CGI-Effekte haben aktuell einen verdammt schlechten Ruf. Kaum eine Woche vergeht, in welcher sich das Netz nicht über misslungene Spezial Effekte aus dem Rechner beschwert oder lustig macht. Die Anfangseuphorie der digitalen Pionierphase  ist komplett verflogen. Mehr noch. Sie wurde abgelöst von einer tiefsitzenden Skepsis gegenüber computergenerierten Effekten. Im Gegenzug feiert das Handgemachte derzeit eine Renaissance. Filme wie „Mad Max: Fury Road“ werden für ihren konservativen Ansatz gelobt und wenn J.J. Abrams ein Foto von handgemachten „Star Wars 7„-Sets twittert, ist der Beifall ohrenbetäubend. In diese einseitige Stimmungslage hinein veröffentlicht Freddie Wong ein bemerkenswert unbequemes Analyse-Video. Es ist eine eindringliche Verteidigungsrede, die die Arbeit der CGI-Industrie sichtbar macht und ehrt. 

 

Mad Max: Fury Road

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Mad Max: Fury Road

Das Video der RocketJump Film School hat bereits über zwei Millionen Aufrufe. Das Interesse an Wongs Analyse ist groß. Der Mann hat einen Punkt: Wir sehen nur die schlechten CGI-Effekte. Die Guten, das sind die Effekte, die kaum jemand wahrnimmt. Für die Macher der CGI-Images entsteht dadurch eine bizarre Arbeitssituation. Machen sie ihren Job gut, werden sie quasi unsichtbar.

Eine denkbar undankbare Aufgabe, die in einer extrem wettbewerbsorientierten Industrie zudem zunehmend härter wird. Wongs will, dass wir unsere Wahrnehmung für die Errungenschaften der CGI-Industrie schärfen. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter. Schlechte Effekte sind ein leichtes Ziel. Ist der Film wirklich gut, vergeben wir auch die schlechten Effekte ohne Weiteres. Oder anders ausgedrückt: Schlechte Effekte ruinieren keine Filme. Nicht das Werkzeug ist schuld, die schlechten Entscheidungen der Filmemacher sind es, die einen Film ruinieren können.

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