GIGA FILM empfiehlt: The Broken Circle

Philipp Schleinig 8

Nachdem euch mein Kollege Thilo in der vergangenen Woche den Matthew McConaughey Film „Mud“ ans Herz legte, obliegt es heute mir, euch die belgisch-niederländische Produktion „The Broken Circle“ schmackhaft zu machen. Und, liebe Film-Freunde, lasst euch sagen: Dieser Film hat eine Sichtung mehr als verdient!

Kennt ihr eigentlich das christliche Lied „Will the circle be unbroken„? Ich für meinen Teil musste das Lied in meiner Schulzeit immer im Musik-Unterricht singen. Es war weniger ein Zwang, denn das Lied hört sich wirklich gut an - wenn man nicht gerade mich singen lässt. Es handelt vom Verlust eines geliebten Menschen und der Frage, ob man irgendwann wieder vereint sein wird:

Will the circle be unbroken,

by and by, by and by?

Is a better home awaiting,

in the sky, in the sky?

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Aus diesem Grundthema hat der belgische Theaterregisseur und Schauspieler Johan Heldenbergh ein Theaterstück (2008) konzipiert, welches er 2012 auch für die Leinwand umsetzte. Der Titel: „The Broken Circle“. Die Handlung: zum Weinen schön.

Der Film erzählt vom Bluegrass-Sänger Didier (Johan Heldenbergh), der eines Tages beim Auftritt mit seiner Band die wunderschöne Elise (Veerle Baetens) kennenlernt. Die beiden verlieben sich ineinander, ziehen auf Didiers Bauernhof zusammen und genießen ihre Liebe in vollen Zügen. Als Elise dann auch noch schwanger wird, scheint das Glück perfekt zu sein. Doch gerade dann, wenn man sich am glücklichsten fühlt, kommt das Schicksal daher und holt das Paar zurück auf den Boden des alltäglichen Lebens. Und dieses kann sehr grausam sein.

The Broken Circle - Trailer Deutsch.

„The Broken Circle“ lief 2013 eher in den kleineren Kinos der Bundesrepublik und verlief daher überwiegend unter dem Radar der meisten Kinogänger. Massentauglich ist „The Broken Circle“ mit Sicherheit nicht, doch es gibt kaum einen Zuschauer, der sich der Faszination des Films entziehen konnte, wenn er ihn denn einmal sah.

Es ist vor allem die Liebesgeschichte, die zu Anfang immer wieder ein Lächeln provoziert, ehe die Handlung sich dem tragischen Teil des Films widmet und kaum ein - nein, ich wage sogar zu behaupten: kein! - Auge trocken lässt. So erinnern wir uns als Zuschauer vielleicht sogar an unsere ersten Liebeserfahrungen, an die große Liebe und an die schönen Dinge, die damit verbunden sind, ehe der Traum zerplatzt und wir einer kämpfenden kleinen Familie zusehen, die unter der Last des Schicksals zusammenzubrechen droht.

Untermauert werden die Gefühle von Elise und Didier mit fantastischen Bluegrass-Songs, die zumeist im Film von den beiden und ihrer Band live vorgetragen werden. So gestaltet sich daraus nicht nur ein großartiger Soundtrack zum Film, sondern auch ein Stilmittel, welches die Gefühlsebene von „The Broken Circle“ zusätzlich und vor allem eindrucksvoll nachvollziehbar macht. Ähnlich gelang dies auch dem Coen-Film „Inside Llewyn Davis“.

„The Broken Circle“ ist definitiv kein Film für das erste Date, für einen Filmabend in einer großen Gruppe oder für die seichte Unterhaltung zwischendurch. „The Broken Circle“ schlägt auf den Magen, regt zum Nachdenken an und kann starke Gefühle bei einem selbst auslösen. Das ist aber alles ganz große Filmkunst!

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, „The Broken Circle“ umgehend zu sehen - und das kann ich nur jedem empfehlen - kann ihn sich bei Amazon streamen oder gar kaufen:

 

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