Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 2

Philipp Schleinig

Der große „Game of Thrones“-Schrecken bleibt noch aus und dennoch ist die zweite Folge der fünften Staffel, die den Titel „The House of Black and White“ trägt, nicht minder wichtig und nicht minder spannend. Die Zukunftsaussichten sind für die meisten Beteiligten, die wir alle diesmal zu Gesicht bekommen, nämlich weniger rosig.

Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 2
Bildquelle: © HBO/Sky.

Nach einem seichten Auftakt, in dem wir wieder an die Handlungsstränge der vierten Staffel herangeführt wurden, stehen in der zweiten Folge der fünften Staffel von „Game of Thrones“ viele Zeichen auf Eskalation. Davon ist in „The House of Black and White“ an sich noch nichts zu sehen, dafür umso mehr zu spüren.

Game of Thrones Staffel 5, Folge 2 Recap

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Purple Wedding aus der zweiten Folge von Staffel 4 konnte dramaturgisch nicht übertroffen werden. Aber nicht immer muss „Game of Thrones“ seine Stärke aus dem Unvorhersehbaren und den Charakter-Toden ziehen. In der aktuellen Folge ziehen sich die Handlungsstränge, die in der ersten Folge etabliert wurden, weiter hin. „Plätschern“ trifft es vielleicht ganz gut. Und dennoch bekommen wir einen ziemlich genauen Eindruck davon, wo am Ende der fünften Staffel von „Game of Thrones“ die Luft brennen wird.

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Das beginnt natürlich - wie kann es auch anders sein - in King’s Landing, wo Cersei (Lena Headey) erneut ihre Fähigkeit unter Beweis stellt, die Fäden richtig zu ziehen. So lädt sie ihrem Bruder/Göttergatten Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau) ein schlechtes Gewissen auf, nachdem aus Dorne ein Zeichen setzendes Präsent kam, und bringt ihn dazu in geheimer Mission in die südlichen Lande zu reisen, um ihre Tochter Myrcella (Nell Tiger Free) aus den Händen der Martells zu befreien. Gleichzeitig vergibt sie im Regierungshaus von King’s Landing die Positionen neu, kann damit aber nur einen so wirklich täuschen.

Dorne würde ich dagegen gerne einmal einen Besuch abstatten, denn die ersten offiziellen Eindrücke, die wir von Water Gardens erhalten, lassen auf ein Paradies schließen. Fragt sich nur, wie lange das noch so bleibt. Eine fuchsteufelswilde Elaria Sand (Indira Varma) will den Tod ihres geliebten Oberyn Martell (Pedro Pascal) rächen, wohingegen dessen Bruder und Herrscher über Dorne, Doran Martell (Alexander Siddig), zur Ruhe mahnt. Elaria deutet an, dass diese Einstellung Doran nicht mehr lange zum Prinzen machen wird, und verweist auf ein brennendes Paradies.

Von Löwen und Lämmern

Man werfe eine politische Entscheidung in den Raum und renne so schnell wie möglich weg: Diese Einstellung würde manchen Protagonisten aus „Game of Thrones“ wohl die Haut retten. Da das einfach gesagt, als getan ist, kommt es anders und unser geliebter Jon Snow (Kit Harrington) wird, nach einer doch beeindruckenden und belustigenden Rede von Sam (John Bradley), zum Lord Commander der Night’s Watch. Zwar stärkt das seine Position in den eigenen Reihen, macht ihn aber zum Feind der Wildlings und zum Dorn im Auge von Stannis Baratheon (Stephen Dillane).

Ebenso hat auch Daenerys (Emilia Clarke) in ihren Entscheidungen, was das Volk in Meereen anbelangt, wieder einmal kein Glück. Nach einem anfänglichen Erfolg, der zur Ergreifung eines Sons of the Harpy führt, kommt die Ernüchterung: Der ehemalige Sklave Mossador (Reece Noi), der nun Daenerys Beraterstab angehört, statuiert ein Exempel und lässt den Gefangenen mit einer Botschaft tot in Meereen auf…spießen. Daenerys, stets um ihre Vorbildfunktion besorgt, sorgt wiederum bei einer öffentlichen Hinrichtung dafür, dass Mossador dafür einen Kopf kürzer gemacht wird. Die Masse, die überwiegend aus ehemaligen Sklaven besteht, reagiert nicht wohlgesonnen.

Da kann Daenerys nur froh sein, dass es zum Ende der Folge eine Annäherung gibt, wobei ich die ganze Zeit befürchtete, dass der zurückgekehrte Sohn - natürlich ein Drache - der Mutter die Hand abbeißt.

Game of Thrones Staffel 5 - Trailer Englisch.

The House of Black and White

Während in der ersten Folge der dahingeschiedene Mance Rayder (Ciarán Hinds) für den Episoden-Titel sorgte, als er die „Wars to Come“ andeutete, wurde in der zweiten Staffel recht schnell offensichtlich, was es mit dem House of Black and White auf sich hat. Arya Stark (Maisie Williams) betritt die „Game of Thrones Staffel 5“-Bühne, als sie in Braavos ankommt und vor einem beachtlichen, robusten Bauwerk landet, welches eine schwarze und eine weiße Tür aufweist.

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Während sicher einige von euch das Auftauchen von Arya sehr begrüßten, freute sich diese über die plötzliche und wandelnde Erscheinung des Jaqen H’ghar (Tom Wlaschiha). Dieser erfreut sich in „Game of Thrones“-Kreisen tatsächlich nicht minderer Beliebtheit und so kann auch ich es nur begrüßen, dass mit dem deutschen Schauspieler Tom Wlaschiha derselbe Darsteller wieder eingesetzt wurde. (Dass dies ja bekanntlich nicht immer der Fall sein muss, bewies nicht zuletzt The Mountain oder etwa Daenerys Berater Daario (Michiel Huisman).)

Die Frage, ob das Black and White nicht auch auf Brienne (Gwendoline Christie) und Sansa (Sophie Turner) anwendbar ist, stellt sich bei der Betrachtung des Handlungsstrangs, der die Stark-Tochter endlich in die Nähe ihrer angedachten Beschützerin bringt. Während Sansa sich seit Littlefingers (Aidan Gillen) Einfluss einen etwas düsteren Ton angeeignet hat, strahlt Brienne - sei es beim Reiten oder bei der Auseinandersetzung mit Littlefingers Söldnern. Dumm nur, dass Podrick (Daniel Portman) sich nicht immer ganz so geschickt anstellt und den Auftritt seiner Ritterin schmälert.

Fazit

Die Spannungskurve der fünften Staffel von „Game of Thrones“ steigt weiter an. Oder, um es mit anderen Worten auszudrücken: Die Gewitterwolken brauen sich am Westeros-Himmel zusammen und es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis sich der Sturm entlädt. Wo es beginnen wird und welcher Blitz zuerst auszuckt, erfahren wir vielleicht schon in der nächsten Folge: „High Sparrow„.

 

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