Herr-der-Ringe-Serie bei Amazon: Das ist zum Prequel bekannt

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Die „Herr-der-Ringe“-Serie von Amazon geht 2019 in die Produktion und wird die bislang wohl größte Eigenproduktion des Streaming-Anbieters. Mindestens fünf Staffeln sind geplant. Kann die Serie Erfolge in Game-of-Thrones-Sphären feiern, winken außerdem mögliche Ableger. Inzwischen sind auch die ersten Details bekannt, was uns in dem Fantasy-Epos erwartet.

 

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„Ein Ring sie zu knechten und ewig zu binden.“ Man darf das bekannte Zitat durchaus wörtlich auffassen. Die „Herr-der-Ringe“-Saga übt eine scheinbar magische Anziehungskraft aus und will die Verantwortlichen bei Film und Fernsehen einfach nicht loslassen. Eigentlich war es da nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Serien-Umsetzung des Fantasy-Epos kommt. Den Zuschlag hat sich Amazon gesichert und der Streaming-Anbieter meint es durchaus ernst: 250 Millionen Dollar soll Amazon allein für die Rechte hingelegt haben, mehr als 1 Milliarde Dollar wird das gesamte Projekt kosten. Das erklärte Ziel von Amazon: „Herr der Ringe“ soll die erfolgreichste Serie aller Zeiten werden.

Inhalt

„Herr der Ringe“-Serie bei Amazon: Wann startet die Serie?

Bislang gibt es noch keinen festen Starttermin für die Herr-der-Ringe-Serie bei Amazon. Allerdings hat sich der Streaming-Anbieter dazu verpflichtet, die Produktion spätestens im November 2019 zu starten. Schafft Amazon es bis dahin nicht, den Dreh von Staffel 1 einzuläuten, verliert der Anbieter die Rechte wieder. Bis die Serie dann endgültig losgeht, wird sicherlich noch mehr Zeit vergehen. Wenn man für Dreh und Postproduktion ein Jahr einplant, könnte die erste Staffel von „Herr der Ringe“ Ende 2020 bei Amazon starten. Natürlich kann sich ein so großes Projekt aber auch verzögern.

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Wo läuft das neue „Herr der Ringe“?

Amazon will die Fantasy-Serie exklusiv auf dem hauseigenen Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Video zeigen. Das ist natürlich wenig überraschend, da die Streaming-Anbieter an neuen Abonnenten verdienen – und es gibt kein besseres Argument als eine Serie, die jeder sehen möchte. Im TV wird die neue Serien-Umsetzung von „Herr der Ringe“ vorerst wohl nicht zu sehen sein. Vermutlich wird aber irgendwann eine Blu-ray oder DVD erscheinen, sodass auch Fans ohne in den Genuss kommen.

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Karte liefert ersten Stoff

Noch dauert es Monate, bis es erste Bilder der Herr-der-Ringe-Serie gibt. Um den „Hype“ jedoch anzukurbel, hat man eine erste Landkarte von Mittelerde auf einer Aktionsseite veröffentlicht. Auf der Seite findet ihr die Worte „Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht“ aus dem Ringgedicht. Die Serie dient als Prequel zu den Werken „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“. Viele Informationen lassen sich aus der Karte noch nicht ablesen. Wer jedoch über die Produktion der Herr-der-Ringe-Serie auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte die Sonderseite regelmäßig besuchen. Dort könnt ihr die Karte im Großformat ansehen und herunterladen.

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Wer macht die Serie?

Als Showrunner hat Amazon JD Payne and Patrick McKay verpflichtet. Die beiden haben in der Vergangenheit bereits öfter zusammengearbeitet und entwickeln derzeit auch einen neuen Star-Trek-Film für Paramount. Außerdem sind der Verlag Harper Collins, das Tolkien Estate sowie New Line Cinema mit an Bord, welche zu Warner Bros. Entertainment zählen. New Line Cinema veröffentlichte bereits die Kino-Filme des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson, der vielleicht auch bei der Serie mit an Bord ist. Gerüchte besagen, dass es bereits Gespräche mit Amazon gegeben hat. Der Filmemacher selbst hat eine große Beteiligung bislang aber abgestritten. Allerdings bietet Jackson dem Produktionsteam seine Erfahrungen und Unterstützung an, schließlich kennt sich kaum jemand der Umsetzung des Stoffs aus Tolkiens Vorlagen aus, wie der Filmemacher.

Interessant ist auch die Zusammenarbeit mit dem Tolkien Estate. Die Gesellschaft verwaltet den Nachlass von J.R.R. Tolkien und wurde bis Ende 2017 vom Sohn des Ring-Autoren, Christopher Tolkien, geleitet. Christopher Tolkien war ein ausgewiesener Kritiker der Jackson-Filme und verhinderte im Lauf der Jahre immer wieder filmische Umsetzungen der Romane. Im August 2017 legte er sein Amt im Alter von 93 Jahren nieder. Kurz darauf verkündete Amazon, dass man die globalen Ausstrahlungsrechte erworben habe – das ist sicherlich kein Zufall.

„Herr der Ringe“ wird ein Prequel: Erste Infos zur Handlung und Story

In der Pressemitteilung wurden bereits die ersten Details zu der Serie verraten – und die dürften die Fans aufhorchen lassen. Amazon wird demnach nicht noch einmal die altbekannte Geschichte aus der Roman-Trilogie erzählen, sondern neue Storylines entwickeln. Die Serie wird laut Amazon ein sogenanntes Prequel: Die Handlung spielt demnach also vor dem ersten Band (und Film) „Die Gefährten“, in dem Frodo Richtung Mordor aufbricht, um den einen Ring zu zerstören.

Auch zu den Hauptfiguren gibt es schon einige Informationen. Die bekannte und in der Regel sehr gut informierte Fanseite TheOneRing.net will erfahren haben, dass die erste Staffel die Jugend des Waldläufers Aragorn behandeln wird. Nach dem Release der Karten scheint diese Information jedoch überholt zu sein. So ist auf dem zweiten Ausschnitt das Gebiet „Calenardhon“ zu sehen. Bis zum Jahr 2510 des Dritten Zeitalters war Calenardhon der Name eines Gebiets im Norden von Gondor und wurde erst später Rohan benannt. Aragorn wurde jedoch in Rohan und nicht in Calenardhon geboten. Die Information über Aragorn im Mittelpunkt der Handlung sollte also mit Vorsicht aufgenommen werden.

Aragorn war bereits in den Filmen einer der Hauptcharaktere, er wurde dort von dem Schauspieler Viggo Mortensen verkörpert. Zur Zeit der Kinotrilogie ist der Thronerbe Gondors bereits 87 Jahre alt. Allerdings zählt er zum Geschlecht der Dúnedain, die ein sehr hohes Alter erreichen können. Es gibt also viel Zeit, in der Amazon die Serie ansiedeln kann, sofern Aragorn wirklich im Mittelpunkt steht. Die Chefin der Amazon Studios, Jennifer Salke, sagte immerhin dazu, dass man nicht bei Null anfange und auf bereits bekannten Figuren aufbauen will.

Möglicherweise sind in den weiteren Seasons aber Geschichten mit anderen Protagonisten geplant. Sogenannte Anthologie-Serien (wie beispielsweise American Horror Story) sind heute keine Seltenheit. Darüber hinaus ist der Kosmos von „Herr der Ringe“ natürlich riesengroß.

Neben den drei Ring-Romanen und „Der kleine Hobbit“ schrieb der Sprachwissenschaftler unzählige weitere Geschichten, Aufsätze und Abhandlungen, die seine fiktive Welt Mittelerde weiter ausarbeiteten. Im Deutschen ist ein Teil dieser Texte unter dem Namen „“ bekannt –  zufälligerweise wird genau dieses Buch seit Jahren als heißer Kandidat für eine Verfilmung gehandelt.

Wird die „Herr-der-Ringe“-Serie das neue „Game of Thrones“?

Dass Amazon sich ausgerechnet für den Herrn der Ringe entschieden hat, ist vielleicht nicht besonders einfallsreich, aber auf jeden Fall clever. Millionen von Lesern kennen die Geschichte, die Kinofilme haben den Bekanntheitsgrad sogar noch weiter gesteigert. Dazu kommt: Fantasy ist immer noch ein absoluter Quotenbringer, wie der globale Mega-Erfolg von „Game of Thrones“ zeigt. Die HBO-Serie läuft bekanntlich nur noch über eine Staffel – was kommt danach? Auf diese Frage gibt es bislang keine überzeugende Antwort. Eigentlich kein Wunder also, dass gerade alle nach einer Serie suchen, die dieses gewaltige Erbe antreten kann.

Jeff Bezos, der Chef von Amazon ist zudem schon seit einiger Zeit auf der Jagd nach einem echten Hit für den Streaming-Dienst Amazon Prime Video. In den letzten Jahren hat man dort viel ausprobiert und auch einige echte Überraschungserfolge produziert. In Deutschland nutzen sogar mehr Leute Amazon Video als Netflix. Ein globaler Mega-Hit für den Streaming-Dienst blieb bislang aber aus – und genau den will man jetzt mit aller Macht bei Amazon forcieren. In einem Interview verriet der damalige Chef der Amazon Studios Roy Price, was sein Chef Jeff Bezos von ihm gefordert hatte: „Bring mir ein Game of Thrones!“

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Crossover zu den Filmen? Das sagen die Herr-der-Ringe-Stars

Unter eingefleischten Fans wird derzeit jedenfalls schon kräftig über die Serie spekuliert. Gibt es vielleicht sogar ein Crossover mit einigen bekannten Schauspielern aus der Film-Trilogie? Viele Zuschauer würden sich sicherlich über ein Wiedersehen mit Aragorn, Legolas und Co. freuen, im Moment sieht es aber nicht danach aus. Gollum-Schauspieler Andy Serkis will beispielsweise gar nicht mehr nach Mittelerde zurückkehren: „Ich habe bereits einen großen Teil meines Lebens damit verbracht. Ich wünsche viel Glück und denke, dass ein paar frische Augen wahrscheinlich eine gute Sache sind. “

Auch Gimli-Darsteller John Rhys-Davies erteilte dem Projekt in einem Interview seine Abfuhr: „Ich verstehe den Sinn dieser Herr-der-Ringe-Serie nicht ganz. Wahrscheinlich machen sie es einfach, weil sie das Geld dazu haben, aber Tolkien würde sich bestimmt im Grab umdrehen, wenn er davon wüsste. “

Nicht ganz abgeneigt wäre indes Ian McKellen, der in den Filmen den Zauberer Gandalf verkörperte. In einem Gespräch sagte er, dass er zwar noch nicht gefragt worden sei, aber generell Interesse daran hätte, noch einmal in seine Parade-Rolle zu schlüpfen. Theoretisch wäre das sogar denkbar: Auch wenn die Serie lange vor den Filmen spielen würde, wäre das Alter von Ian McKellen kein großes Problem – Gandalf war schon damals steinalt.

Welche Geschichten aus Mittelerde erzählt Amazon?

Was genau Amazon mit der mehrere Staffeln umspannenden Serie vorhat, ist im Moment noch nicht abzusehen. Möglich wäre, dass man eine Storyline ausarbeitet, die in den Filmen nur angedeutet wird. So spricht Sharon Tal Yguado, Head of Scripted Series bei Amazon davon, dass bislang unerforschte Geschichten aus Mittelerde thematisiert werden. Dazu fallen uns gleich mehrere spannende Ideen ein:

  • Der Untergang Numenors: Die Heimat von Aragorn wurde lange vor den Filmen von den Göttern zerstört, weil die Einwohner sich von Sauron verführen ließen.
  • Aufstieg und Fall von Angmar: Der Hexenkönig von Angmar ist den Filmen der Anführer der Nazgul. Vor seinem Dasein als Ringgeist herrschte er über ein mächtiges Königreich, das von den Elfen und Menschen besiegt wurde.
  • Tom Bombadil: Kommt in den Filmen leider nicht vor, ist aber eine der mysteriösesten Figuren aus der Roman-Trilogie. Wie alt ist wirklich? Wieso ist er so mächtig? Und warum kann ihm der Ring nichts anhaben?
  • Aragorns Vorgeschichte: Der Waldläufer ist ein Publikumsliebling, allerdings ist über seine Herkunft und die Beziehung zur Elbin Arwen nicht viel bekannt.
  • Die neu veröffentlichen Karten stützen die Gerüchte, wonach die Handlung im Zweiten oder Dritten Zeitalter von Mittelerde spielen könnte. Dabei könnte Eorl, der Rohan-Gründer und der blaue Zauberer die Protagonisten sein.

Interessantes (und bildgewaltiges) Material für die Serie ist in jedem Fall vorhanden und man darf davon ausgehen, dass die kreativen Köpfe derzeit eifrig auf Ideensuche sind. Über Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen halten wir euch selbstverständlich an dieser Stelle auf dem Laufenden. Habt ihr eigene Theorien, was uns in der kommenden Serie erwartet? Wir sind wie immer gespannt auf eure Meinung!

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