Sie haben es wieder getan. Mit „Jupiter Ascending“ gehen die Wachowski Geschwister am 05. Februar 2015 mit einem neuen Abenteuer in den deutschen Kinos an den Start. Im Mittelpunkt des Films steht die Putzfrau Jupiter Jones, deren genetischer Fingerabdruck sie zur mächtigsten Frau des Universums macht. Klingt komisch, ist aber so. Anders als Kollege Robert hat mir der Streifen aber ganz gut gefallen.

Jupiter Jones (Mila Kunis) verdient ihren Lebensunterhalt damit, dass sie die Toiletten reicher Leute schrubbt. Obwohl sie von Höherem träumt, klingelt jeden Morgen um Viertel  vor fünf der Wecker. Währenddessen streiten sich die drei Erben der galaktischen Matriarchin um ihr Erbe. Dazu gehört auch der Planet Erde, der für die drei Geschwister Balem (Eddie Redmayne) Titus (Douglas Booth) und Kalique (Tuppence Middleton) Abrasax nichts weiter ist, als einer von vielen Planeten, auf dem die Weltraummenschen Leben züchten, um dieses später für ihr Serum des ewigen Lebens zu ernten. Zwar kontrolliert der älteste Bruder Balem unseren Heimatplaneten, Jupiter Jones könnte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung machen. Ihre genetische Zusammensetzung entspricht nämlich zu 100% der der verstorbenen Mutter der Geschwister, was sie nach intergalaktischer Gesetzeslage de facto zur Herrscherin macht. In dem Tauziehen um die rechtmäßige Königin trifft Jupiter auf den genetisch modifizierten Krieger Caine Wise (Channing Tatum) und seinen ehemaligen Vorgesetzten Sting Apini (Sean Bean).

© Warner Bros. Pictures
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Jupiter Ascending: Spaceabenteuer mit Spaßfaktor

Gleich zu Beginn werden die Erwartungen an die kommenden Spezialeffekte ganz hoch angesetzt. In einem epischen Kampf in einer dunklen Seitenstraße muss Caine West zeigen, was in ihm steckt. Und das ist tatsächlich einiges. Um die auf Jupiter Jones angesetzten Kopfgeldjäger dingfest zu machen, schaltet er alles an coolen Gadgets an, was ihm zur Verfügung steht. Mit Anti-Schwerkraft Stiefel und Hologramm Schild wird er recht schnell zum Sieger des ungleichen Kampfes. Spätestens hier wird klar, an Effekten dürfte der Film einiges zu bieten haben. Ein Versprechen, das mehr als einmal eingelöst wird. Dank innovativer Kameratechnik hat der Film immer wieder Momente, in denen man sofort das Gefühl bekommt: Sowas habe ich noch nie gesehen! Auch die Kostümdesigner dürften sich während der Dreharbeiten das ein oder andere mal gegenseitig gekniffen haben angesichts der kreativen Spielwiese, die ihnen bei „Jupiter Ascending“ angeboten wurde.

© Warner Bros Pictures
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Die Story ist dabei nicht hundertprozentig neu. Immer wieder fühlt man sich an „Dune - Der Wüstenplaneterinnert. Auch „Star Wars“ und „Das fünfte Element“ meint man des Öfteren aus der Komposition herauszuschmecken. Das macht aber nichts, denn „Jupiter Ascending“ lebt vor allem von der visuell großartigen Kulisse und der soliden Leistung von Mila Kunis und Channing Tatum. Das ungleiche Paar harmoniert wunderbar auf seine ganz eigene Art. Beides sind irgendwie gescheiterte Charaktere, die zu höherem bestimmt sind. Die unweigerliche Liebesgeschichte zwischen der Putzfrau/Herrscherin und dem galaktischen Gladiator ist glücklicherweise nicht übertrieben und lässt noch Platz für das ein oder andere Abenteuer abseits der Romanze. Einzig die sich mehrfach wiederholende Rettung in letzter Minute der Jupiter durch Caine verursacht irgendwann ein leichtes Kopfschütteln.

© Warner Bros. Pictures
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Fazit:

„Jupiter Ascending“ ist nicht so episch wie „Star Wars“, nicht so phantasievoll wie „Das fünfte Element“ und nicht so bahnbrechend wie „Dune“. Auch an die Erfolge der „Matrix“-Trilogie werden die Wachowskis damit sicher nicht anknüpfen können. Alles in allem ist aber trotzdem ein unterhaltsamer, bunter und absolut cooler Space-Streifen gelungen, der bei den Fans des Genres sicher gut ankommen wird. Nicht jeder Film ist eben dafür gemacht, dass man ihn sich mit seiner Freundin gemütlich auf dem Sofa anguckt. Manchmal muss es halt krachen und einfach Spaß machen. Genau dieses Ziel hat „Jupiter Ascending“ absolut erreicht.  Zu empfehlen für einen Kinoabend, bei dem man unterhalten, aber nicht belehrt werden will.

rating7

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