Das Thermometer fällt gnadenlos, draußen liegt der Schnee und der Komfort-Level ist insgesamt sehr niedrig. Was kann man da Besseres machen als Zuhause oder im Kino einen schönen Film zu genießen. Was läuft momentan bei euch?

 

Elysium

Facts 

Timo

Und täglich grüßt das Murmeltier

Ich habe am Wochenende eine Pause vom beruflichen Filmegucken gemacht und konnte die Zeit endlich mal wieder nutzen um mir verstärkt privat Filme anzusehen. Natürlich nicht irgendwelche Filme, sondern zwei der Besten, die die Welt je gesehen hat!

...und täglich grüßt das Murmeltier (Groundhog Day)

Dass Bill Murray ein Gott ist, ist allgemein bekannt. Wie er sich als Gott verhält, zeigt diese unfassbar köstliche Komödie. Als Wettermann Phil, der den Tag des Murmeltiers wieder und wieder erlebt, liefert Murray eine seiner großartigsten und lustigsten Leistungen ab. Der Film ist verrückt, originell, interessant und absolut witzig. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte zunächst sein Leben überdenken und es direkt im Anschluss nachholen.

Das Vermächtnis der Tempelritter (National Treasure)

Blöd, dass ich den Status der Gottheit schon Bill Murray zugesprochen hab, denn er passt genau so gut auf Nicolas Cage. In diesem flachen, aber komplett unterhaltsamen Abenteuerfilm jagt Cage als Ben Gates den verlorenen Schatz der Templer und legt sich dabei mit Sean Bean an. Als ewiger Fan der „Indiana Jones“-Trilogie (Ja, Trilogie) vermisse ich derartige Abenteuerfilme im aktuellen Kino sehr. Die beiden „Vermächtnis“-Teile sind zumindest ein kleiner Trost, auch wenn der versprochene dritte Teil seit Jahren auf sich warten lässt.

Robin

only-god-forgives

Only God Forgives

Nicolas Winding Refns erster Film nach seinem Überraschungs-Erfolg „Drive“ wirkt wie ein kompletter Gegenentwurf. Statt einer kohärenten Geschichte gibt's bedeutungsschwangere Kamerafahrten, sphärische Musik und unglaublich harte Gewaltspitzen. Es wirkt ein bisschen so, als wolle Refn  seine neue gewonnenen Fans - Mainstream-Publikum und Kritiker - so schnell wie möglich wieder los werden und tritt ihnen mit diesem Bilder-Rausch geradewegs in die Magengrube. „Only God Forgives“ ist mehr Kunstprojekt als Film, ergibt oftmals keinen großen Sinn und geht gerade darin voll auf. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Elysium

Als großer „District 9„-Fan habe ich meine Erwartungen nach den durchwachsenen Kritiken bereits etwas herunter geschraubt - selbst das konnte mich aber vor dieser Enttäuschung nicht bewahren. Die Story vereinfacht komplizierte Probleme und ergibt mit zunehmender Laufzeit immer weniger Sinn, während Jodie Foster als Bösewicht eine absolut desaströse schauspielerische Leistung zeigt. Jede zweite Figur kommt mit einem eigenartigen Akzent daher, die allesamt zu gewollt wirken und vom eigentlichen Filmgeschehen ablenken. Nicht einmal die Action konnte mich begeistern, da die Shaky-Cam und das verbesserungswürdige Editing es mir oftmals schwer machten, dem Geschehen zu folgen. Bösewicht Kruger wäre als Marvel-Villain wohl großartig gewesen, passte jedoch nicht im Geringsten zur komplett humorlosen Welt von „Elysium„. Immerhin waren die Spezial-Effekte toll.

Oblivion

Und gleich noch ein Sci-Fi-Streifen mit Starbesetzung. Auch „Oblivions“ Geschichte ist nicht unbedingt die Stärke des Films, kommt jedoch ohne die pseudo-tiefgründigen Holzhammer-Moral von „Elysium“ aus. Durch den Trailer sind sämtliche Twists jedoch bereits nach einigen Minuten offensichtlich, „Oblivion“ schaffte es kein einziges Mal, mich zu überraschen. Dafür bot mir Regisseur Joseph Konsinski wunderschöne Bilder, eindrucksvolle Kamerafahrten und spannende Action, die dazu auch noch mit einem wundervollen Soundtrack unterlegt wurde. „Oblivion“ erinnert damit stark an „Tron Legacy“, der ebenfalls bereits als 1 1/2-stündiges Musikvideo gut funktionierte. Tolle Schauswerte, lahme Story.

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