DC´s Legends of Tomorrow Start: Was uns gefallen hat und was unbedingt besser werden muss - Serienstart in Deutschland

Tobias Heidemann 1

Mit „Legends of Tomorrow“ startete am vergangenen Freitag eine der meist erwarteten TV-Serien 2016. Die erste Folge ist ab sofort auch zu sehen. Vor allem Fans der DC-Serien „The Arrow“ und „Flash“ konnten den Start der Serie zuletzt kaum noch erwarten. Doch auch Comic-Neulinge und Science Fiction-Fans will der wilde Mix aus „Doctor Who“ und „Guardians of the Galaxy“ gefallen. Wir haben uns den Piloten von „Legends of Tomorrow“ angesehen und verraten euch, was uns gefallen hat und was unbedingt besser werden muss.

DC´s Legends of Tomorrow Start: Was uns gefallen hat und was unbedingt besser werden muss - Serienstart in Deutschland

Legends of Tomorrow - Trailer #2.

 

THE GOOD 

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Der knallbunt-alberne Ton der Serie

Während das DC Universum unter der Ägide von Zack Snyder immer weiter in ein schwarzes Loch aus Ernsthaftigkeit und Grautönen gezogen wird, steigt im TV eine feuchtfröhliche Party. Hier ist man stolz darauf, einem Comic entsprungen zu sein, hier wird keine Idee, keine Figur abgelehnt, weil sie zu unrealistisch oder zu bunt für das moderne Publikum ist. In den Filmen begegnet uns das menschliche Echo der DC-Vorlagen, in „Legends of Tomorrow begegnen uns die Comichelden und ihre schillernden Gegenspieler selbst. Wir empfinden diesen kindlichen Charme und die tolldreiste Naivität dieser Serie als eine Bereicherung. Wer´s ernster will, kann ja „Daredevil“ oder „Jessica Jones“ gucken.

Das unglaublich hohe Erzähltempo

Sehr gut möglich, dass sich das wieder ändern wird, doch genießen wir es, so lange es währt. Legends of Tomorrow“ legt mit seiner Pilotfolge ein derartig hohes Tempo vor, dass uns bisweilen etwas schwindelig wurde. Binnen einer Folge war das komplette Team zusammengestellt, das Konzept der Serie erläutert, der erste Kampf mit einem zeitreisenden Kopfgeldjäger bestritten und der Bösewicht vorgestellt. Und dann waren da noch die beiden Twists, die fast schon im Vorbeigehen erledigt wurden. „Legends of Tomorrow“ hat offenbar viel vor. Wenn diese rasante Gangart gehalten werden kann, sollte die Serie stets aufregend und unterhaltsam bleiben.

„Zeitreise, wie cool!“

„Legends of Tomorrow“ dühlt sich ein bisschen an wie „Doktor Who“ auf Speed. Und das liegt nicht nur an Schauspieler Arthur Darvil (Rip Hunter), den die Whovians unter uns aus der britischen Science-Fiction-Institution kennen dürften. In dem Moment als zum ersten Mal die Zeitmaschine angeschmissen wurde, war uns klar, dass wir eine amerikanische Actionserie mit Zeitreise-Thematik heimlich vermisst haben. Als Plot-Device wird die Zeitreise sicher gute Dienste leisten und zudem auch Raum für die richtig abwegigen Ideen lassen. Wir nehmen ab sofort Wetten auf den ersten Kampf mit einem T-Rex an.

Vandal Savage

Als bekannt wurde, dass Vandal Savage zum Ober-Schurken der Serie auserkoren wurde, haben wir das bereits lautstark beklatscht. An dieser Begeisterung hat auch die erste Folge nichts ändern können. Der DC-Schurke Savage ist die mit Abstand größte und wichtigste Figur aus dem Comic-Universum, die in dieser Serie mitspielt. Warum das so ist und was Savage in den Comics zu einem faszinierenden Gegenspieler macht, wollen wir an dieser Stelle gar nicht spoilern. Doch halten wir fest, das Schauspieler Casper Crump anscheinend der richtige Mann für den Job ist und dass die Showrunner mit ihm in die richtige Richtung gehen. Macht euch auf ein paar schöne Überraschungen gefasst.

Die Team-Chemie

Auch wenn hier nicht alles Gold ist, was glänzt – das Superhelden-Team wurde alles in allem clever zusammengestellt. „Legends of Tomorrow“ weiß die dramaturgischen Vorteile eines Superhelden-Team-Ups sehr gut für die Zwecke einer Serie zu nutzen. Jedes Teammitglied hat seine eigene, mitunter sogar geheime Agenda und die höheren Ziele können nur zusammen erreicht werden. Die „Collection of Nobodies“ hat einige Hürden zu überwinden, bevor sie sich ihren Teamnamen verdient. Und genauso sollte es auch sein.

THE BAD

Pilot, Part 1

Die Atempausen waren grauenvoll

Schon klar, in „Legends of Tomorrow“ geht es um ein Kick Ass-Team von Superhelden und ihren täglichen Alles-oder Nichts-Kampf mit schildernde Bösewichten. Wenn die Serie sich mit dieser Ansage beschäftigt, ist sie ungemein unterhaltsam. Doch sobald es zum Stillstand kommt und die Figuren sich tatsächlich einmal miteinander beschäftigen müssen, wird es recht schnell peinlich. Sowohl „The Flash“ als auch „Supergirl“ haben in dieser Hinsicht deutlich mehr zu bieten. Kurz: Die erste Folge litt unter schlechten Dialogen und konstruierten Konflikten. Das muss dringend besser werden!

Die Action war…okaaaay

Vor allem „Arrow“ hat gezeigt, dass man riesige Plotlöcher und abstruse Charakterentwicklungen mit Hilfe von gut gemachten Action-Sequenzen prima kaschieren kann. Auch „Legends of Tomorrow“ wird sich aller Voraussicht nach diesem Problem stellen müssen (Stichwort: Zeitreise-Logik). Nimmt man die Action-Sequenzen aus der Pilotfolge zum Grandmesser, dann muss in dieser Hinsicht allerdings dringend nachgelegt werden. Allein der Barfight von White Canary war hier der Rede wert, und den hätte man so auch in „Arrow“ sehen können. Somit gibt sich „Legends of Tomorrow“ bisher noch etwas uninspiriert. Es fehlt an Eigenständigkeit. „Arrow“ hat seine Faustkämpfe, „The Flash“ hat sein Tempo, was hat “Legends of Tomorrow“?

THE UGLY 

Bild 1

Die Hawk-Dudes!

Keine Frage, Hawkman und Hawkgirl sind interessante Figuren mit welchen man spannende Geschichten erzählen kann. Leider hatten die Showrunner den ersten Auftritt der beiden nicht ganz im Griff. Die rumpeligen Dialoge, die arg verknappte Origin-Story, das vermeintlich epische Verhältnis zu Vandal Savage - Hawkman und Hawkgirl waren die klaren Schwachpunkte der ersten Folge. Wir befürchten, dass das auch an den Schauspielern Falk Hentschel und Ciara Renée liegt, die es beide verpassten, ihren Figuren im Gesamtgefüge irgendeine Relevanz zu geben. Drücken wir also die Daumen, dass Hawkgirl und Hawkman ihre Chance noch bekommen.

 

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Wer die erste Folge der Serie in Deutschland sehen möchte, kann derzeit nur auf das , Maxdome und iTunes zurückgreifen.

 

Charakter Schauspieler Bekannt aus
Arrow Stephen Amell Arrow
The Flash Grant Gustin The Flash
Vandal Savage  Caspar Crump  Tarzan
Rip Hunter Arthur Darvill Doctor Who
Firestorm Robbie Amell ?? The Flash, The Tomorrow People
Captain Cold Wentworth Miller The Flash, Prison Break
Heat Wave Dominic Purcell The Flash, Prison Break
The Atom Brandon Routh Arrow, Superman Returns
Hawkgirl Ciara Renée The Flash
White Canary Caity Lotz Arrow (Black Canary)

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