Game of Thrones: Spin-Off-Serien erscheinen nicht vor 2020

Thomas Kolkmann

„Game of Thrones“-Fans wissen bereits seit geraumer Zeit, dass die Serie mit der achten Staffel ein Ende finden soll. Ebenso lange halten sich aber auch die Gerüchte um mögliche Spin-Off-Serien aus George R. R. Martins Fantasy-Universum. Wie HBO nun offiziell bekanntgegeben hat, arbeite man aktuell sogar gleichzeitig an mehreren Ablegern zur weltweiten Erfolgsserie „Game of Thrones“ – vor 2020 müssen wir diese aber nicht im Fernsehen erwarten.

Game of Thrones: Spin-Off-Serien erscheinen nicht vor 2020
Bildquelle: HBO.

Spin-Off-Serien erscheinen nicht vor 2020

Wie Casey Bloys, President of HBO Programming, in einem Interview mit den Kollegen von TVLine ankündigte, wird keine der geplanten Spin-Off-Serien vor dem Jahr 2020 erscheinen. 2019 soll ganz allein der abschließenden Staffel von Game of Thrones gehören, erst danach ist Luft für Spin-Off-Serien, wie Bloys erklärt:

Sollten wir mit der Idee voranschreiten und einen Piloten und daraufhin eine Serie drehen, würde davon nichts auf HBO laufen, bis nicht mindestens ein Jahr nach dem Ende von Game of Thrones vergangen ist. Wir wollen, dass die letzte Staffel von Game of Thrones, die ganz klar ein besonderes Ereignis wird, auch für sich allein steht. Wir wollen sie nicht dafür missbrauchen, um eine neue Serie auf den Markt zu bringen. Wir wollen dort eine klare Trennung.

Bloys gibt erneut klar zu verstehen, dass wir in den Spin-Off-Serien keine altbekannten Figuren sehen werden, es werden höchstens „bekannte Blutlinien“ auftauchen.

Bilderstrecke starten
7 Bilder
Game of Thrones – Zusammenfassung Staffel 7 – Alle Folgen.

Game of Thrones auf Blu-ray & DVD bei Amazon *

George R.R. Martin gibt Details zu den 5(!) Spin-Offs bekannt

Autor der Buchvorlage zu „Game of Thrones“ George R.R. Martin hat in einem Blog-Eintrag einige Details zu den kürzlich angekündigten Spin-Offs zur Erfolgsserie von HBO gemacht.

Die wahrscheinlich größte Neuerung: Es sind nicht nur 4, sondern gleich 5 Spin-Offs in Planung. Dabei wollte Martin jedoch nicht verraten, wer der Schreiber für das weitere Spin-Off ist. Er sei jedoch ein „großartiger Typ und guter Schreiber“, der die Welt von Westeros liebe.

Darüber hinaus beendet Martin einige berühmte Fan-Hoffnungen. So wird sich keines der Spin-Offs mit der Rebellion von Robert Baratheon beschäftigen beziehungsweise ein direktes Prequel zur Serie sein. Der Kampf von Robert und Rob Stark gegen Daenerys Vater, den irren König, solle aber nicht zum Thema eines Spin-Offs gemacht werden. Martin erklärt:

Sobald ich mit dem Schreiben von ‚Ein Lied von Eis und Feuer‘ fertig bin, werdet ihr jedes wichtige Detail zu Roberts Rebellion wissen. Es wären somit keine Überraschungen oder Enthüllung in so einer Serie übrig, nur den Hergang der Konflikte, dessen Ausgang ihr bereits kennt.

Aus diesem und anderen Gründen, sollen alle Spin-Offs auch keine Charaktere enthalten, die man bereits aus „Game of Thrones“ kennt. Ebenso sollen die Serien nicht auf Martins Prequel-Novellen „Tales of Dunk and Egg“ basieren. Bisher hat er drei Novellen veröffentlicht, arbeitete aber noch an vielen weiteren und wie er selbst erklärt:

Wir alle wissen wie langsam ich bin und wie schnell so eine TV-Serie sich entwickeln kann. Ich möchte das nicht wiederholen, was mit Game of Thrones‚ selbst passiert ist […]

Alle fünf Serien sollen jedoch vor den Ereignissen von „Game of Thrones“ stattfinden und nicht zwingend im Königreich Westeros spielen. Ob es alle fünf Serien zur Produktion schaffen, weiß aber auch Martin selbst noch nicht.

Bilderstrecke starten
34 Bilder
Game of Thrones: 33 unglaubliche Spoiler aus Staffel 8.

„Game of Thrones“-Spin-Offs: Die Produzenten stehen schon fest

Schon in der Vergangenheit haben sich Buchautor George R. R. Martin sowie die Showrunner David Benioff und D. B. Weiss positiv zu möglichen Spin-Offs geäußert, nun hat auch der US-Sender HBO ein offizielles Statement abgelegt. Demnach seien bereits vier „Game of Thrones“-Spin-Offs in der Planung.

Was uns genau bevorsteht hat HBO zwar noch nicht geklärt, jedoch haben sie den Kollegen von E-Online bereits die Produzenten der vier Ableger-Serien genannt. So sollen Max Borenstein (Godzilla (2014), Kong: Skull Island), Jane Goldman (Kick-Ass, Kingsman: The Secret), Brian Helgeland (Legend, Ritter aus Leidenschaft) und Carly Wray (Mad Man, The Leftovers) jeweils an einem eigenen Spin-Off arbeiten.

Zu diesem Zeitpunkt stehen David Benioff und D.B. Weiss noch nicht mit den möglichen Serien in Verbindung. Sobald die Scripts jedoch in die Produktion gehen, sollen Weiss, Benioff sowie Martin als ausführende Produzenten für die Spin-Offs fungieren.

10 kuriose Fakten über Game of Thrones.

Im Juli 2016 äußerten sich die Showrunner von „Game of Thrones“ in einem ufc-Podcast über ein mögliches Spin-Off, deutlich haben sich die beiden Kreativen zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht geäußert. Ebenfalls ist schon länger bekannt, dass Buchautor und Schöpfer des „Game of Thrones“-Universums George R.R. Martin verschiedener Spin-Off-Ideen positiv und zuversichtlich gegenübersteht. Aufgrund des angesammelten Materials müsste er dafür nicht einmal zwingend etwas Neues schreiben.

Auch die HBO-Verantwortlichen wollen eigentlich so schnell kein Ende von der Erfolgsserie sehen. Sie hätten sogar nichts gegen eine neunte oder zehnte Staffel von „Game of Thrones“ einzuwenden. Die Entscheidung, die Serie nach der achten Staffel zu beenden, hat ja in erster Linie erzählerische beziehungsweise künstlerische Gründe. Die Spin-Offs waren somit schon länger nur eine Frage der Zeit.

Mögliches Material für ein Spin Off

Auch wenn HBO noch keine weiteren Details zu den Spin-Offs veröffentlicht hat, gibt es schon einiges an Material, worauf die Serien-Produzenten der Ableger zurückgreifen könnten. George R.R. Martin hat sich von allen Beteiligten bislang noch am ausführlichsten geäußert, was ihm als Spin Off vorschweben könnte:

  • Es muss keine ganze Prequel-Fernsehserie sein – denkbar wären für ihn auch in sich abgeschlossene TV-Spielfilme.
  • Mengen noch nicht verfilmten Materials aus der GoT-Welt findet sich in den Tales of Dunk and Egg, die 90 Jahre vor den Ereignissen in spielen. Sie bestehen aus drei Bänden: , und The Mystery Knight – auch als Gesamtausgabe unter dem Titel  bzw. zusammengefasst.
  • Martin äußerte, dass er es sinnvoll fände, jeden der Teile als zweistündigen Spielfilm zu bearbeiten. Die Rechte an diesen Novellen müsste HBO aber erst noch erwerben.
  • Außerdem kann Martin noch auf Ideen aus weiteren Novellen aus dem Game-of-Thrones-Universum zugreifen, wie beispielsweise .

Tatsache ist, dass hiermit auch nur ein Bruchteil der Möglichkeiten aufgezählt ist, denn Martin hat nicht nur eine komplexe Geschichte, sondern eine ganze Welt mit unzähligen interessanten Figuren und ihren Geschichten erschaffen. Den Stoff für ein Prequel bzw. Spin Off zu finden, ist nicht die Herausforderung, sondern vielmehr klug auszuwählen, womit man die Fans zuerst überraschen und begeistern möchte.

Bildquellen: HBO

Zu welchem Game of Thrones-Haus gehörst du? (Quiz)

Zu welchem adeligen Haus in der Welt von Game of Thrones gehört ihr? Stark, Baratheon, Lannister oder doch Targaryen? Mit diesem ausführlichen Quiz-Test könnt ihr es herausfinden.

Neue Artikel von GIGA FILM

  • Wie gut kennst du Lucifer (Staffel 1&2)?

    Wie gut kennst du Lucifer (Staffel 1&2)?

    In der US-Serie „Lucifer“ zieht Tom Ellis als der charmante Teufel die Zuschauer in seinen Bann. Im Laufe der Staffeln löst er mit Chloe Decker, Dämonin Mazikeen, Engel Amenadiel und seiner Psychiaterin Linda brisante Kriminalfälle. Doch weißt du wirklich alles über Chloes und Lucifers geheimnisvolle Geschichte?
    Christin Richter
  • Netflix: Keine Star-Wars-Filme beim Streaming-Dienst mehr?

    Netflix: Keine Star-Wars-Filme beim Streaming-Dienst mehr?

    Ein halbes Jahr war Netflix eine gute Anlaufstelle für Star-Wars-Fans. Seit Oktober 2017 gab es hier mit Ausnahme von „Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung“ alle Teile der klassischen Trilogie, der Prequel-Trilogie sowie den ersten Teil der neuen Trilogie „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ zu sehen. Nun ist damit aber erst einmal Schluss.
    Thomas Kolkmann
* gesponsorter Link