Die erste Folge der vierten Staffel von „Game of Thrones“ ist vor allem ein Wiedersehen. Zumindest kam es mir beim Sehen so vor. Nacheinander präsentieren sich die bekannten Gesichter, zeigen sich in ihrer jeweiligen neuen Situation (welche nahtlos an Staffel 3 anknüpfen) und geben Ausblick auf kommende Ereignisse. So versucht Jon Snow (Kit Harington) den Männern der Nightwatch verständlich zu machen, dass ihnen ein Angriff der Wildlinge, unter ihnen eben auch Snows Techtelmechtel Ygritte (Rose Leslie), von zwei Seiten droht. Ich musste jedes Mal erneut lächeln, wenn die Kamera einen bekannten Charakter zum ersten Mal in Staffel 4 fokussierte und somit beim Zuschauer die Erinnerungen weckte.

„Tell your father I’m here. And tell him the Lannisters aren’t the only ones who pay their debts.“

Darunter befinden sich neben den Genannten natürlich auch Daenerys Targaryen (Emilia Clarke) sowie Arya Stark (Maisie Williams). Khaleesi bereitet sich fleißig auf ihren bevorstehenden Kampf mit den letzten Gegnern auf Essos und ihr Übersetzen nach Westeros vor, merkt aber, dass sich die Drachen trotz Muttergefühle nicht so einfach bändigen lassen. Arya nimmt den Tod ihrer geliebten Mutter und ihres Bruders etwas besser auf, als Sansa, die sich weigert, zu essen und die Einsamkeit sucht, und zieht mit Sandor „The Hound“ Clegane (Rory McCann) durch die nördlichen Gebiete. Zudem etabliert sich ein neuer Charakter, der Ärger verspricht: Oberyn Martell (Pedro Pascal) trifft zur baldigen Hochzeit von Joffrey Baratheon (Jack Gleeson) und Margaery Tyrell (Natalie Dormer) ein und hat auch noch ein Hühnchen mit den Lannisters zu rupfen.

Two Swords, so der Titel der ersten Folge, bietet einen wunderbaren Einstieg in die langersehnte vierte Staffel von „Game of Thrones“. Es bedarf keiner langen Erklärung für das Vorangegangene, die Härte ist mit der Gasthaus-Szene („I’m going to have to eat every fucking chicken in this room“) sofort wieder gegeben und wer dachte, die Rote Hochzeit sei die Spitze aller dramatischen Ereignisse gewesen, wird sich wohl in den nächsten Folgen noch gewaltig irren. Zumindest ist dies der Grundtonus dieser Folge: Während wir als Zuschauer erst einmal vor größeren Schrecken bewahrt werden, planen die Figuren ihre weiteren Züge und wir können nur erahnen (insofern wir die Bücher nicht gelesen haben), wo dies hinführt. Zudem fehlen noch einige wichtige Charakter, um mit Stannis Baratheon (Stephen Dillane), Lord Varys (Conleth Hill) und meinem absoluten Liebling Lord Baelish (Aidan Gillen) nur einige zu nennen. Das intrigante Spiel der Throne kann also weitergehen.

„Soon on HBO’s Game of Thrones“ – ich bin sehr gespannt!

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