Grand Budapest Hotel und die wunderbare Welt des Wes Anderson

Timo Löhndorf

Seit gestern läuft der neue Film des amerikanischen Regisseurs Wes Anderson „Grand Budapest Hotel“ in den deutschen Kinos. Ich verrate euch, ob er seinen Erwartungen gerecht wird und ob der Kinobesuch sich lohnt.

Wes Anderson ist schon ein Phänomen. Mit nur sieben Spielfilmen hat der amerikanische Regisseur sich einen Ruf erarbeitet, von dem andere Filmemacher auch nach einer langen und reichhaltigen Karriere nur träumen können. Was macht seine Filme so besonders? Und kann „Grand Budapest Hotel“ sich qualitativ in Andersons bemerkenswerte Filmographie einreihen?

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Das Besondere an Andersons Werken liegt sehr nahe, ist aber trotzdem nur schwer greifbar. Die Optik und der visuelle Stil, durch den seine Filme sich auszeichnen, sind definitiv einmalig und sogar für Laien hebt ein Anderson-Film sich für gewöhnlich alleine durch seine Bildgestaltung sehr schnell von Anderen ab.

Durch die kräftigen und satten Farbpaletten und die außergewöhnliche Kameraführung wirken vor allem Geschichten wie „Moonrise Kingdom“ oder „Die Tiefseetaucher“ eher wie Bilderbücher als wie Filme.  Der eigenwillige aber sympathische Stil der Werke verleiht ihnen außerdem eine Zeitlosigkeit und um es so einfach wie möglich zu sagen, sie fühlen sich so zauberhaft und „warm“ an, wie moderne Märchen. Noch mehr als bei anderen Filmen fühle ich mich bei einem neuen Anderson so, als ob ich in einem fantastischen Urlaub wäre.

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Anscheinend geht das auch den Schauspielern so, die regelmäßig Blockbuster-Produktionen und riesige Gehaltsschecks sausen lassen, um Nebenrollen in Wes Andersons kleinen und herzlichen Produktionen zu übernehmen. In „Grand Budapest Hotel“ versammeln sich unter Anderem Ralph Fiennes, Edward Norton, Saoirse Ronan, Willem Dafoe, Adrien Brody sowie Andersons Stammgäste Jason Schwartzman, Owen Wilson und Bill Murray.

Aber ein glänzender Cast sorgt bekanntermaßen noch lange nicht für einen guten Film. Ob die „Anderson-Formel“ auch hier wieder aufgeht, lest ihr auf der nächsten Seite.

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