Die Kinostarts der Woche: Empfehlungen der Film-Redaktion

Marek Bang

„Interstellar“ ist sicherlich der größte und am sehnsüchtigsten erwartete Film, der in dieser Woche in unseren Kinos anläuft. Wir haben einmal einen Blick über den Tellerrand gewagt und präsentieren Euch in unserer Rubrik „Kinostarts der Woche“ drei weitere Filme, die eine Sichtung unserer Meinung nach unbedingt lohnen. 

Beim Blick auf die Filmstarts dieser Woche lässt sich kaum verleugnen, dass Christopher Nolan mit seinem Weltraum-Abenteuer „Interstellar“ sicherlich die meisten Zuschauer in die Kinos locken wird. Völlig zurecht, wie wir  in unserer „Interstellar-Kritik“  bereits ausführlich besprochen haben.

Daher widmen wir uns heute  drei weiteren Produktionen, die eine Sichtung im Kino ebenfalls mehr als verdient hätten. Christoph freut sich auf die spannende Dokumentation „“CitizenFour“ über das heikle Leben des Whistleblowers Edward Snowden und Marek wendet sich leichterer Kost zu. Woody Allen ist wieder einmal auf der Leinwand zu sehen, doch die Regie von „Plötzlich Gigolo“ führt diesmal ein anderer, und zwar der Schauspieler John Turturro. Abschließend richtet Philipp seinen Blick auf die Insel und empfiehlt euch die irische Komödie „“The Bachelor Weekend“.

„CitizenFour“ - Christoph

Die Dokumentation “CitizenFour“ wirft einen exklusiven Blick auf Whistleblower Edward Snowden, der unter dem Nickname Citizenfour im Frühjahr 2013 erstmals die Filmemacherin Laura Poitras und den Journalisten Glenn Greenwald kontaktierte. Nach einigen Mail-Wechseln kommt es zu einem ersten Treffen der drei. In einem Hotelzimmer in Hongkong treffen Greenwald und Poitras auf „CitizenFour“, der mit bürgerlichem Namen Edward Snowden heißt. Vier Tage nachdem Glenn Greenwald die ersten Fakten zur NSA-Überwachung ohne Nennung einer Quelle veröffentlicht hatte, bekannte sich Edward Snowden als verantwortlicher „Whistleblower“. Durch diese Enthüllungen von Überwachungs- und Spionagepraktiken der Geheimdienste löste Snowden 2013 die NSA-Affäre aus.

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Filmemacherin Laura Poitras half Snowden, den NSA-Skandal in die Öffentlichkeit zu tragen. Schon der Trailer ihres Werkes, das die Zeit vor und nach dem Bekanntwerden der Spionageaffäre beleuchtet, verspricht einen spannenden Dokumentarfilm über Whistleblower Edward Snowden, der mit seinen Enthüllungen die Welt aufrüttelte und zum Nachdenken brachte. Dieses Gefühl der Aufopferung für die Sache in Verbindung mit dem Verschwörerischen der Ereignisse zieht mich schon im Trailer in den Bann. Allein mit dem Wissen, dass es sich hier nicht um einen Hollywood Spionage-Thriller handelt, sondern Snowdens Geschichte ein Krimi aus dem wahren Leben ist, macht „CitizenFour“ für mich so interessant. Ich hoffe, dass der Film den Moment, in dem sich das Leben Snowdens und das der Welt für immer veränderte, als sehenswertes Zeitdokument einfängt.

Citizenfour - Trailer Englisch.

„Plötzlich Gigolo“ - Marek

In der Komödie „Plötzlich Gigolo“ leben die beiden Freunde Fioravante (John Turturro) und Murray (Woody Allen) mehr schlecht als recht von ihrem wenig florierenden Buchhandel. Als sich eines Tages die Hausärztin Dr. Parker (Sharon Stone) von Murray mit einem delikaten Anliegen ihn wendet, kommt dem findigen Buchhändler eine pikante Idee. Da sich Dr. Parker nach einem feurigen Liebhaber erkundigte, bietet ihr Murray kurzerhand die Liebesdienste seines Freundes Fioravante an. Ehe sich die beiden versehen könne, stecken sie bereits mit beiden Beinen im Geschäft des ältesten Gewerbes der Welt und sind Zuhälter (Murray) und Gigolo (Fioravante) geworden.

Woody Allen ist seit über 40 Jahren im Geschäft und liefert Jahr für Jahr konstante Qualität ab. Seine eigenen Filme pendeln irgendwo zwischen bissiger Komödie und melancholischer Tragik. Unvergessen bleiben sicher seine Meisterwerke wie „Der Stadtneurotiker“ oder „Matchpoint“. Umso spannender ist seine Rückkehr auf die Leinwand als Schauspieler in einem Film, den er nicht wie gewohnt selbst geschrieben und inszeniert hat. Das ist bei dem New Yorker Urgestein eine Seltenheit und so bin ich sehr gespannt, wie er sich unter der Führung seines bislang hauptsächlich als Schauspieler in Erscheinung getretenen Regisseurs John Turturro schlagen wird., John Turturro dürfte vielen vor allem aus seinen schrägen Rollen in zahlreichen Filmen der Coen-Brüder bekannt sein, wie etwa „Barton Fink“ oder „The Big Lebowski“, in dem er den fanatischen Bowler Jesus verkörperte. „Plötzlich Gigolo“ bietet also zwei gute Gründe, sich auf die kommende Komödie freuen zu können und wird hoffentlich ein großes Kino-Vergnügen.

Plötzlich Gigolo - Trailer deutsch.

„The Bachelor Weekend“ - Philipp

Hochzeitsvorbereitungen können eine reine Strapaze sein. Da vergisst man schon einmal den eigenen Junggesellenabschied. Und so denkt Fionnan (Hugh O’Conor) an alles, außer seinen letzten Abend in der Freiheit. Zum Glück hat Fionnan Freunde wie Davin (Andrew Scott), die in letzter Sekunde einen Trip ins Leben rufen, bei welchem sich Fionnan noch einmal richtig austoben kann - in den Weiten der irischen Wälder. Ein scheinbar gelassener Ausflug wird schließlich zum Survival-Trip, als sich der Bruder der Braut - von allen nur The Machine (Peter McDonald) genannt - einschaltet. Die Suche nach der Männlichkeit hat begonnen.

Erst in der vergangenen Woche habe ich im Podcast über meine aufkeimende Liebe für den irischen Film erzählt, nun kommt „The Bachelor Weekend“ daher. Gleich mehrere Faktoren machen diesen Film so interessant für mich: Zum einen verbaut „The Bachelor Weekend“ eine ordentliche Portion irischen Humors, der bekanntlich besonders schwarz serviert wird, und zum anderen fängt er die raue Schönheit der irischen Landschaft ein. Der größte Pluspunkt, den der Film für mich besitzt, ist einer seiner Darsteller: Andrew Scott machte vor vier Jahren als Jim Moriarty in der kongenialen Serie „Sherlock“ auf sich aufmerksam und konnte mit der Darstellung des Erzfeindes von Benedict Cumberbatch absolut überzeugen.

The Bachelor Weekend - Trailer Deutsch.

Weitere Kinostarts:

  • „Im Labyrinth des Schweigens“
  • „Das grenzt an Liebe“
  • „Mr Turner - Meister des Lichts“

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