Serien-Quiz: Welche neue Serie solltest du als nächstes gucken?

Filme sind nur flüchtige Bekanntschaften. Mit Serien geht man dagegen echte Beziehungen ein. Und wie in echten Partnerschaften auch, sollte man auf keinen Fall mit jedem ins Bett steigen. Nicht alles, was für eine Nacht Spaß macht, taugt auch für eine langjährige Beziehung. Angesichts der explodierenden Zahl von neuen TV-Serien erreicht dieses Dilemma derzeit ein ganz neues Niveau. Welche ist die Richtige für mich...

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