Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 3

Philipp Schleinig 1

Die Spannungskurve der fünften Staffel von „Game of Thrones“ steigt weiter an. Auch in der dritten Folge wurden Schicksale verknüpft und Konfrontationen angedeutet, die möglicherweise für einige Beteiligten bitter enden werden. Mehr dazu in unserem Recap zu „High Sparrow“ - Folge 3 von Game of Thrones - Staffel 5

Staffel 5 von „Game of Thrones“ schlägt einen Weg ein, wie es zuvor Staffel 1 bis 3 getan haben. Die dramaturgische Kurve steigt und wird – sehr wahrscheinlich – in einem fatalen Schicksalsschlag münden. Andeutungen gab es diesbezüglich in der dritten Folge, die den Titel „High Sparrow“ trägt, reichlich.

Game of Thrones Staffel 5, Folge 3 Recap

Die neuste Folge „Game of Thrones“ beginnt quasi fast da, wo „The House of Black and White“ endete. Arya (Maisie Williams) hat nun nämlich Zugang zu jenem Haus erhalten und wartet nur darauf, von Jaqen H’ghar (Tom Wlaschiha) zu einem Faceless Man ausgebildet zu werden. Dieser verweigert ihr allerdings die ersten Lehrstunden, da sie noch zu sehr sie selbst ist. Und so kommt es zu einer provoziert gefühlvolleren Szene, in welcher Arya ihre Sachen ins Meer wirft und lediglich beim Schwert stoppt, welches sie einst von ihrem Bruder Jon Snow (Kit Harrington) erhalten hat. Die emotionale Bindung zum Zuschauer gelingt allerdings nur mäßig.

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Währenddessen obliegt es eben jenem Jon Snow, sich in seiner neuen Rolle als Lord Commander der Night’s Watch zu beweisen. Abermals lehnt er das Angebot von Stannis Baratheon (Stephen Dillane) ab, mit ihm gegen Winterfell zu reiten und zum King of the North ernannt zu werden. Ein Gespräch mit Stannis rechter (oder linker?) Hand, Davos (Liam Cunningham), scheint Jon Snow aber erneut in einen Zwiespalt gleiten zu lassen. Eine Entscheidung diesbezüglich wird aufgeschoben, denn der Lord Commander muss sich in seiner Rolle beweisen. Es ist der glatzköpfige Janos Slynt (Dominic Carter), treuer Anhänger des nicht-gewählten Alliser Thornes (Owen Teale), der sein Wort gegen Jon Snow richtet und dafür mit dem Leben zahlt. Ein anerkennendes Nicken von Stannis gibt es dafür zur Belohnung.

Zwei Hochzeiten und (noch) kein Todesfall

Eine Hochzeit im „Game of Thrones“-Universum ist immer eine schlechte Idee, erinnern wir uns nur einmal an die Red und Purple Wedding. In dieser dritten Folge finden tatsächlich Festlichkeiten statt, die zur Verwunderung auch gut ausgehen und König Tommen (Dean-Charles Chapman) der Jungfräulichkeit berauben. Dass er von seiner Angetrauten, Queen Margaery (Natalie Dormer), nicht genug bekommen kann, ist für den ein oder anderen Zuschauer in diesem Fall sogar verständlich. Es ist allerdings das Machtspiel, welches sich zwischen Queen Mom Cersei Lannister (Lena Headey) und Margaery entspinnt, das für Aufsehen sorgt.

Nicht nur bemerken wir in einer eindringlichen Szene, dass das Volk von King’s Landing Margaery liebt, sondern bekommen beide Kontrahentinnen auch im direkten Wettstreit zu sehen. Margaery weiß ihren neuen Ehemann geschickt einzusetzen, um Cersei in ihrer Macht wanken zu lassen und scheint damit voll ins Schwarze zu treffen. Allerdings hat „Game of Thrones“ mehrfach gezeigt, dass ein wütender Lannister ein schlechter Lannister ist. Doch auch die Tyrells sind nicht zu unterschätzen und so bleibt die Frage, wer zuerst die (richtigen oder falschen) Entscheidungen treffen wird.

Nicht minder beängstigend ist jene Szenerie, die sich dort in Winterfell abspielt und uns erstmals in Staffel 5 auch die Boltons wieder zeigt. Dass Stark-Verräter Roose Bolton (Michael McElhatton) seinem Sohn Ramsay (Iwan Rheon) eine Lektion in Verhandlung gibt, während Theon (Alfie Allen) weiterhin apathisch als Diener fungiert, ist ein netter Einblick in die „Game of Thrones“-Politik. Den Paukenschlag löst dagegen die Verkündung aus, die Lord Baelish (Aidan Gillen) für Sansa (Sophie Turner) in petto hat. Um ihre Macht zu stärken und irgendwann einmal konkrete Rachepläne umsetzen zu können, soll sie sich mit Ramsay Bolton verheiraten. In Angesicht zu Angesicht steht sie kurz darauf der Bolton-Familie – und damit den Mördern ihrer Mutter und ihres Bruders – gegenüber und löste bei mir die Schnappatmung aus.

Zug für Zug

Die Schachfiguren werden in der fünften Staffel von „Game of Thrones“ weiter positioniert, um zum großen Finale möglichst schmerzlich zuzuschlagen. So scheint Cersei mit der Begegnung mit dem High Sparrow (Jonathan Pryce) – ein Priester und seine Gefolgschaft, die sich um die Armen und Bedürftigen kümmern – eine neue Möglichkeit gefunden zu haben, um ihre alte Macht zu stärken und Margaery vielleicht doch eins auszuwischen. Zudem befinden sich auch Brienne (Gwendoline Christie) und Podrick (Daniel Portman) weiterhin auf Littlefingers Fersen und verstärken ihre Bande, die in der Ankündigung, Podrick zum Ritter auszubilden, mündet.

Es ist aber der Handlungsstrang um Tyrion (Peter Dinklage) und Lord Varys (Conleth Hill), dem endlich ein entscheidendes Detail hinzugefügt wird. Bisher sahen wir beide auf der Reise nach Volantis, von wo aus sie nach Meereen und damit zu Daenerys (Emilia Clarke) gelangen wollen. Bis auf ein paar schlagfertige Wortgefechte war bis dato nicht viel zu hören und zu sehen. In „High Sparrow“ befreit sich Tyrion aber aus seiner kleinen Kutsche und geht, mit Varys im Schlepptau, in Volantis auf Erkundungstour. Dabei trifft er nicht nur auf eine Priesterin, die Daenerys als Erlöserin aller Sklaven ansieht und ihn am Ende in der Masse bedeutungsvoll erblickt, sondern auch auf eine „Game of Thrones“-Figur, die wir seit einiger Zeit vermissen.

Es ist Ser Jorah Mormont (Iain Glen), der für einen kräftigen „AH!“-Moment sorgt, als wir ihn plötzlich in einem Bordell erblicken, in welchem Tyrion nach Ablenkung sucht. Doch es kommt noch besser – oder soll ich sagen, schlimmer? – als Ser Jorah Tyrion beim Pinkeln gefangen nimmt, um ihn „der Königin“ auszuliefern. Es ist nicht ganz klar, wen er damit genau meint. So könnte er den Lannister-Sohn zu Daenerys bringen, um deren Vertrauen wiederzuerlangen oder aber direkt zu Cersei gehen, um das Kopfgeld einzustreichen. Warten wir mal ab…

Game of Thrones Staffel 5 - Trailer Englisch.

Fazit

Ich nehme mal an, dass auch die nächsten zwei, drei Folgen nach demselben Schema ablaufen werden, um jede Schachfigur an der richtigen Position zu haben, ehe das Chaos hereinbricht. Bisher zeigte sich, dass besonders die achte und neunte Folge einer „Game of Thrones“-Staffel für Furore sorgte. Drückt also eurem Serien-Liebling die Daumen, dass er die „Wars to Come“ ja überlebt.

 

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