Fifty Shades of Grey: R-Rating für ungewöhnliches Benehmen

Jan-Thilo Caesar

Die Adaption der erfolgreichen SM-Romanreihe „Shades of Grey“ kommt pünktlich zum Valentinstag in die US-Kinos und wurde zu diesem Anlass der amerikanischen Behörde für Altersfreigaben vorgelegt. Offenbar ist Regisseur Sam Taylor-Johnson der Vorlage treu geblieben, denn die MPAA bewertet den Film mit einem R-Rating, was in etwa unserer „ab 18“-Freigabe entspricht.

Im Vorfeld tönte der „Fifty Shades of Grey“-Produzent Dana Brunetti („Captain Phillips“) noch, dass er die Filmadaption von E. L. James‚ gleichnamigen Bestseller am liebsten mit einem NC-17-Rating raus bringen würde, der höchsten Altersfreigabe der MPAA, die normalerweise Filmen vorbehalten ist, die die amerikanische Behörde für Altersempfehlungen entweder nicht verstanden hat („A Clockwork Orange“) oder aus dem Ausland  kommen („La Mala Educaction - Schlechte Erziehung“).

Ganz so drastisch werden die Sex- und Auspeitsch-Szenen also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sein. Eigentlich kann man schon froh sein, dass die Produzenten nicht, wie bei vielen anderen Filmen dieser Tage, auf eine Altersfreigabe ab 12 gesetzt haben, um den Film einem breiteren Kino-Publikum zugänglich zu machen und den kommerziellen Erfolg zu sichern. Ein nerviger Trend, der mit steter Regelmäßigkeit die Gemüter erhitzt und unseren Kollegen Philipp schon vor einigen Monaten zu einem „Veto der Woche“ angeregt hat.

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Bei einer Schlachtplatte, wie der „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“, gelingt eine Anpassung für das junge Publikum in der Regel leichter, als beispielsweise bei einem Film über eine junge Frau, die den Reiz der sexuellen Unterwerfung ergründet. So dürfen wir uns auf eine würdige Verfilmung der Buchreihe freuen, in der die beiden Hauptdarsteller Dakota Johnson und Jamie Dornan einige anzügliche Augenblicke miteinander teilen dürfen, ohne allzu viele Kompromisse eingehen zu müssen. Auch eine spätere Veröffentlichung der ungeschnittenen Unrated-Version auf DVD und Blu-ray ist nicht ausgeschlossen.

Laut MPAA erwarten uns: Jede Menge sexueller Inhalt, der neben graphischen Nacktszenen auch einiges an ungewöhnlichen Benehmen zeigt und dazu noch unflätige Worte enthält. Dagegen ist ein Gemetzel mit über 300 Toten natürlich der reinste Kindergarten - zumindest sofern keiner der Beteiligten dabei blutet.

Am 12. Februar 2015 kommt „Fifty Shades of Grey“ in die deutschen Kinos.

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