Unsere Top Filme 2014 - Marek

Marek Bang 2

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die GIGA FILM-Redaktion schaut auf das vergangene Film-Jahr zurück. Jeder Redakteur präsentiert seine persönliche Top 5 der besten Filme 2014! Heute ist Marek in der Pflicht, Euch seine fünf Highlights aus dem ausklingenden Jahr zu verraten. Schaut selbst, welche Filme es ihm angetan haben!

Unsere Top Filme 2014 - Marek

Kaum ist Weihnachten vorbei, da steht Silvester schon vor der Tür und somit sind nicht nur die letzten Tage von 2014 gezählt, sondern auch der Countdown zum Ende eines ereignisreichen Filmjahres gestartet. Der Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Brasilien war natürlich das Ereignis des Jahres und wurde mit der Dokumentation „Die Mannschaft“ bereits mit heißer Nadel gestrickt in den Kinos abgefeiert. Obwohl ich auch ein großer Fußball-Fan bin, wird dieser Film nicht in meiner Top 5-Liste der besten Filme 2014 auftauchen, da im vergangenen Jahr schlicht und ergreifend zu viele gute Spielfilme den Weg in unsere Lichtspielhäuser gefunden haben.

Natürlich gab es auch 2014 einige Gurken wie das unsägliche Road-Movie „Tammy“ und allerhand leichte Unterhaltung wie „Urlaubsreif“ sowie krachende Blockbuster wie „Captain America 2“ oder jüngst den Mittelerde-Abschied „Der Hobbit 3“. Doch mir haben es andere, in vielerlei Hinsicht ruhigere Werke angetan, die mich 2014 berührt und bewegt haben. Auf diesem Wege wünsche ich allen Lesern ein gutes neues Jahr und freue mich, euch meine ganz persönliche Top 5 der besten Filme 2014 präsentieren zu dürfen.

Platz 5: „Interstellar“

In einer nahen Zukunft ist die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existent und die Erde bricht förmlich unter einer Welle von Sandstürmen zusammen. Wer überleben möchte, wird Farmer. So auch der ehemalige Pilot Cooper  (Matthew McConaughey), der eines Tages eine rätselhafte Entdeckung macht. Bald ist er eine Hauptfigur in einem streng geheimen und hoch brisanten Plan, der vorsieht, die Menschheit auf einen anderen Planeten in einem bislang noch unerforschten Paralleluniversum umzusiedeln.

In fast drei Stunden erzählt Regisseur Christopher Nolan in spektakulären Bildern die Geschichte einer Reise, bei der schnell der als besonderer Twist entscheidende Zeitfaktor zur Zerreißprobe für alle Beteiligten wird. Besonders der hoch emotionale Mittelteil von „Interstellar“ hebt das epische Weltraum-Abenteuer weit über den Durchschnitt, auch wenn die darauf folgende Flut unterschiedlichster wissenschaftlicher Theorien viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer einfordert und mir persönlich das Finale schlichtweg einen Tick too much war. Nichtsdestotrotz ist „Interstellar“ ein großer, komplexer Film mit starken Figuren, die von einem tollen Ensemble durchweg überzeugend gespielt werden und einer für die Laufdauer des Films überraschend straffen Dramaturgie, die zusätzlich noch von einem wunderbaren Soundtrack flankiert wird.

Interstellar - Final Trailer Englisch.

Platz 4: „American Hustle“

Die Tragikomödie „Silver Linings“ war für mich ein Highlight des Kinojahres 2013 und auch David O. Russels Nachfolger „American Hustle“ hat mich in diesem Jahr nicht enttäuscht, was sicherlich auch an der wiederkehrenden Besetzung von Bradley Cooper und Jennifer Lawrence liegen mag, die neben dem überragenden Christian Bale und Amy Adams die Hauptrollen in dem stilvollen Ausflug in die 1970er Jahre spielen.

„American Hustle“ ist Schauspieler-Kino vom Feinsten und erzählt die Geschichte des Trickbetrügers Irving Rosenfeld (Christian Bale), der vom FBI entlarvt wird und fortan mit dem Agenten Richie DiMaso (Bradley Cooper) zusammenarbeiten muss, um weiteren Gaunern das Handwerk zu legen, da er sonst keine Chance auf eine milde Strafe hat. Sagenhafte 10 Oscarnominierungen sind für diese fein gesponnene Geschichte um Intrigen und falsche Fährten herausgekommen. Leider ist schlussendlich keine einzige Statue an „American Hustle“ gegangen, was die Klasse des Films, der für mich zu den absoluten Highlights des Jahres zählt, aber auf keinen Fall schmälert.

"American Hustle" - Trailer deutsch.

 

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Die erfolgreichsten Filme 2014.

Platz 3: „Nebraska“

Der Alkoholiker Woody Grant (Bruce Dern) ist nicht nur ein alter und gebrechlicher Mann, sondern vor allem ein Sturkopf, der seiner Familie das Leben schwer macht. Eines Tages liest der Grantler einen Werbebrief und glaubt fortan, eine Million Dollar im Lotto gewonnen zu haben. Einziges Problem ist, dass die Annahmestelle des vermeintlichen Loses fast 1000 Meilen entfernt ist. Nachdem sich Woody ein ums andere Mal zu Fuß auf die Reise gemacht hat, fasst sich sein entfremdeter Sohn (Will Forte) ein Herz und begibt sich mit seinem Vater auf eine Reise, in der sich die beiden Männer wieder näher kommen.

Alexander Paynes bittersüße Tragikomödie „Nebraska“  ist schrulliges Road-Movie und berührendes Familiendrama zugleich, vor allem aber ein wahrhaftiger Film über Träume und gescheiterte Lebensentwürfe, der ohne jegliche Effekthascherei auf den Punkt kommt und zudem mit seinen melancholischen Schwarz-Weiß-Bildern auch ästhetisch vollends zu überzeugen vermag. Die intime Geschichte verliert ihre tragische Grundstimmung niemals aus den Augen, bietet aber auch genug Raum für zahlreiche absurd-komische Momente, wie etwa den Besuch der beiden Reisenden in Woodys Heimatstadt und die Begegnung mit seinen sehr speziellen Verwandten. Wer nicht unbedingt in jedem Film auf Krawall aus ist und „Nebraska“ noch nicht besucht hat, der kann bei einer erneuten Sichtung einen leisen, feinen, aber vor allem sehr bewegenden Film entdecken, der eine Geschichte mitten aus dem Leben erzählt.

"Nebraska" - Trailer deutsch.

 

Platz 2: „Grand Budapest Hotel“

Als erklärter Fan von Wes Anderson und seinen sehr eigenwilligen Film-Collagen habe ich dem Start von „Grand Budapest Hotel“ regelrecht entgegengefiebert und wurde meines Erachtens nach mit dem besten Film des Regie-Exzentrikers seit dessen grandioser Familien-Saga „The Royal Tennenbaums“ belohnt.

Erzählt wird die Geschichte des legendären Concierges Monsieur Gustave (Ralph Fiennes), der in den 1920er Jahren maßgeblich für den hervorragenden Ruf des „Grand Budapest Hotel“ verantwortlich ist und der seine Weisheiten an den jungen Lobby-Boy Zero Moustafa (Tony Revolori) weiterzugeben versucht. Zwischen den beiden Männern entsteht eine innige Beziehung, die wohl als wunderbare Freundschaft am besten zu betiteln ist. Doch die Wirren der 1930er Jahre stehen unmittelbar bevor und das dritte Reich wirft seine mörderische Schatten auf das Schicksal des Hotels und seiner Angestellten. In zahlreichen Zeitebenen entfacht Wes Anderson ein für ihn typisches Konglomerat aus skurrilen Figuren, absurden Situationen und liebevoll ausgestatteten Details, die sich wie ein roter Faden durch sein Gesamtwerk ziehen. Die Balance zwischen Komik und Tragik hat der Meister aber wohl noch nie so perfekt hinbekommen wie in „Grand Budapest Hotel“.

"Grand Budapest Hotel" - Trailer (Deutsch).

Platz 1: „Dallas Buyers Club“

Matthew McConaughey ist zweifelsfrei der Schauspieler des Jahres und was der Mann nach seinem Imagewandel vor gut fünf Jahren alles auf die Beine gestellt hat, ist schon sagenhaft. Dennoch habe ich mich zunächst gesträubt, mich dem „Dallas Buyers Club“ anzuschließen und mir den abgemagerten Star als Aids-Kranken Rodeoreiter anzuschauen. Mir war die Thematik schlicht zu depressiv. Zum Glück entschloss ich mich dann doch anders und so kam ich in den Genuss meines absoluten filmischen Highlights dieses Jahres.

Das Biopic „Dallas Buyers Club“ erzählt die wahre Geschichte des Aids-Patienten Ron Woodroof (Matthew McConaughey), der mit weiteren Betroffenen in den 1980er Jahren eine Möglichkeit findet, nicht zugelassene Medikamente an Aids-Kranke zu verkaufen, die eine deutliche Linderung verschiedenster Symptome hervorrufen, während die in den USA zugelassene Medizin ihre Patienten eher schneller unter die Erde bringt, als dass sie irgendwie nützlich wäre. Matthew McConaughey spielt seinen Charakter nicht als Helden, sondern als wahrhaftigen Menschen mit guten und schlechten Charaktereigenschaften und Jared Leto gibt als Transsexuelle Rayon ebenfalls eine Glanzvorstellung zum Besten. Beide Schauspieler wurden völlig zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnet und „Dallas Buyers Club“ ist ein bewegendes Plädoyer für Menschlichkeit, zum Glück ohne jeden erhobenen Zeigefinger und mein Film des Jahres!

"Dallas Buyers Club" - Trailer deutsch.

 

Hardcore Sci Fi-Quiz: Das schwerste Science Fiction-Filmquiz im Netz

HAL 9000 hat sich aufgehängt, das Orakel aus der Matrix ist sofort ins Koma gefallen und WALL·E wird nie wieder derselbe sein – wer sich an unserem Quiz über Science-Fiction-Filme versucht, der sollte wissen, worauf er sich hier einlässt. Auf eine echte Herausforderung, nämlich. Wer sich dem ultimativen Wissenstest für Science Fiction-Fans stellen will, der muss das Genre lieben und kennen wie seine Westentasche. Klingt schwer? Ist es! Und dann noch etwas schwerer. Viel Spaß.

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