Erstaunlich aber wahr: So sehen aktuelle Blockbuster ohne ihre visuellen Effekte aus

Tobias Heidemann

Der Trend ist eindeutig. Mit dem epochalen Erfolg von „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und der Oscar-Nominierung von „Mad Max: Fury Road“ feiert das Handgemachte im Kino derzeit eine kleine Renaissance. Pyro statt Premiere CC, Make-up statt Maus, das scheinen sich immer mehr Kinogänger dieser Tage zu wünschen. Angesichts der Vielzahl von unwirklichen CGI-Momenten, die uns im zeitgenössischen Kino regelmäßig begegnen eine komplett nachvollziehbare Reaktion des Publikums. Doch wer sich über den übermäßigen Einsatz von computergenerierten Effekten im Kino beschwert, der sollte unbedingt wissen, dass es ohne sie heute kaum noch geht. Die folgenden 10 Blockbuster-Beispiele verdeutlichen, wie essentiell und allgegenwärtig visuelle Effekte aus dem Computer heute sind. 

Erstaunlich aber wahr: So sehen aktuelle Blockbuster ohne ihre visuellen Effekte aus

Die folgenden 10 Videos beleuchten die Entstehung von visuellen Effekten in großen Hollywood-Produktionen. Es sind seltene Einblicke in eine gewaltige Maschinerie, deren wichtigste Aufgabe es ist, unsichtbar zu sein. Wenngleich unsere wiedererstarkte Lust auf das Echte, auf echte Sets, echte Kreaturen und echte Interaktion durchaus ihre Berechtigung hat, sollten wir nie vergessen, dass ohne computerisierte Effekte in Hollywood heute gar nichts mehr geht. Wie essentiell CGI-Effekte für die Filmindustrie geworden sind, das zeigen die folgenden 10 Beispiele auf bisweilen sehr erstaunliche Weise.

The Walk (2015)

Der im letzten Jahr veröffentlichte „The Walk“ von Robert Zemeckis ist ein sehr gutes Beispiel für den universellen Charakter, den CGI-Effekte heute haben. Oder hättet ihr gedacht, dass die Schlüsselszenen am Ende des Films wirklich komplett am Rechner entstanden sind?

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Jurassic World (2015)

Mit „Jurassic World“ haben wir es mit einem sehr ambivalenten Vertreter der CGI-Zunft zu tun. Hier treten die computergenerierten Effekte bisweilen so erkennbar und so plastisch in den Vordergrund, dass es dem Zuschauer schon mal aus seiner Kino-Erfahrung reißen kann.

Chappie (2015)

An Drehbuch und Inszenierung von „Chappie“ schieden sich 2015 die Geister. In Bezug auf die visuellen Effekte spielte dieser Film aber ganz eindeutig in der ersten Liga und konnte uns ein erstaunlich glaubwürdiges Bild von seinem mechanischen Protagonisten vermitteln.

The Wolf of Wall Street (2014)

Auch, dass es in „The Wolf of Wall Street“ zu einem massiven Einsatz von CGI-Effekten kam, dürfte so manchen Kinobesucher ziemlich überraschen. Dass der berühmte Löwe nicht wirklich durch die Büroräume gelaufen ist, scheint da noch nachvollziehbar. Doch gerade bei seinen Sets hat der kontrovers diskutierte Film überraschend viele CGIs verwendet.

Pacific Rim (2013)

Es geht aber auch anders herum. Während man Filmen wie „The Walk“ oder „Wolf of Wall Street“ kaum ansieht, dass sie echte CGI-Schwergewichte sind, erwartet man von einem Film wie „Pacific Rim“, dass er beinahe vollständig am Rechner entstanden ist. Wie viel der Aktion im Jeager-Cockpit dann tatsächlich ohne visuelle Effekte erreicht wird, überrascht wiederum.

The Great Gatsby (2013)

Baz Luhrmann liebt die große Geste. Für die Firma, die für die visuellen Effekte in seinen Filmen verantwortlich ist, bedeutet das meist sehr viel Arbeit. So gesehen in „The Great Gatsby“, einem Film, dessen Umgang mit CGI-Effekten gerade zu schwelgerisch genannt werden kann.

Gravity (2013)

Die visuellen Effekte von „Gravity“ gelten mittlerweile als Meilensteine der Industrie. Warum das so ist, lässt sich an der finalen Wiedereintrittssequenz erkennen.

Life of Pi (2012)

Tiere stellen die VFX-Produzenten immer vor besondere Aufgaben. Nicht nur gilt es die besonderen Animationen möglichst lebensecht umzusetzen, auch mit den echten Tieren muss man zwecks Motion Capturing in Kontakt treten.

Captain America 2 (2014) & The Avengers (2012)

Der ganz normale Wahnsinn einer Marvel-Produktion. Kaum eine Szene, die ohne den massiven Einsatz von Computereffekten auskommt.

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