Mehr Mad Max Fury Road: Warum ihr die Prequel-Comics auf keinen Fall verpassen solltet

Tobias Heidemann 2

Comics zu Blockbustern sind oft großer Mist. In der Regel handelt es sich um unsanft aus dem Film gequetschte Auftragsarbeiten, die die Markenpower jenseits ihres Heimatmediums uninspiriert ausschlachten. Braucht kein Mensch. Die nun veröffentlichten Prequel-Stories zum grandiosen „Mad Max: Fury Road“ sind anders. Regisseur George Miller war hier selbst am Werke. Die kurzweilige Mini-Serie erzählt jene Hintergrundgeschichten, die Miller seinen Schauspielern beim Dreh mit auf den Weg gab. Und das spürt man. Eine uneingeschränkte Empfehlung. 

Mad Max Fury Road - Main Trailer Englisch.

Wer sind Immortan Joe, Nux, Max und Furiosa? Wo kommen sie her, was haben sie erlebt, was motiviert sie? Um dem Cast von „Mad Max: Fury Road“ handfeste Orientierungshilfen zu geben, entwarf Miller während der Produktion des Films eine Reihe von Backstories zu den tragenden Charakteren. Eine Regie-Maßnahme, die sich vor dem Hintergrund des rauschhaft erzählten Streifens und seiner programmatischen Einsilbigkeit offenkundig bezahlt machte.

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Diesen Geschichten widmet sich nun Vertigos enorm unterhaltsame Miniserie „Mad Max: Fury Road“ (Nico Lathouris, Mark Sexton, Mark Sexton, Leandro Fernandez, u.a.). In Heft Nummer Eins erzählen uns Miller und Lathouris von Nux und Immortan Joe.

Wir begegnen „War Boy“ Nox bereits im Säuglingsalter, begleiten Joe bei seinem barbarischen Aufstieg zum Warlord, sehen ihm bei der Eroberung der Zitadelle zu und erfahren sogar, wie es zu seiner quasi-religiösen Verklärung kam. Alles wunderbar zweckdienliche Zusatzinformationen, die den Film wirklich bereichern, als Kurzgeschichten auf eigenen Füßen stehen und Dank Millers Federführung auch Ton und Haltung der Vorlage prima einfangen. Auch die tolle Detailverliebtheit der Kinowelt bleibt dem Comic erhalten. Was man im Kino bereits erahnte, findet im Comic seine Bestätigung: Millers Post-Apokalypse wurde jenseits der Leinwand akribisch ausformuliert. Der Comic bedient sich geschickt dieser bisher unsichtbaren Elemente und erläutert zum Beispiel, warum Joes Frauen eingesperrt wurden oder was es mit den Blood Bags auf sich hat.

Alles in Allem ist „MAD MAX: FURY ROAD - IMMORTAN JOE AND NUX #1“ ein rundum gelungener Auftakt für die vierteilige Mini-Serie, die in den kommenden Wochen mit „MAD MAX FURY: FURY ROAD - FURIOSA #1“, “MAD MAX: FURY ROAD - MAD MAX #1“ und “MAD MAX: FURY ROAD - MAD MAX #2“ fortgesetzt wird.

Zu beziehen sind die Comics digital über ComiXology oder als Print über und gut sortierte Comic-Läden.

 

 

 

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