Panik vor dem Ungewissen: Die 6 gemeinsten Cliffhanger

Timo Löhndorf 2

Tanz-der-Teufel-II

5. Tanz der Teufel 2 – Jetzt wird noch mehr getanzt (Evil Dead II)

Nachdem seine Freunde von uralten Dämonen besessen wurden und er sie mühsam zerstückeln musste, ist Ash (Bruce Campbell) der einzige Überlebende. Alleine hält er in einer Waldhütte die Stellung, bis eine Gruppe von Wissenschaftlern und Hinterwäldlern zu ihm stößt. Gemeinsam versuchen sie daraufhin, die bösen Kräfte in Schach zu halten und kämpfen um das nackte Überleben. Nach einem Spießrutenlauf aus Blut, Schleim und Ekel ist Ash erneut der Letzte, der noch steht. Zu allem Überfluss öffnet sich ein Vortex (so würde ich es jedenfalls beschreiben) und saugt Ash durch Raum und Zeit, bis er im Mittelalter landet und inmitten einer Horde sehr überraschter Ritter steht. Dann ist der Film vorbei.

Der zweite Teil der „Tanz der Teufel“-Reihe gehört heute zu den beliebtesten klassischen Horrorfilmen. Während sein Vorgänger das „Cabin in the Woods“-Genre fundierte und als Inspiration für viele Regisseure diente, schlägt „Tanz der Teufel 2“ den perfekten Spagat zwischen Horror und Komödie. Ein skurriler und beinahe alberner Humor wird von saftigen und natürlich hausgemachten Horroreffekten ergänzt, das Gesamtbild ist ein spaßiger und stellenweise gruseliger Film, der zum Pflichtprogramm für Horrorfans gehört. Das Ende in Form eines Cliffhangers ist zum Markenzeichen der Reihe geworden.

Wirklich so schlimm?
In Teil 1 musste Ash seine gesamte Clique von dämonischer Besessenheit reinigen, sprich möglichst gründlich zerstückeln. Im zweiten Teil trifft er auf eine Gruppe Fremder, die er kurz daraufhin ebenfalls entsorgen muss. Außerdem muss er seine Hand amputieren, da sie ebenfalls Symptome zeigt. Nach dieser Tortur wird er nun durch die Zeit geschickt und muss sich im Mittelalter komplett neu orientieren. Seinen Hauptcharakter quer über den Planeten und 700 Jahre zurückzuschicken ist schlichtweg fies.

Und nun?
Die „Tanz der Teufel“-Reihe ist (noch) eine Trilogie. Der dritte Teil „Armee der Finsternis“ („Army of Darkness“) kam 1992 heraus und führt die Saga von Ash gnädigerweise nahtlos fort. Der dritte Teil hat etliche lustige Momente und ist insgesamt ein würdiger Teil der Reihe, trotzdem kann er seinen Vorgängern weder im Humor-, noch im Horrorbereich das Wasser reichen. Auch das typische Cliffhanger-Ende wurde abgeschwächt. Statt einem Ash, der im postapokalyptischen London der Zukunft aufwacht, landet Ash wieder in der Gegenwart und erlebt ein vermeintliches Happy End.

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