Game of Thrones: Review zu Staffel 4, Folge 2

Philipp Schleinig 5
Game of Thrones: Review zu Staffel 4, Folge 2

Achtung: Die folgende Beschreibung enthält Spoiler für diejenigen, die bei „Game of Thrones“ nicht auf dem aktuellsten Stand sind.

Es geschieht selten, dass eine Serie mich so packt, wie es „Game of Thrones“ mit der laufenden vierten Staffel nun wieder eindrucksvoll gelingt. Damit meine ich nicht, dass ich bisher keine spannenden Serien geguckt habe, bei welchen ich eine nächste Folge kaum erwarten konnte. Mitnichten! Jeder Cliffhanger von „Breaking Bad“ oder „Lost“ ließ mich innerlich verzweifeln. Nein, in Bezug auf „Game of Thrones“ geschieht dies vor allem körperlich. Jeder Muskel ist angespannt, mein Herz schlägt merklich schneller, der Adrenalinspiegel ist erhöht und ich bin nervös. Die letzten 15 Minuten der aktuellen Folge The Lion and the Rose haben all dies verstärkt hervorgerufen.

A toast, to the proud Lannister children. The dwarf, the cripple, and the mother of madness.

Es klingt wie eine großartige Ausgangslage für eine wunderbare Detektivgeschichte: eine Hochzeit, ein Mord und viele potenzielle Mörder. Motive gibt es an jeder Ecke. Und doch ist es weniger der Tod an sich, der meine Körperspannung in jener Folge bis ins Unermessliche steigerte. Es ist eines der besten Psycho-Spiele der Fernsehgeschichte. Und dieses geschieht ausgerechnet zwischen Onkel und Neffe. Aber was will man bei Joffrey Baratheon (Jack Gleeson) auch erwarten? Ein Aufschrei entfuhr nicht nur Mutter Cersei (Lena Headey), sondern der ganzen Zuschauerschaft. Was man gerade vor den Bildschirmen vernahm, war eigentlich grausam. Und doch stellt sich Erleichterung ein. Oder?

Doch war geschieht zuvor? Die zweite Folge von „Game of Thrones“-Staffel 4 komplettiert den Rundumschlag der erneuten Figurenetablierung, welcher in der ersten Folge Two Swords begann. Nun sehen wir auch Stannis Baratheon (Stephen Dillane), seinen treuen Gefährten Ser Davos (Liam Cunningham) und die dämonengebärende Melisandre (Carice van Houten) wieder. Diese Konstellation geht unmittelbar bei ihrem ersten Auftritt ihrem berühmt-berüchtigten Hobby der Unschuldigen-Verbrennung nach. Ihr wisst schon, dem Lord of Lights muss stets gehuldigt werden. Beim Thema um seine Tochter, welche aufgrund des vernarbten Gesichts im Kerker wohnen muss, zeigt sich Papa Stannis erstaunlich einfühlsam. Ein hoffnungsvoller Fleck in der doch so düsteren Welt des ehemaligen Königsbruders.

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