Ex Machina 2: Gibt es eine Fortsetzung des K.I.-Films?

Maria Dschaak

2015 kam Ex Machina in die Kinos und mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 37 Millionen Dollar erzielte die Sci-Fi-Thriller Produktion ein solides Einkommen für die Studios. Aber es ist mehr das offene Ende des Films, dass Fans nach Ex Machina 2 fragen lässt. Wir beantworten an dieser Stelle die Frage nach der Möglichkeit einer Fortsetzung.

Die Story von Ex Machina ist leicht erzählt: Der junge Programmierer Caleb wird zu einem Geheimprojekt mitten im Nirgendwo eingeladen. Dort angekommene erfährt er, dass CEO der markführenden Suchmaschine Bluebook eine K.I. namens Ava erschaffen hat, die Caleb mit Hilfe des Turing-Tests bezeugen soll. Es endet so wie es mit Schöpfer und Geschöpf immer endet: Ava tötet ihren Macher Nathan, lässt Caleb zurück und flieht in die Welt.

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Ex Machina: Ist 2. Teil in Sicht? Gibt es einen Trailer?

Der erste Teil von Ex Machina endet damit, dass Ava, nachdem sie Nathan umgebracht und Caleb in einem Zimmer eingesperrt zurückgelassen hat, von einem Hubschrauber abgeholt wird und davonfliegt. Damit ist das Ende weniger unbefriedigend als vielmehr offen. Wie geht es mit Ava in der „normalen Welt“ weiter? Wird sie als K.I. erkannt oder gelingt es ihr, sich unauffällig zu integrieren? Diese Fragen und viele mehr bieten Stoff für einen zweiten Teil. Regisseur und Mastermind hinter dem Film Alex Garland kann eine Fortsetzung leider nicht bestätigen: Wie Deadline berichtet war Ex Machina nie bewusst als Zweiteiler konzipiert – auch wenn das offene Ende darauf hindeutet. Für ihn ist Ex Machina ein in sich abgeschlossener Film. Ex Machina 2 wird es darum nicht geben.

Auch die Trailer, die man zuweilen im WWW findet, sind keine offiziellen Trailer. Es handelt sich dabei meist um Fan-made-Trailer, die damit ihrem Wunsch nach Ex Machina 2 Ausdruck verleihen.

Einige Medien bezeichnen das nächste Projekt Annihilation als Follow-up von Ex Machina. De facto haben beide Filme inhaltlich aber nichts miteinander zu tun. Einziges Bindeglied ist der Regisseur Alex Garland. Der Brite war zuvor hauptsächlich als Drehbuchautor und Schriftsteller tätig: 1996 erschien sein Debutroman , der 2000 von Danny Boyle mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle verfilmt wurde. In den darauffolgenden Jahren schrieb Garland für Boyle die Drehbücher zu und . Mit Ex Machina war er zum ersten Mal auch als Regisseur tätig und das kam an: Die visuellen Effekte wurden mit einem Oscar ausgezeichnet und die kühle Gestaltung ebenso wie die gut komponierte Kameraarbeit gelobt. Dass Garland erneut als Regisseur tätig sein wird, verwundert nicht und lässt viel hoffen.

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Ex Machina: Braucht es überhaupt einen zweiten Teil?

Ja, das Ende ist offen, aber ist das wirklich so schlimm? Filme, die sich mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen, gibt es viele - „Her“ und „A.I.“ um nur zwei zu nennen. Das, was Ex Machina von anderen abzeichnet, sind zwei Punkte:

  • Die K.I. Ava hat eine Sexualität mit Genussfunktion bekommen.
  • Die K.I. hat die Struktur einer Suchmaschine. Für Nathan ist nicht das Wissen, dass eine Suchmaschine bereithält, das Entscheidende, sondern ihre Rhizom-Struktur – also ein unendlich ineinander verlinktes Netz. Nathan ist nicht umsonst Erschaffer einer K.I. und CEO der erfolgreichsten Suchmaschine Bluebook. Es würde nicht verwundern, wenn die Figur des Nathan an Raymond Kurzweil angelehnt ist. Kurzweil ist Director of Engineering bei Google und – zusammen mit Google - Begründer der Singularity University. Er ist einer der schillerndsten und medienwirksamsten Figuren des Posthumanismus. Die Forschungsstation löst nicht nur allgemeine technologische Probleme, sie sinnt nach dem Moment der Singularität, also dem Moment, in dem eine K.I. genug Intelligenz besitzt, um sich ohne menschliches Zutun weiterentwickeln zu können.

In dieser Hinsicht ist Ex Machina ein in sich stimmiger Film, der genug Denkstoff bereit hält.

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