News der Woche: Warum Furious 7 richtig gut wird

Christoph Koch 4

Ja, ich hatte meine Zweifel was „Furious 7“ betrifft und ich war mir nicht ganz sicher, was ich vom siebten Ausflug des „Fast and the Furious“-Franchise halten soll. Doch nach dem zweiten Trailer steht meine Antwort fest: „Furious 7“ wird ein völlig überdrehter Actionfilm und das steht dem Franchise super!

Erst erreichte uns der Super Bowl-Trailer zu „Furious 7“ und wenige Tage später schob Universal auch gleich den zweiten Trailer zum Action-Kracher nach. Und was soll ich sagen? Die beiden neuesten Einblicke in „Furious 7“ haben mich umgestimmt und meine Vorfreude auf den Streifen ist plötzlich immens groß! Warum? Eine Erklärung.

Furious 7 - Trailer #2 - englisch.

„Furious 7“ schwelgt nicht in Tuning-Erinnerungen

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Die „Fast & Furious“-Reihe begann als eine Art Ode an die illegalen Straßenrennen der USA. Als damals der erste Teil der Reihe den Weg in die Kinos fand, konnten mich die bis ans Limit getunten Autos, wohl aufgrund meiner jugendlichen Faszination für schnelle Boliden, irgendwie gefangen nehmen. Bis heute hat der erste „Fast & Furious“-Teil bei mir einen Stein im Brett. Die nachfolgenden Teile verloren danach irgendwie an Reiz für mich, denn im Grunde genommen wurde hier immer wieder auf die gleichen Aspekte gesetzt. Erneut heftig getunte Karren beim duellieren zur verfolgen, konnte mich irgendwie nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Vor allem dann nicht, wenn der Zuschauer bei einem solch hohen Schnitt-Tempo wie bei „The Fast and the Furious: Tokyo Drift“ beinahe den Überblick verliert.

Also verlor ich das Franchise ein wenig aus den Augen, auch wenn es weltweit weiterhin immense Erfolge einfahren konnte. Erst mit „Fast & Furious 6“ erschien das Renn-Spektakel wieder auf meinem Radar, denn plötzlich war der sechste Teil der Reihe kein reiner Raser-Film mehr, sondern paarte das Ganze noch mit zahlreichen abstrusen Action-Momenten. Die Autos rückten in den Hintergrund und herauskam ein sehr unterhaltsamer Actionstreifen, der meiner Meinung nach den Action-Ansatz leider nicht vollends durchzog und der Film so immer noch ein wenig in Erinnerung an vorangegangene Teilen schwelgte.

„Fast & Furious“ - Autos = „Furious 7“

Das scheint sich mit „Furious 7“ endlich vollends zu ändern! Nach zwei längeren Trailern und einem kurzen Super Bowl-Trailer muss ich meine Zweifel an „Furious 7“ zurücknehmen, denn es scheint so, als wenn jetzt mit allerletzter Konsequenz der Action-Appeal ausgelebt wird. Wie es Vin Diesel schon im Trailer betont: Diesmal geht es nicht nur darum, schnell zu sein!

Spätestens wenn ein Ferrari von einem Hochhaus zum anderen durch die Luft fliegt, dann ist das so lächerlich verrückt, dass es schon wieder eine Menge Charme versprüht. Hier werden Absurdität und unglaubwürdige Action-Sequenzen einfach auf die Spitze getrieben. Der Film will nichts anderes, als den Zuschauer mit edel präsentiertem Brachial-Kino zu unterhalten und das gelingt „Furious 7“ bisher, den Trailern nach zu urteilen, mehr als wunderbar.

„Furious 7“ wandert gekonnt auf dem schmalen Grad zwischen Parodie und Ernst. Zwar ist die Action absolut unglaubwürdig, haushoch übertrieben und Over-The-Top, doch „Furious 7“ präsentiert das Ganze mit solch einer Selbstsicherheit , dass man am Ende gar nicht anders kann, als auf die Action-Spaß-Zug aufzuspringen.

Brachiales Actionkino ohne viel Firlefanz

Man sollte aufhören, sich bei vielen Aktionen zu fragen, welchen Sinn sie genau ergeben oder ob das wirklich so passieren könnte, denn erst dann hat man sicherlich eine Menge Spaß mit „Furious 7“. Ich muss da immer an die mittlerweile berühmte Szene aus dem „A-Team“-Remake von vor ein paar Jahren denken, als ein Panzer aus einem Flugzeug katapultiert wird und das Team ihn in der Luft mit Schüssen aus dem Kanonenrohr steuert. Das ist so schwachsinnig, dass es schon wieder eine Menge Laune macht, dabei zuzusehen!

Selbst wenn der zweite Trailer zu „Furious 7“ für einen kurzen Moment versucht, klassische 1-gegen-1-Rennen unterzubringen, dann wird das Szenario von einem wütenden „The Rock“ unterbrochen, der mit einem absurd riesigen Maschinengewehr durch die Straßen wandert und alles in Schutt und Asche legt. Als wolle er damit andeuten: Weg mit den Autos, her mit der Action! Da kann ich nur mit einstimmen, denn für Action-Kino, dass richtig an die Decke geht, bin ich immer zu haben!

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