Girlboss: Netflix cancelt Staffel 2 – Aus für die Selfmade-Millionärinnen-Serie

Thomas Kolkmann

Girlboss“ erzählt die der Biografie nachempfundene Geschichte von Selfmade-Millionärin Sophia Amoruso, die vom eBay-Verkäufer zur Mode-Unternehmerin wurde. Doch die erste Staffel von „Girlboss“ erzählt längst nicht die ganze Geschichte, die Amoruso in ihrer gleichnamigen Autobiografie niedergeschrieben hat und dazu gibt es auch genug neuen Stoff im Leben der „Nasty Gal“-Gründerin, der wunderbare Geschichten für Staffel 2 der Serien-Adaption hergeben würde.

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Girlboss – Offizieller Trailer (Netflix).

Update 03. Juli 2017

Netflix beendet Girlboss nach erster Staffel

So viele Geschichten das Leben von Sophia Amoruso auch noch hergegeben hätte und so sehr das Team und besonders Showrunnerin Kay Cannon diese auch erzählt hätten – Netflix hat die Serie Girlboss nach der ersten Staffel gestrichen.

Sophia Amoruso gab via Instagram bekannt, dass die Serie des Video-on-Demand-Dienstes nun gecancelt wurde und es dementsprechend keine zweite Staffel mehr von Girlboss geben wird. Netflix hat in den vergangenen Jahren viele Serien-Experimente gestartet, jedoch wurde nur die wenigsten nach nur einer Staffel beendet, wenn sie nicht die gewünschte Aufmerksamkeit generieren konnten. Wie die Kollegen von Variety berichten, ist Amoruso zwar traurig, aber auch irgendwo froh, nicht mehr als eine Art Karikatur ihrer selbst herumlaufen zu müssen:

Die Netflix-Serie über mein Leben wurde gecancelt. […] Auch wenn ich stolz auf unsere Arbeit bin, freue ich mich meine eigene Geschichte wieder in der Hand zu haben. Es war eine gute Serie und ich hatte das Glück mit unglaublich talentierten Leuten zusammenzuarbeiten, aber das Leben als Karikatur war schwer, auch wenn es nur für zwei Monate war.

Girlboss ist jedoch nicht die erste Serie die von Netflix bereits nach der ersten Staffel eingestellt wurde: Diese „Ehre“ hatte die unglaublich teure Musical-Dramaserie „The Get Down“, die nach den ersten 11 Episoden nicht mehr fortgeführt wurde.

Ursprünglicher Artikel

Seit dem 21. April 2017 ist die erste Staffel von „Girlboss“ exklusiv auf dem Video-on-Demand-Dienst Netflix abrufbar. Bisher hat sich Netflix offiziell noch nicht zu den Plänen einer zweiten Staffel geäußert, es gibt jedoch einige Hinweise, dass die Serie nicht gleich nach der ersten Staffel enden wird.

Girlboss – Wird es eine zweite Staffel geben?

Als „Netflix Original“ hat die Serie vom Start aus gute Chancen fortgesetzt zu werden, da der Streaming-Anbieter dafür bekannt ist, Serien nicht nach der ersten Staffel abzusetzen. Dazu erzählen die 13 Episoden der ersten Staffel noch längst nicht die ganze Geschichte der Autobiografie, die als Vorlage dient.

Darüber hinaus gab es auch abseits der Autobiografie von 2014 spannende Entwicklungen um Sophia Amoruso und ihrem Unternehmen in der echten Welt, die ganz hervorragend als Vorlage für weitere Geschichten der Serie dienen könnten. So ist die Selfmade-Millionärin Anfang 2015 von ihrer Position als CEO von „Nasty Gal“ abgetreten und das Unternehmen musste im November 2016 Konkurs anmelden.

Showrunnerin Kay Cannon äußerst sich über die Zukunft der Serie

In einem Interview mit den Kollegen von The Hollywood Reporter, hat sich Showrunnerin Kay Cannon (Pitch Perfect 1–3, 30 Rock) ebenfalls über die Zukunft der Serie ausgelassen.

[…] Sophia hat mich am nächsten Tag, nachdem Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde, angerufen und mir erzählt, dass ‚Nasty Gal‘ Konkurs anmelden musste. Da wir kein Märchen erzählen, habe ich mir gedacht, dass das eine großartige Story ist. Da ist auf der einen Seite dieser Typ, der zwar immer wieder scheitert, dabei aber auch noch aufsteigt, während wir ein weiblich angetriebenes Unternehmen haben […] mit Sophia als Mentorin, die Frauen rät Risiken einzugehen und dafür kritisiert wurde. Wir haben einen Präsident, unter dem die Reproduktiven Rechte der Frauen in Frage stehen und wir Millionen Schritte zurückgegangen sind und gleichzeitig gerät dieses Unternehmen in den Bankrott. Das ist eine großartige Geschichte. Ich hoffe, dass Netflix uns diese erzählen lässt und das wir genug Staffeln bekommen, um das auch zu tun.

Auf die Frage, was die Story von Sophia in einer möglichen zweiten Staffel angeht, erklärt Cannon:

Wir würden mehr von ihrem Aufstieg sehen. Es ist noch unklar, ob sie nach L.A. ziehen wird oder nicht, aber wir werden einige der Hürden zu sehen bekommen, wenn man plötzlich der Chef von anderen Menschen ist. […] Eine große Schwäche von Sophia ist, dass sie keine wirklichen Unternehmens-Manager hat, sie sind alle Freunde und Freunde können möglicherweise schnell Vorteile daraus ziehen, dass ihre junge Chefin gleichzeitig auch ihre Freundin ist. Das werden wir alles beleuchten.

Bildquellen: Netflix

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