Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 4

Philipp Schleinig 5

Nach drei Folgen von „Game of Thrones“ Staffel 5 wissen wir, dass sich die Dinge ziemlich schlecht entwickeln können. Die vierte Folge bestätigt diese Mutmaßung und setzt die ersten Dinge in Gange, die „Game of Thrones“ wieder zu der Serie machen, die sie ist. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Recap zu „The Sons of the Harpy“.

Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 4
Bildquelle: © HBO/Sky.

Game of Thrones Staffel 5, Folge 4 Review

Mit einem freudigen „Endlich!“ begrüßte ich die Einstellung, die die im Vorfeld so heiß gehandelten Sandschlangen erstmals in den Mittelpunkt der fünften Staffel von „Game of Thrones“ setzte. Schon in der Vorberichterstattung lernten wir Obara (Keisha Castle-Hughes), Nymeria (Jessica Henwick) und Tyene (Rosabell Laurenti Sellers), Töchter des getöteten Oberyn Martell (Pedro Pascal), kennen. Nun durften wir die Sandschlangen kurz einmal in Aktion erleben und sie mit ihren Lieblingswaffen hantieren sehen. Dazu ein Racheschwur gegen die Lannisters und schon flog der Speer in den Kopf eines Opfers.

Mehr Material gab diese Sequenz auch nicht her, doch war sie von entscheidender Bedeutung, wurde doch offenbart, dass die Martells bereits über die Ankunft von Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau) in Dorne informiert sind. Dass sich das äußerst schlecht für besagten Lannister und dessen Begleitung, Bronn (Jerome Flynn), auswirken wird, dürfte klar sein. Dennoch ist es eine wahre Freude, beide Reisende als dynamisches Duo zu sehen, immerhin bewies Bronn schon mehrfach, dass er ein geselliger Zeitgenosse ist. Ihren ersten Kampf auf Dorne absolvieren sie dann auch noch mit mehr oder weniger Bravour.

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Game of Thrones: Die besten Momente aus Westeros & Co.

Königliche Selektion

In „High Sparrow“ kam es zum ersten Schlagabtausch zwischen der frischgekrönten Queen Margaery (Natalie Dormer) und der Queen Mum Cersei (Lena Headey), der eindeutig zugunsten von Margaery Tyrell entschieden wurde. Das hat auch Cersei gemerkt, sodass sie in „The Sons of the Harpy“ nun zum Gegenschlag ausholte. Und was für einer! Sie erlaubt dem High Sparrow (Jonathan Pryce) eine eigene militärische Gruppierung, die Faith Miliant, aufzustellen, die Jagd auf die Sünder in King’s Landing macht. Dabei wird nicht nur Lord Baelishs (Aidan Gillen) Bordell in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch Margaerys Bruder Loras (Finn Jones), der ja bekanntlich auf Männer steht, inhaftiert.

Das macht die Königin fuchsteufelswild und so wird der arme Tommen (Dean-Charles Chapman) in den Schlagabtausch der beiden Damen hineingezogen. Dieser soll nämlich für die Freilassung von Loras sorgen, scheitert aber trotz schwerster Bewachung an den militanten Gefolgsleuten des High Sparrow. Ausgleich! Damit holt Cersei im Kampf um die Krone wieder auf und schickt gleichzeitig noch Margaerys Vater, den Master of Coin, auf eine ungewisse Reise, auf der der Kingsquard Meryn Trant (Ian Beattie) sicher keine Unterstützung sein wird. Margaery wendet sich nun an Großmutter Olenna Tyrell (Diana Rigg), die über die Entwicklung in King’s Landing sicher nicht amüsiert sein wird.

Apropos Cersei: Littlefinger macht sich nach einiger Abwesenheit nun zurück auf den Weg nach King’s Landing, denn die Queen Mum verlangt nach ihm. Welche Absichten diese mit Lord Baelish pflegt, bleibt abzuwarten. Doch das bedeutet auch gleichzeitig, dass Sansa Stark (Sophie Turner) nun allein den Boltons überlassen wird. In einem bedeutenden Abschiedsgespräch (inklusive Küsschen) erzählt ihr Littlefinger noch etwas über ihre Tante Lyanna Stark und heizt damit die Spekulationen um die wahre Abstammung von Jon Snow (Kit Harrington) noch etwas an, wird doch gemutmaßt, dass Jon Snow der Sohn von Rhaegar Targaryen ist und somit ebenfalls Anspruch auf den Thron hätte.

The Sons of the Harpy

Jon Snow hat aber an der Mauer bisweilen andere Probleme, müssen doch Nachwuchskräfte für die Watchers on the Wall rekrutiert werden. Zudem scheint Melisandre (Carice van Houten) ein Auge auf den Lord Commander geworfen zu haben und präsentiert ihm nackte Tatsachen. Doch es kommt zu einem Gefühlsbekenntnis gegenüber der toten Ygritte (Rose Leslie), welches Melisandre mit dem Satz „You know nothing, Jon Snow“ in einen atemraubenden Moment verwandelt. Böse! Dagegen zeigt sich Stannis Baratheon (Stephen Dillane) von einer sehr menschlichen und damit bisher unbekannten Seite, als er seiner Tochter die Frage beantwortet, ob er sich jemals für sie geschämt hat. Herzerwärmend!

In Meereen spitzt sich die Lage in der vierten Folge der fünften Staffel von „Game of Thrones“ derweil so zu, dass es zu Handlungen kommt, die ich nur mit einem Aufschrei quittieren konnte. Es beginnt noch fast gefühlvoll, als Ser Barristan (Ian McElhinney) der gestressten Daenerys (Emilia Clarke) mit alten Geschichten ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Doch die soziale Situation in Meereen ist angespannt: Die Sklaven sinnen auf Rache und die ehemals Reichen der Stadt wollen sich der neuen Situation nicht beugen. Und wieder begegnen wir den Sons of the Harpy, die diesmal zum Rundumschlag ausholen.

Ausgerechnet der sich zu einem Fan-Liebling entwickelnde Grey Worm (Jacob Anderson) gerät mit seiner Einheit in einen Hinterhalt und muss ums Überleben kämpfen. Als wäre das nicht schon anspannend genug, schaltet sich im letzten Moment auch noch Ser Barristan ein, um gemeinsam mit dem übriggebliebenen Grey Worm die sich in der Überzahl befindlichen Sons of the Harpy auszuschalten. Der Kampf der beiden gerät zum Drahtseilakt für den Zuschauer, erwartet man in jeder Sekunde doch das Unausweichliche. Und es geschieht sogar beinahe. Am Ende liegen beide schwerverletzt am Boden und ihr Schicksal wird für die nächste Folge aufgehoben.

Game of Thrones Staffel 5 - Trailer 2 Englisch.

Fazit

Dramaturgie, Spannung, Epik: Die fünfte Staffel von „Game of Thrones“ kommt endlich ins Rollen! Doch das bedeutet zeitgleich, dass einige geliebte Charaktere in den nächsten Folgen wahrscheinlich in größte Lebensgefahr kommen werden. Für Zuschauer mit schwachen Herzen wird „Game of Thrones“ nun wieder schwierig.

Zu welchem Game of Thrones-Haus gehörst du? (Quiz)

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