Game of Thrones Staffel 5 Recap: Review zu Folge 5

Philipp Schleinig 1

Nach dem intensiven Ende der vierten Folge von „Game of Thrones“-Staffel 5 geht es in der neuen Episode „Kill the Boy“ nicht minder beeindruckend weiter. Diesmal bleibt der Schrecken aber zum größten Teil auf der psychischen Ebene. Warum? Das erfahrt ihr in unserer Review zu Folge 5.

Game of Thrones Staffel 5, Folge 5 Review

In „The Sons of the Harpy“ kam es zum ersten Mal in der fünften Staffel von „Game of Thrones“ zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, die dem Zuschauer ans Herz gegangen sein dürfte, wehrten sich doch Grey Worm (Jacob Anderson) und Ser Barristan Selmy (Ian McElhinney) gegen eine Überzahl an jenen Harpy-Söhnen und mussten dabei ordentlich einstecken. Daenerys (Emilia Clarke) steht nun vor dem Leichnam eines Beteiligten und ist in Rage. Dass man dies trotz versteinerter Mimik merkt, ist Clarkes Schauspiel zu verdanken. Doch Daenerys tobt, lässt kurzerhand die Oberhäupter der Adelsfamilien aus Meereen zusammenbringen und stellt sie ihren Drachen vor.

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Eine Szene, in der es mir den Atem verschlug, konnte ich doch kaum glauben, ob sie wirklich das vorhatte, wonach es aussah. Nun, zumindest ein Oberhaupt wird von den zwei verbliebenen Drachen kurzerhand geröstet und geteilt. Ein Bild, was sich nur mit einem Ausruf kommentieren ließ. Auch wenn sie die anderen Anführer schließlich verschonte, war klar, dass die Anzahl der Verbündeten für Daenerys arg geschrumpft ist. Eben an dieser Stelle bewies Daenerys einmal mehr, dass ihre taktischen Fähigkeiten nicht zu unterschätzen sind. Kurzerhand verkündet sie dem ebenfalls überraschten Adelsmann Hizdahr zo Loraq (Joel Fry) die Hochzeit, um den Frieden in Meereen wiederherzustellen. Hochzeiten, liebe Daenerys, sind in „Game of Thrones“ aber nie, einfach nie, eine gute Idee!

The Westeros Psycho

Der Pokal für den erschreckendsten Part in „Kill the Boy“ geht einmal mehr an Ramsay Bolton, dessen Darsteller Iwan Rheon an dieser Stelle wieder gelobt werden muss. Lediglich im Schauspiel so viel Ekel, Abneigung, aber auch Angst zu verbreiten, will schon gekonnt sein. Jack Gleeson gelang dies einst als König Joffrey, doch Ramsay Bolton legt noch einmal eine Schippe drauf. Und so ist eben jenes Dinner im engsten Kreis der Familie, sprich Vater Roose (Michael McElhatton), dessen Frau und Ramsays Zukünftige Sansa (Sophie Turner), ein Drahtseilakt der Gefühle. Ich persönlich war während dieser Szene sehr angespannt, rechnet man bei den Boltons (und in „Game of Thrones“) mit allem.

Dieses Gefühl wurde nicht gerade entkräftet, als Reek alias Theon (Alfie Allen) den Raum betritt und Wein servierte. Einige Szenen zuvor traf Sansa erstmals nach der Trennung in Staffel 1 wieder auf Theon und musste angesichts seiner gebrochenen Persönlichkeit ordentlich schlucken. Ramsay nutzt jenes Gefühl, welches ihm sichtlich nicht entgangen ist, schamlos aus, stellt Theon Sansa bei deren kommender Hochzeit an die Seite und genießt sein Machtspiel. Lediglich Vater Roose weiß seinen Sohn in die Schranken zu weisen, verkündet er doch einen weiteren Winterfell-Thronanwärter. Doch Zeit für Zwietracht bleibt keine, macht sich doch Stannis (Stephen Dillane) in „Kill the Boy“ auf nach Winterfell.

Bewegende Heere

Die Zeit der stehenden Heere ist vorbei. Stannis kann sich nicht länger in Winterfell aufhalten, rechnet er doch mit allerlei Hinterhältigkeit seitens der Boltons. Zudem könnte eine mögliche Verstärkung seitens der Wildlings noch etwas dauern. Zwar gelingt Jon Snow (Kit Harrington) im Gespräch mit Tormund (Kristofer Hivju) ein kleiner Erfolg, als er diesen um die mögliche Unterstützung der Wildlings an der Mauer befragt, doch könnte eben jenes Unterfangen ihm in den eigenen Reihen das Genick brechen. Selbst die treusten Männer der Night’s Watch, die Jon Snow folgen, sind von der Idee nicht begeistert, immerhin gilt es Frieden mit Menschen zu schließen, die ganze Familien ausgelöscht haben.

Während dieser Sequenz kommt es zudem zu einer wohl wegweisenden Begegnung, als Sam (John Bradley) in der Bibliothek auf Stannis trifft. Dieser ermutigt den treuen Sam, weitere Informationen zu den White Walkern zusammenzusuchen, da alles wichtig sein könnte. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, schaut man einmal auf den einbrechenden Winter und die Bedrohung nördlich der Mauer. Wir wissen zwar nicht, was die White Walker derzeit tun, doch die Heere in Westeros machen ihre Züge und es bleibt abzuwarten, wer etwa in Winterfell den Sieg davonträgt.

Auf den ersten Blick schien es so, als würde auch die fünfte Folge von „Game of Thrones“-Staffel 5 wieder mit dem eigentlich bisher ruhigsten Erzählstrang enden. Tyrion (Peter Dinklage) befindet sich immer noch in der Obhut von Ser Jorah (Iain Glen) und beide setzen ihren Weg nach Meereen fort. Doch ihr Weg durch die eindrucksvolle Geisterstadt Valyria weist plötzlich eine enorme Zuspitzung auf, als das Duo den Stone Men begegnet, die kurzerhand den Angriff eröffnen. Nicht nur ist Tyrion ohne Schwert wehrlos, auch dürfen sie mit den Stone Men nicht in Kontakt treten, bricht doch ansonsten die gefürchtete Krankheit Greyscale aus, die die Stone Men zu dem macht, was sie sind. Nach einem Aufatmen scheint der dramaturgische Höhepunkt vorüber. Doch die letzte Einstellung lässt Böses vermuten.

Fazit

Seit der vierten Folge ist die große Anspannung in „Game of Thrones“ wieder da. Erst physisch, jetzt psychisch. Doch dafür ist die Serie beliebt und es darf ruhig so weiter gehen.

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Philipp Schleinig
Philipp Schleinig, GIGA-Experte.

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