„Die üblichen Verdächtigen“ (1995, Regie: Bryan Singer)

©Columbia TriStar
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„Der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht.“ Mit diesem prägenden Satz des einmaligen Thrillers „Die üblichen Verdächtigen“ offenbaren Regisseur Bryan Singer und Drehbuchautor Christopher McQuarrie schon gleich zu Beginn ihre Intention und führen den Zuschauer im Verlaufe der spannend erzählten Geschichte immer wieder aufs Glatteis, um ihn danach umso mehr zu überraschen.

“Die üblichen Verdächtigen“ beginnt zunächst als ganz normaler Thriller, bei dem Verbal Kint (Kevin Spacey) als einziger ein Massaker unter Gangstern überlebt. Nun soll er der Polizei dabei helfen, den verantwortlichen Bösewicht zu fassen. Doch schnell entwickelt sich eine mystische Aura um den geheimnisvollen Gangsterboss Keyser Soze, was in einem der legendärsten Twists der Filmgeschichte mündet und mit seiner Inszenierung noch heute für offene Münder sorgt.

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„Departed - Unter Feinden“ (2006, Regie: Martin Scorsese)

©Warner
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Eine Liste der besten Thriller wäre nicht viel wert, ohne einen Film des Regie-Altmeisters Martin Scorsese aufzuführen, der mit seinen Filmen seit Jahren den Puls der Zuschauer immer wieder in die Höhe treibt. Für “Departed – Unter Feinden“ konnte Scorsese endlich den längst überfälligen Oscar in der Kategorie Beste Regie entgegennehmen und auch die Auszeichnung für den besten Film konnte er mit nach Hause nehmen.

“Departed – Unter Feinden“ ist zwar ein Remake des Thrillers “Infernal Affairs“ aus Hong Kong, doch Scorsese setzt in seiner filmischen Verwirklichung des Stoffes ganz andere Schwerpunkte und kreiert neue Twists innerhalb der Geschichte. In einer Undercover-Mission soll Leonardo DiCaprio den Gangsterboss Costello (Jack Nicholson) zu Fall bringen, doch schnell deckt er eine Verschwörung auf, die weiter reicht, als er es sich vorstellen kann.

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„Heat“ (1995, Regie: Michael Mann)

©Warner
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Mit dem Gangster-Thriller „Heat“ gelang Michael Mann eine herausragende filmische Betrachtung des urbanen Lebens, in der er die Themen Männlichkeit und Ehre auf beiden Seiten des Gesetzes in tollen Bildern inszeniert und das Ganze in ein spannendes Krimi-Drama verpackt, was „Heat“ zu einem Klassiker seines Genres macht. Das Prunkstück dieses Meilensteins des Gangsterkinos ist sicherlich der intensive, dramatische und zugleich ungemein realistische Shoot-Out, der bis heute unerreicht bleibt. Dazu kommt noch die Beziehung des kriminellen Genies Neil McCauley (Robert De Niro) und seinem Gegner, Polizist Vincent Hanna (Al Pacino), die der Geschichte einen ungemein menschlichen Anstrich verpasst.

Im Jahre 2015 kam mit „Blackhat“ der neuste Film von Michael Mann in die Kinos, in dem Chris Hemsworth einen Hacker spielt. Leider konnte uns das Werk nicht überzeugen: Die GIGA FILM-Kritik zu „Blackhat“.

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„Memento“ (2000, Regie: Christopher Nolan)

©Columbia TriStar
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Regisseur Christopher Nolan kann mit seiner neusten Big Budget-Produktion „Interstellar“ einen großen Erfolg an den Kinokassen verbuchen, doch schon mit seinem ersten in Amerika produzierten Film „Memento“ begeisterte er Publikum und Kritiker. Der kleine Thriller beeindruckt mit seiner eigenwilligen Erzählstruktur, da die Geschichte aufgrund des beschädigten Kurzzeitgedächtnisses des Helden Leonard Shelby (Guy Pearce) chronologisch rückwärts erzählt wird, wobei keine der Szenen länger als ein paar Minuten dauert. Im Mittelpunkt dieses vom Ende zum Anfang erzählten Films steht die Aufklärung des Mordes an Leonards Frau, die er selbst in die Hand nimmt.

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„Das Fenster zum Hof“ (1954, Regie: Alfred Hitchcock)

©Universal
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„Das Fenster zum Hof“ von Regielegende und Suspense-Meister Alfred Hitchcock ist eine filmische Aufarbeitung der Themen Voyeurismus, die Macht des Kinos, des Film-Schöpfers dahinter und die Rolle des Zuschauers in diesem Gebilde. Doch dies wäre kein klassischer Hitchcock-Film, wenn in der Geschichte des an den Rollstuhl gefesselten Fotografen Jeff (James Stewart), der seinen Nachbarn Lars Thorwald (Raymond Burr) verdächtigt, seine Frau umgebracht zu haben, nicht auch eine unermessliche Spannung aufgebaut würde, die den Zuschauer auch heute noch packt.

Vor allem die Szenen, in denen Jeffries Freundin (Grace Kelly) für den Fotografen ins gegenüberliegende Apartment eindringt, um nach Beweisen für den Mordfall zu suchen und der Zuschauer nichts tun kann, außer dieser Szenerie hilflos beizuwohnen und sich dabei die Schweißperlen von der Stirn zu wischen, beeindrucken bis heute.

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