Fast & Furious 7: Kritik

Christoph Koch 1

Endlich ist es soweit: „Fast & Furious 7“ findet den Weg in die Kinos! Kann auch der siebte Teil des Franchise noch überzeugen und unterhalten? Erfahrt es in unsere Kritik zu „Fast & Furious 7“!

Nach unzähligen Trailern, Teasern, Behind-The-Scenes-Videos und ganzen neun verschiedenen TV-Spots ist es nun endlich soweit: Die „Fast & Furious“–Reihe geht mit „Fast & Furious 7“ in eine nächste Runde und hat auch im siebten Ausflug nicht vor, Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Noch einmal wird in allen Bereichen rangeklotzt, ganz nach dem Motto: Größer, schneller, spektakulärer.

Rein chronologisch gesehen, spielt „Fast & Furious 7“ als erster Teil der Reihe nach den Ereignissen aus „Fast & Furious: Tokyo Drift“. Doch die Ereignisse des dritten Teils sind nicht das Einzige, was die Crew rund um Dom Toretto (Vin Diesel) verfolgt, denn auch „Fast & Furious 6“ zeigt seine Nachwehen. Im sechsten Teil besiegten die rasanten Autofanatiker den bösen Owen Shaw (Luke Evans). In „Fast & Furious 7“ ist nun sein älterer Bruder Deckard Shaw (Jason Statham) dran, sich an der Gang zu rächen.

Erst widmet er sich Han (Sung Kang) und macht sich dann auf die Suche nach Dom und seiner Family Brian (Paul Walker), Letty (Michelle Rodriguez), Tej (Ludacris) und Roman (Tyrese Gibson). Zunächst schickt er Agent Hobbs (Dwayne Johnson) auf die Matte, um dann auch noch Doms Haus in die Luft zu jagen. Für Dom und seine Freunde ist klar: Rache ist die einzige Antwort. Also machen sie sich auf die Suche nach dem mysteriösen und geisterhaften Shaw.

Dabei benötigen sie jedoch etwas Unterstützung und treffen zufälligerweise auf Mr. Nobody (Kurt Russell), der ihnen seine Hilfe anbietet, sofern sie einen Auftrag für ihn erledigen: Einen Hacker aus den Fängen des Terroristen Jakande (Djimon Hounsou) zu befreien und damit in den Besitz eines wichtiges Geräts zu kommen, mit dem sie Shaw ausfindig machen können. Diese Mission bringt sie in die Berge des Kaukasus und nach Abu Dhabi, bis es zu einem großen und brachialen Showdown in den Straßen von L.A. kommt.

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Fast & Furious 7: Brachial, spektakulär & stumpf…aber geil!

„Brachial“ beschreibt eigentlich auch den ganzen Film. Hier rasen die Autos nicht nur über die Straßen, sondern sie vollführen waghalsige Sprünge, fliegen und explodieren am laufenden Band. Im großen Finale wird halb Downtown L.A. zerlegt und auch in anderen rasanten Actionszenen wird nicht mit Zerstörung gegeizt. Horrorfilm-Regisseur James Wan beweist also gleich bei seinem ersten Actionfilm, dass er weiß, worauf es ankommt.

Statham macht dabei als Bösewicht eine gute Figur, doch leider gerät die Rachegeschichte etwas ins Hintertreffen. Ein Großteil der Geschichte spielt sich rund um die Rettungsmission des Hackers ab. Statham taucht immer wieder unerwartet auf, um dann alles in Schutt und Asche zu legen und der Crew das Leben schwer zu machen. Schade drum, denn Statham ist als böser Bub wirklich charismatisch.

Kommen wir zu einem spannenden Punkt: Wie gelingt es „Fast & Furious 7“ mit dem tragischen Tod von Paul Walker umzugehen? Man war zum Zeitpunkt seines Todes erst zur Hälfte durch mit den Dreharbeiten und das Studio entschied sich dazu, eine Kombination aus bisher ungesehenen Aufnahmen Walkers, Animationen und seinen Brüdern Caleb and Cody Walker einzusetzen. So sollte der Charakter Brian doch noch auf die Leinwand gebracht und ihm ein ehrenvoller Abschied verschafft werden. Was soll ich sagen: Es ist gelungen! Vor allem während des dramatischen Finales wird Walker zwar oftmals von der Seite oder von hinten gefilmt, doch wenn er auf der Leinwand zu sehen ist, und das ist nicht grad wenig, ist kaum auszumachen, was hier Walker ist und was Tricks sind.

Eine schwere Abschiedsstimmung zieht sich auch durch den kompletten Film, auch wenn „Fast & Furious 7“ bei weitem nicht der letzten Teil des Franchise sein wird. Immer wieder ist die Rede „vom letzten Rennen“ und man merkt dem Film deutlich an, dass man Paul Walker hier ein Denkmal setzen wollte. Das ist den Verantwortlichen mehr als gelungen. Zum Schluss trumpft „Fast & Furious 7“ mit einem wunderbaren Tribut und einem tollen Abschied auf.

Am Ende bleibt „Fast & Furious 7“ ein riesiges Actionfeuerwerk mit tollen Set-Pieces, brachialen Explosionen und Zerstörung, die von einem kommenden Teil erstmal getoppt werden müssen. Das Franchise hat sich seit dem Beginn im Jahre 2001 immer weiter vom Undercover-Cop-Rennfahrer-Szene-Ursprung abgenabelt und das tut der Serie gut. Wenn ihr die Gesetze der Physik außer Acht lasst, offen seid für stumpfe, aber toll inszenierte Action mit einem kleinen Augenzwinkern und nicht versucht, alles logisch zu erklären, dann macht „Fast & Furious 7“ einfach verdammt viel Spaß!

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