Game of Thrones: Review zu Staffel 4, Folge 3

Philipp Schleinig 8
Game of Thrones: Review zu Staffel 4, Folge 3

Achtung: Die folgende Beschreibung enthält Spoiler für diejenigen, die bei „Game of Thrones“ nicht auf dem aktuellsten Stand sind.

Trotz Schock war die Freude groß: Das dramatische Ende der zweiten Folge von „Game of Thrones“ brannte sich erstmals mit Bildern in die Gedanken des begeisterten Fans. Und mit eben jenem Anblick des schmerzverzerrten Gesichts des vergifteten und nun toten Königs Joffrey Baratheon (Jack Gleeson) beginnt auch die dritte Folge der vierten Staffel von „Game of Thrones“. Breaker of Chains, so der Titel, beginnt mit dem Knall, dem Gesicht und die Wirren der Purple Wedding. Doch ein Erlebnis sollte zugleich wieder beunruhigen, nur diesmal auf einer anderen Ebene, als es der Mord tat.

He was a drunk and a fool and I don’t trust drunk fools.

Doch kommen wir zu einem, vor allem für mich, freudigen Ereignis vorab: Lord Petyr Baelish (Aiden Gillen) kehrt nach seiner Abwesenheit von sechs Episoden zurück ins Geschehen. Noch können wir nicht ahnen, welche Fäden er bereits im Hintergrund wieder gezogen hat, doch die Rettung von Sansa (Sophie Turner) kommt nicht von ungefähr. In Baelishs Auftrag brachte der ehemalige Soldat und nun zum Hofnarr degradierte Ser Dontos Hollard (Tony Way) Sansa zur rechten Sekunde aus King’s Landing, ehe der Befehl Tywins (Charles Dance), alle Tore verriegeln zu lassen und Sansa zu finden, greifen konnte. Die Belohnung für Donto ist fürstlich: Ein Pfeil trifft ihn unterhalb des Auges und lässt ihn tot auf dem Meer zurück. Lord Baelish beweist in seinem 5-minütigen Auftritt eindrucksvoll, dass ihm nicht zu trauen ist.

Die wohl stärkste Szene gilt aber besagtem Tywin Lannister, der allein mit seiner Präsenz Unheil erzeugt. Während Cersei (Lena Headey) vor dem aufgebahrten Joffrey steht und trauert, gibt Tywin seinem Enkel Tommen (Dean-Charles Chapman), nun König von Westeros, Nachhilfe in Regierungsangelegenheiten. Der Dialog über Heiligkeit, Gerechtigkeit und Stärke zählt zu einem der stärksten der Episode Breaker of Chains. Dabei kommt es vor allem auf Weisheit an und Joffrey, so sagt der Opa dem Enkel, war kein weiser König. Worte, die der ebenso anwesenden Cersei sicherlich nicht bei der Trauerbewältigung helfen dürften. Doch es kommt noch schlimmer für die arme Mutter, für die ich zum ersten Mal so etwas wie Verständnis empfand.

Your brother was not a wise king. Your brother was not a good king. If he had been, he’d probably still be alive.

Das folgende Ereignis sollte nämlich die Meinung der Zuschauer scheiden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Neue Artikel von GIGA FILM

* Werbung