Marvels Agent Carter: Episoden-Recap Season 1 Episoden 1 & 2

Daniel Schmidt

In der zweiten Episode versucht Agent Carter die meiste Zeit, den mit Sprengstoff beladenden Milchlieferwagen aufzuspüren. Sie schreckt auch nicht davor zurück, sich als Inspektorin des Gesundheitsamtes auszugeben und die Molkerei auf den Kopf zu stellen. Jedoch erfährt sie nur den Namen des Fahrers, der außerhalb der Stadt wohnt und schon seit zwei Tagen nicht mehr bei der Arbeit erschienen ist. Nach dem grausamen Mord an ihrer Freundin und Mitbewohnerin zieht sie sich immer weiter von ihren Mitmenschen zurück, aus Angst denen könnte das gleiche Schicksal widerfahren. Auch das angebotene Domizil in einer von Howard Starks Jungesellenbehausungen nimmt sie nur widerwillig an und auch nur für den Übergang. Ab jetzt will sie nur noch im Alleingang agieren.

Aber auch im SSR-Hauptquartier läuft es für die schöne Agentin gerade nicht so rund. Nicht nur tauchen Fotos aus dem Nachtclub auf, auf denen sie trotz ihrer Maskerade zu erkennen sein könnte, auch ihre Anwesenheit bei der Explosion könnte aufgedeckt werden. Das gesamte Agenten-Team forscht bei Roxxon Oil nach Mitarbeitern, die bei der Explosion anwesend gewesen sein könnten. Zu recht befürchtet sie, bei dem Scanvorgang mit einem speziellen Messgerät selbst entlarvt zu werden. Doch auch dieser Situation entkommt sie am Ende souverän und statt ihrer selbst wird der Mitarbeiter enttarnt, dem sie dort im Labor begegnet.

Die Ereignisse gipfeln in einer Jagd nach dem nun bekannten Lieferwagenfahrer, welche Agent Carter mit Hilfe des Butlers gelingt. Dicht auf den Fersen ist aber auch der geheimnisvolle Attentäter aus Episode 1, der sich in Zwischensequenzen die ganze Folge lang skrupellos durch die Unterwelt mordet, um seinerseits an Informationen zu gelangen. Carter und Jarvis gelingt es, mit dem Lieferwagen zu flüchten. Mit von der Partie ist jetzt auch der stumme Waffenhändler, der sie bereits vor der Ankunft von „Leviathan“ gewarnt hatte.

Hartnäckig weigert er sich weitere Informationen preiszugeben, solange ihm nicht Immunität zugesichert wird. In einer halsbrecherischen Actionszene auf dem Dach des Lieferwagens kämpfen Agent Carter und der Mörder ihrer Mitbewohnerin. Sie schafft es ihn auszuschalten und den Wagen, der kurz vor der Explosion steht, über eine Klippe ins Wasser zu lenken, um so ihr Leben und das von Jarvis zu retten. Für ihren Informanten kommt jede Hilfe zu spät. Carter gibt sich daran die Schuld und will sich noch mehr zurückziehen. Butler Jarvis schafft es jedoch, sie davon zu überzeugen, dass das Leben nur dann lebens- und schützenswert ist, wenn man es mit anderen teilt. Kurzerhand zieht sie aus der Starkschen Luxuswohnung aus und findet Unterkunft in einem Wohnblock für alleinstehende Damen, in dem schon eine befreundete Kellnerin wohnt. In der letzten Sequenz sehen wir, wie die SSR-Agenten die abgerissene Stoßstange des Fluchtwagens aus Folge 1 in einem Haufen Schrott entdecken. Inklusive eines verräterischen Nummernschildes…

Fazit

In der zweiten Episode werden vor allem die emotionaleren Züge der Titelheldin mehr betont. Dadurch gibt es zwar etwas weniger Action als noch im Staffelauftakt, die Charakterentwicklung der Peggy Carter ist aber nicht minder spannend als explodierende Ölfabriken. Auch ihre Beziehung zu Sidekick Jarvis wird gefestigt, was meistens amüsant, aber auch anrührend wirkt.

Währenddessen werden auch die internen Beziehungsstrukturen innerhalb der Strategic Scientific Reserve immer deutlicher. Agentenkollege Daniel Souza (Enver Gjokaj „Dollhouse“) nimmt sie als einziger ernst und behandelt sie freundlich. Daraus entsteht ein Gewissenskonflikt für Agent Carter, die ja mit ihrem Alleingang das gesamt Team einschließlich Souza hintergeht. Ein weiterer Spannungsfaktor ist die sich langsam entfaltende Storyline des Leviathan, dessen Ankunft nun bald bevorstehen muss. An dieser Stelle sei auch das brillante Szenenbild, die Kostüme und die fantastische Ausstattung gelobt, die uns in eine Zeit entführt als Hosen noch über den Bauchnabel reichten, die Kragen breit und die Lippen der Damen rot waren.

Langer Rede kurzer Sinn: Die zweite Epsiode steht der ersten in nichts nach und erreicht es vollständig, das Publikum weiter an die Story und die Charaktere zu binden. TOP!

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung