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Die Verurteilten

Martin Beck

„Die Verurteilten“ steht auf Platz 1 der ewigen Bestenliste der imdb, obwohl dem Film nie allzu großer Erfolg beschieden war. Seine Beliebtheit fußt vor allem auf der ungemein bewegenden, großartig erzählten Geschichte und den beiden Hauptdarstellern, Tim Robbins und Morgan Freeman, die den Zuschauern so nahe kommen wie es nur wenige Filmfiguren vor ihnen geschafft haben.

Die Geschichte von „Die Verurteilten“ dreht sich um den erfolgreichen Banker Andy Dufresne (Tim Robbins), der nach dem Mord an seiner Frau und ihrem Geliebten zu Unrecht verurteilt wird. Er wird ins Shawshank Gefängnis eingewiesen und hat dort zunächst mit den unangenehmen Seiten des Häftlingsdaseins zu kämpfen. Als er in dem Schmuggelkönig Red (Morgan Freeman) einen Freund findet, schöpft er wieder neuen Mut – auch zum Ausbruch.

Wer am Ende von „Die Verurteilten“ nicht Rotz und Wasser heult, hat Wüstenstaub in seinen Tränensäcken. Regisseur Frank Daranbont („Der Nebel“) beweist sich als wahrer Meister in Sachen Charakterformung und erzählt vor allem die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft. Der Film dauert geschlagene 142 Minuten, die sich nie gehetzt oder „unrund“ anfühlen. Das große Thema der Geschichte ist Hoffnung, was einfach so universell ankommt, dass sich jeder, wirklich jeder damit identifizieren kann.

Die literarische Vorlage für „Die Verurteilten“ lieferte Stephen King, der hier ausgiebig beweisen darf, dass er jenseits aller Splatterfontänen ein ausgeprägtes Händchen für große, greifbare Charaktere besitzt. Dieser Film ist nahezu perfektes Kino und besitzt eine zeitlose Qualität, die ihn bis heute ganz oben auf der Bestenliste der imdb halten. Dass die hier gezeigte erzählerische Qualität auch jenseits des zahlenden Publikums ankommt, beweisen stolze sieben Oscar-Nominierungen.

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