Unsere Top Filme 2014 - Christoph

Christoph Koch 4

Das Jahr geht zu Ende und wir als GIGA FILM-Redaktion schauen auf das vergangene Jahr zurück und küren unsere Filme des Jahres. Heute ist Christoph an der Reihe und verrät euch, welche Filme aus dem vergangenen Kino-Jahr ihr unbedingt nachholen solltet und welche Filme ihn so richtig begeistert haben. 

Unsere Top Filme 2014 - Christoph

Langsam, aber sicher neigt sich dieses Kinojahr dem Ende zu und so ist es an der Zeit, auf die vergangenen 12 Monate zurückzublicken und eine kleine Auswahl an Filmen zu treffen, die es wirklich verdient haben, in die Top 5 der besten Filme 2014 aufgenommen zu werden. Es fiel mir gar nicht so leicht mich wirklich nur auf fünf Filme zu beschränken, denn auch wenn der Blockbuster-Sommer eher mit schwachen Filmen glänzte, konnte vor allem der Jahresbeginn und die letzten Wochen und Monate mit großartigen Filmen begeistern und katapultierten so einige Werke in die höheren Wertungskategorien.

So fand mit „The Lego Movie“ eine der lustigsten Komödien des Jahres den Weg in die Kinos und der Actionstreifen „The Raid 2“ konnte an seinen hervorragenden Vorgänger anknüpfen und kommt als einer der besten Actionfilme der vergangenen Jahre daher. Die Wahl war  also schwer, doch hier sind sie nun, meine Top 5 Filme des Jahres 2014. Und auch wenn dies hier eine Rangliste ist, so spreche ich eine dringende Empfehlung für alle diese Streifen aus, denn mit keinem dieser Filme könnt ihr etwas falsch machen.

Platz 5: „Interstellar“

Christopher Nolan hat einfach ein Händchen dafür, anspruchsvolles Mainstream-Kino auf die große Leinwand zu bringen und begeistert auch mit seinem Weltraum-Epos „Interstellar“ erneut. In naher Zukunft ist die Erde am Ende und Sandstürme fallen über die Welt her, die alles Leben unter sich begraben, wodurch die Nahrung langsam zur Neige geht. Cooper (Matthew McConaughey) macht sich auf den Weg, eine neue Heimat für die Menschheit zu finden und ein galaktisches Abenteuer voller Wissenschaft und Theorien beginnt.

Mit “Interstellar“ schafft der Regisseur zum ersten Mal gekonnt den Balanceakt zwischen Story und Charakteren und es sind vor allem die Figuren, die diesem außergewöhnlichen Trip zur Ausnahmequalität verhelfen. Christopher Nolan liefert mit “Interstellar“ den konzeptionell forderndsten, aber auch gefühlvollsten und visuell beeindruckendsten Film seiner Karriere ab und hat mich ungemein begeistert. Sicherlich hat der Film die ein oder andere Länge, aber die Bilder, die der Film auf die Leinwand zaubert, sind atemberaubend und waren so noch nie im Kino zu sehen.

Unsere Kritik zu Interstellar

Interstellar - Final Trailer Englisch.

Platz 4: „The Wolf of Wall Street“

„The Wolf of Wall Street“ markiert die mittlerweile fünfte Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio und erzählt die Geschichte des Börsenmaklers Jordan Belfort, der von Geldgier und Größenwahn getrieben an der Spitze der amerikanischen Gesellschaft ankommen will. Schon die ersten Trailer von „The Wolf of Wall Street“  konnten mich mit der überdrehten und zynischen Stimmung packen und so hatte ich große Erwartungen an den neusten Scorsese-Streich.

Als ich schlussendlich im Kinosessel saß, konnte der Film diese hochgesteckten Erwartungen sogar noch übertreffen. Keine Frage, hier handelt es sich nicht um ein nachdenkliches oder philosophisches Werk, sondern es wird vielmehr mit exzessiven Bildern der Aufstieg und Fall des Antihelden Jordan Belfort nachgezeichnet. In „The Wolf of Wall Street“ wimmelt es nur so von Sex, Drogen und Party, doch der Film schafft es dennoch, auch ohne den gehobenen Zeigefinger, in die Abgründe der menschlichen Seele zu blicken. Dabei wandelt Scorsese so gekonnt durch die verschiedenen Genres, dass es eine wahre Freude ist.

"Wolf of Wall Street" - Trailer deutsch.

Platz 3: „Grand Budapest Hotel“

Ich muss gestehen, dass ich mit Wes Anderson noch nie so richtig viel anfangen konnte. Auch wenn ich „Der fantastische Mr. Fox“ für einen grandiosen Film halte, traf das restliche Oeuvre des Regisseurs nie meinen Geschmack. Aus diesem Grund war ich mehr als überrascht, als ich an einem lauen Sommerabend im Open Air-Kino saß, „Grand Budapest Hotel“ über die Leinwand flimmerte und ich wirklich begeistert war.

Im Grand Budapest Hotel erlebt der legendäre Concierge Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) die Goldenen 20er Jahre hautnah mit. Zero Moustafa (Tony Revolori) wird der neue Lobby Boy und Gustave führt in daraufhin in die Geheimnisse seines Berufes ein. Diese Geschichte wird so rasant und mit so vielen liebevollen Details erzählt, dass jedem Film-Freund das Herz aufgeht. Der Humor sitzt, jedes einzelne Bild des Films ist fast ein eigenes Gemälde wert und die Charaktere sind einfach eine Klasse für sich. Skurril, einzigartig, anders – definitiv ein absolutes Highlight des Kinojahres 2014.

"Grand Budapest Hotel" - Trailer (Deutsch).

Platz 2: „Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis“

Jake Gyllenhaal konnte mich schon in „Prisoners“ überzeugen und trug auch das düstere Drama „Enemy“ im Alleingang. Doch mit „Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“ liefert der charismatische Mime seine bisherige Höchstleistung ab. Durch Zufall wird der ehrgeizig Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) eines Nachts Zeuge, wie ein Kamerateam einen Polizeieinsatz rund um einen Autounfall filmt. Dabei bekommt er mit, dass man mit diesen Aufnahmen eine Menge Geld verdienen kann, wenn man sie den städtischen TV-Sendern verkauft. Also kauft sich der gerissene Lou eine billige Kamera und streift als blutiger Anfänger durch die Nächte Los Angeles‘, um die spektakulärsten Bilder auf Band zu bannen.

“Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“ ist eine tiefschwarze Medienschelte, die dem Zuschauer durch das Verhalten der Menschen, die vor Gier und dem Willen nach Erfolg ihre Moral auf der Strecke lassen, mehr als einmal den Magen umdreht. Unfassbar gut gespielt, super spannend erzählt und das absolute Thriller-Highlight dieses Jahres.

Unserer Kritik zu Nightcrawler

Nightcrawler - Trailer deutsch.

Platz 1: „Nebraska“

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Wenn man auf seine alten Tage noch einmal so richtig abräumt und unerwartet im Lotto gewinnt, dann muss man seinen Gewinn natürlich auch entgegennehmen, auch wenn der Geldsegen locker 900 Meilen entfernt liegt. In „Nebraska“ von Regisseur Alexander Payne begeben sich Bruce Dern und Will Forte als Vater-Sohn-Gespann von Montana nach Nebraska, um einen vermeintlichen Millionengewinn abzuholen. Dabei kommen sich die beiden Sturköpfe wieder näher, denn der Sohn hat den Kontakt zu seinem Alkoholiker-Dad irgendwann abgebrochen und ist eigene Wege gegangen.

„Nebraska“ ist ein gefühlvolles Drama über das Älterwerden mit einer hinreißenden Situationskomik, wunderbaren Darstellern, einer melancholisch-einladenden Ästhetik und einer liebevoll erzählten Geschichte. Die Erkenntnisse über gemachte Fehler und die warmherzige Annäherung des Sohnes werden in „Nebraska“ so authentisch und unaufdringlich erzählt, dass man am Ende mit einem wohlig warmen Gefühl aus dem Film entlassen wird. Fernab von Krawall und den großen Gesten erzählt „Nebraska“ eine intime Geschichte über eine zerbrochene Vater-Sohn Beziehung, die in den Bann zieht und mich das ganze Jahr über nicht mehr losgelassen hat. Mein absolutes Highlight in diesem Jahr und aus dem Stand einer meiner absoluten Favoriten.

"Nebraska" - Trailer deutsch.

Hardcore Sci Fi-Quiz: Das schwerste Science Fiction-Filmquiz im Netz

HAL 9000 hat sich aufgehängt, das Orakel aus der Matrix ist sofort ins Koma gefallen und WALL·E wird nie wieder derselbe sein – wer sich an unserem Quiz über Science-Fiction-Filme versucht, der sollte wissen, worauf er sich hier einlässt. Auf eine echte Herausforderung, nämlich. Wer sich dem ultimativen Wissenstest für Science Fiction-Fans stellen will, der muss das Genre lieben und kennen wie seine Westentasche. Klingt schwer? Ist es! Und dann noch etwas schwerer. Viel Spaß.

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