Elbisch lernen heißt mehr als eine Sprache lernen

Ines Nowotnick

Wer Elbisch lernen will, der hat sich viel vorgenommen. Elbisch ist nicht eine Sprache, sondern steht für eine Vielzahl von Sprachen, die sich der Schriftsteller und Philologe J.R.R. Tolkien ausgedacht hat. Angeblich erschuf er nur deswegen die Geschichten und Figuren aus Mittelerde in Der Hobbit und Herr der Ringe, um einen Platz für die von ihm kreierten Sprachen zu haben. Die beiden bekanntesten und am weitesten entwickelten elbischen Sprachen sind Sindarin und Quenya.

In diese Sprachen kann man sogar Übersetzungen tätigen, vorausgesetzt, es gibt das zu übersetzende Wort auch. Beherrscht man eine der beiden Sprachen, kann man allerdings noch immer nicht Elbisch schreiben. Sprache und Schrift existieren im Elbischen unabhängig voneinander. Man kann also auch ohne Übersetzung mit elbischen Zeichen in Tengwar oder Cirth schreiben.

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Quenya oder Sindarin? Welche elbische Sprache soll es sein?

Weil das Erlernen einer Sprache ohnehin schon Zeit und viel Fleiß benötigt, sollten Interessierte sich zunächst für eine der beiden Sprachen entscheiden. Da beide Sprachen außerhalb des Tolkien-Universums nur von wenigen gesprochen werden, ist die Anwendbarkeit kein Argument. Wer allerdings davon träumt, mit Legolas auf elbisch zu flirten und mit Arwen die Gärten Bruchtals zu bestaunen, der sollte Sindarin lernen. Es ist die Sprache, die im Dritten Zeitalter, also in den drei Hobbit-Filmen und in der Herr-der-Ringe-Trilogie, von den Elben gesprochen wird. Sindarin ist quasi das Elbisch für den Alltag. Vom Klang her erinnert die Sprache an Walisisch, wofür Tolkien bekanntermaßen ein Faible hatte.

Quenya ist in Mittelerde eine tote Sprache, wie bei uns Alt-Griechisch und Latein. Es ist die Sprache der Gelehrten und wird nur von wenigen gesprochen oder verstanden. Alte Schriften sind in Quenya verfasst. Tolkien hat sich hierzu durch die finnische Sprache inspirieren lassen. Er war eben ein Sprachwissenschaftler durch und durch. Quenya hat gegenüber dem Sindarin den Vorteil, dass die Grammatik und das Vokabular bekannter sind. Außerdem lässt sich Quenya leichter erlernen. Dagegen hat Sindarin den Vorteil, dass man mit dem Beherrschen dieser Sprache die berühmten Zitate der Filme verstehen kann.

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Wo man Elbisch lernen kann

Wahrscheinlich bietet die nächstgelegene Volkshochschule keinen Kurs in Sindarin oder Quenya an. Für jene, die auch keinen Sprachkurs über Kleinanzeigen oder das Reißbrett im Supermarkt finden konnten, bleibt noch die autodidaktische Methode oder ein Onlinekurs im Interntet. Tatsächlich bietet das World Wide Web allerhand Lehrmaterial an. Man kann sich Bücher bestellen oder einen PDF-Sindarin-Sprachkurs herunterladen. Ist ein Sprachkurs gefunden, dann sollte man sich auf die Suche nach Mitstreitern machen. Sprachenlernen macht im Kollektiv einfach viel mehr Spaß. Mehr Infos zur Sprachenvielfalt des Tolkienuniversums gibt es auf Ardalambon .

Wir zeigen euch auch, wie ihr eine elbische Schrift unter Windows installieren und nutzen könnt.

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