GODZILLA - Kritik

Philipp Schleinig 8

"GODZILLA" | Trailer & Kritik Review Deutsch German Bryan Cranston 2014 [HD].

Und hier folgt die Text-Kritik zu „Godzilla“

„Godzilla“ gilt als eines der Kinohighlights des Jahres 2014 und wird von Fans wie von Godzilla-Neulingen sehnsüchtig erwartet. Wir konnten den Film schon vorab sehen und verraten euch in einer Spoiler-freien Kritik, wie der Film denn nun ausfällt.

"GODZILLA" | Trailer & Kritik Review Deutsch German Bryan Cranston 2014 [HD].
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Hear me roar“ – So tönt es bei Katy Perry und so verziert es das Banner der Lannisters in „Game of Thrones“. Doch auch das legendäre Leinwand-Monster Godzilla kündigt seinen Auftritt so in etwa an. Es ist das markerschütternde Gebrüll, welches seit 1998 und Roland Emmerichs Version von „Godzilla“ nicht mehr in den deutschen Kinos vernommen worden ist. Doch die Zeiten haben sich geändert und dank Regisseur Gareth Edwards steht ein neuer „Godzilla“-Film ins Haus - und das auch noch in 3D. Das japanische Monster zieht seit jeher unzählige Fans in den Bann.

Die Geschichte von Godzilla begann 1954 – ein Datum, welches auch der aktuelle Film zur verkürzten Erklärung aufgreift – und ist nach insgesamt 28 Filmen nun bei Edwards Version von „Godzilla“ angekommen. Viel hat sich getan, doch die Faszination ist dieselbe: Ein gigantisches Wesen, welches nahezu unbesiegbar ist, walzt sich durch Städte und hinterlässt ein pures Chaos. Wer sieht sich solche Bilder eben nicht gerne auf der Leinwand an? Für solche Geschichten ist das Kino unter anderem geschaffen worden.

Und „Godzilla“ trifft noch einen weiteren Nerv: Er vereint die Schaulust von Katastrophenfilmen mit der fantasievollen Vorstellung riesiger Monster, die der Welt das Fürchten lernen. Eben damit wartet der Film auch nun auf. Zwar dauert es einige Zeit, bis das Monster in seinen Auswüchsen die Szenerie betritt, doch seine Aura ist von Beginn des Films an spürbar. Sein Ausmaß wird in eindrucksvollen Bildern von zerstörten Landschaftsnischen und überdimensionalen Skeletten angedeutet. Zu jener Zeit schlägt jedes Filmfan-Herz höher: Wie muss das Wesen wohl wirken, wenn es eine solche Spur der Verwüstung hinterlässt?

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Der erste Auftritt von Godzilla fällt nicht minder bemerkenswert imposant aus. Der Film macht mit Vergleichsobjekten, wie Hochhäusern, Flugzeugträgern und anderen Konstruktionen, immer wieder klar, mit welchem gigantischen Wesen wir es zu tun bekommen. Da stockt einem auch mal schnell der Atem, wenn sich plötzlich der Fuß von Godzilla ins Bild drängt, nur um uns im Ansatz erahnen zu lassen, was sich da eigentlich gerade über unseren Köpfen befindet. Daneben werden die Bilder mit einer Handlung unterlegt, die sich vor allem auf die Geschichte des Sprengstoffexperten Lieutenant Brody (Aaron Taylor-Johnson) konzentriert. Das überrascht dann doch ein wenig, denn es verschiebt sich der Fokus vom erwarteten Monsterkampf auf das Einzelschicksal. Zudem werden auch die anderen Charaktere, die mit Schauspielern wie Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Juliette Binoche und Ken Watanabe namhaft besetzt sind, eher unter der Hand verhandelt, als dass sie wirklich handlungsprägend sind.

Während die erste Hälfte des Films noch von der Spannung des Monsters getragen wird, verliert sich dieses Element in der zweiten Hälfte etwas, zu sehr dominieren Story-Elemente rund um die Persona Brody. Doch es ist die eben dieser Part des Films, welcher sich noch am meisten vor dem Wesen Godzilla und vor seiner Geschichte verneigt. Regisseur Gareth Edwars hat hierbei nicht lieblos eine neue Grundlage geschaffen, sondern sich fleißig der japanischen (fiktiven) Mythologie bedient. Leider – und das ist wohl der größte Makel in „Godzilla“ – werden die japanischen Traditionen mit Hollywood-geprüften Erzählelementen aufgeladen, die dem Film in diesen Momenten einen merkwürdigen Beigeschmack geben.

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Fazit

Nichtsdestotrotz darf der Leinwandauftritt von „Godzilla“ im 21. Jahrhundert als absolut gelungen betrachtet werden. Das Wesen feiert ein außerordentliches Comeback, darf zeigen, wozu es in der Lage ist und verursacht bei so manchen Einstellungen Gänsehaut. Es ist der Monster-Film, der es zu sein versprach, es ist das Highlight, welches wir in diesem Monat erwartet haben!

Wertung: 7,5/10

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