Top Filme 2015: Hier sind die 10 Filme, die uns am meisten beeindruckt haben

Tobias Heidemann 9

Zeit für den Schlussstrich. Unsere Top 10 Filme 2015 sind da. Welche Filme haben uns in diesem außergewöhnlich starken Kino-Jahrgang am meisten beeindruckt. Das war die einfache Frage, mit welcher wir in dieser Woche leidenschaftlich gerungen haben. Dutzende, richtig gute Filme standen auf dem Wahlzettel. Erstklassige Streifen wie „Der Marsianer“ oder „Foxcatcher“ mussten dran glauben. Nur 10 haben überlebt. Hier sind unsere Top-Filme 2015. 

Video: Die besten Filme 2015 in unserem riesigen Film-Supercut!

Filme 2015 Supercut - Das Kinojahr in 5 Minuten.

 

Die Top-Filme der GIGA FILM-Redaktion - Erste Jahreshälfte 2015

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Mad Max: Fury Road

War. Das. Ein. Brett. Ganz plötzlich war es wieder da, dieses verloren geglaubte Gefühl. Echte Begeisterung. Ganz aufrichtig. Ganz und gar. Ohne die üblichen Abstriche. Kein abwägendes „War gut, aber…“. Kein „Dafür, dass meine Erwartungen…“. Nein. „Mad Max: Fury Road“ ist Hollywood wie es sein sollte. Ein kristallklarer Actionfilm, der sein Genre zur Abwechselung mal wieder richtig ernst nimmt und keine Verluste bei den üblichen Zugeständnissen der Filmindustrie zu verzeichnen hat. Scheiß auf Zielgruppen. Scheiß auf Marktanalyse. Uuuuund Action! „Fury Road“ wirft all den generischen Ballast ab, den man heutzutage laut dominanter Produzenten-Philosophie angeblich dringend braucht, um am Markt bestehen zu können. Und siehe da - es funktioniert.

Was lehrt uns diese Erfahrung? Was braucht man, um einen guten Actionfilm in der von Mittelmäßigkeit bestimmten Blockbuster-Spähre zu produzieren? Eine glaubwürdige und interessante Welt, die über das auf der Leinwand Sichtbare hinausweißt, durchdachte Actionsequenzen, die einer inhärenten Logik gehorchen und Schauspieler, die die im Genre naturgemäß zweitrangige Handlung mit ihrer Präsenz stilsicher zum Ziel tragen können. Klingt eigentlich ganz einfach.

Und doch grenzt die Existenz von „Mad Max: Fury Road“ an ein kleines Wunder. Was wiederum belegt, wie schlimm es um die aktuellen Produktionsstandards in Hollywood bestellt ist. Der durchaus beachtliche Erfolg von George Millers Action-Testament darf natürlich Hoffnung auf weitere Filme dieser ungewöhnlichen Machart erwecken. Eine Fortsetzung ist immerhin schon beschlossene Sache. Doch da „Jurrassic World“, ein „Fury Road“ in jeder nur erdenklichen Hinsicht unterlegender Film, um ein Vielfaches erfolgreicher war, zieht sich der Himmel über dem Actionkino auch leider schon wieder zu. Und es ist blöderweise kein nuklearer Sandsturm, der da auf uns zukommt.

Zur Mad Max Fury Road Filmkritik

Mad Max Fury Road - Main Trailer Englisch.

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Victoria

Gute Filme erkennt man oft daran, dass man über sie reden muss. Man sucht nach Gleichgesinnten und reibt sich an der konträrer Meinung des Gegenübers. Über „Victoria“ haben wir bei GIGA Film sehr viel geredet. Über die tollkühne Logistik dieses One-Take-Alptraums. Über seine authentische Atmosphäre. Über Laia Costa und Frederick Lau. Über die Liebe und das Leben in Berlin. Und natürlich über den Zustand des deutschen Films.

Der ausgeprägte Gesprächsbedarf, der die Zeugen von „Victoria“ direkt nach dem Verlassen des Kinosaals ereilt, spricht aber in erster Linie dafür, dass Sebastian Schippers Film einfach anders ist. Zwar lässt sich dieses hoffnungslos romantische Stück Film formal ohne Weiteres zwischen Liebesfilm und Gangster-Ballade einordnen, gerecht wird man „Victoria“ damit aber trotzdem noch nicht.

Dafür ist die Liebesgeschichte zwischen Victoria und Sonne einfach ein bisschen zu speziell. In der experimentellen Anordnung aus Improvisation und Unberechenbarkeit entstand hier etwas, das sich nicht wiederholen, nicht reproduzieren lässt. Der Film ist ein zweistündiger Moment, der vergangen ist. Mit all seiner Spontanität und mit all seinen Fehlern. Mit anderen Worten: „Victoria“ ist einmalig. Wann darf ein Film so etwas schon mal von sich behaupten?

Zu unserer Victoria Filmkritik

victoria trailer deutsch.

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Inside Out - Alles Steht Kopf

Das Pixar-Imperium basiert auf unseren Gefühlen. Ähnlich wie Walt Disney zu seinen klassischen Hochzeiten ist es dem digitalen Thronfolger immer wieder gelungen, unsere basalsten Emotionen anzusprechen. Und zwar über alle Altersgrenzen hinweg. Geboren wurde dieses Erfolgsmodell seinerzeit aus blanker Angst. Digitale Charaktere? Kann das überhaupt funktionieren? Wie soll uns etwas, das komplett am Rechner entstanden ist, das artifiziell und so gar nicht menschlich ist, überhaupt emotional erreichen? Die Antwort lautete damals: Mit Hilfe von universellen Geschichten. Geschichten von Loyalität, von Vaterliebe, von Tapferkeit und dem Glauben an sich selbst.

Mit „Inside Out - Alles Steht Kopf“ liefert Pixar nun einen Film ab, der die clevere Unternehmensphilosophie brillant auf den Punkt bringt. Der bessere Titel für diesen Film wäre tatsächlich „Pixar“ gewesen. „Inside Out“ ist quasi Pixar in Reinkultur. Wurden  zuvor Fische, Spielzeug, Monster, Ameisen oder Roboter mit der Fähigkeit zu fühlen ausgestattet, so ist Pixar nun endlich am Ende der emotionalen Fahnenstange angekommen. In „Alles steht Kopf“ haben die Gefühle Gefühle. Und wieder funktioniert das deutlich besser, als man zunächst annehmen möchte.

Der Film hüllt seine Zuschauer in einen 90-minütigen, wohlig warmen Mantel aus Charme, Sympathie und Mitgefühl. Dass es hier am Ende nur für ein bisschen Küchenpsychologie vom Sachbuch-Grabbeltisch reicht, war von Anfang an klar. Und doch ist die kleine Botschaft, die uns der Film nach seinem Ende mit auf den Weg gibt, wieder einmal eine schöne. Weil sie eben universell gültig ist und niemandem wehtut. Ein echtes Feel-Good-Movie. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles steht Kopf - Trailer deutsch.

 

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Oscars 2016: Wenn Film-Poster die Wahrheit sagen würden.

Top Filme 2015: Unsere Top 10 

 

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Whiplash 

Oscar-Vehikel. Die Schublade, in der man „Whiplash“ nach dem ersten Trailer aufbewahren wollte, stand ganz weit offen. Und tatsächlich sollte es genau so kommen. J.K. Simmons bekam für seine Darstellung des widerlichen Lehrers einen Oscar. Ob das nun gerechtfertigt war oder nicht, soll uns an dieser Stelle nicht weiter interessieren, denn „Whiplash“ will mehr sein als eine konventionell errichtete Plattform für die beste Oscar-Performance. Der Film wirft relevante Fragen auf, die über sein virtuos inszeniertes Finale weit hinausreichen. Welchen Preis hat große Kunst? Und noch viel wichtiger: Ist man gewillt, diesen Preis zu zahlen? Koste es, was es wolle?

Nicht weniger als die Trophäe der Unsterblichkeit lockt Andrew, furios gespielt von Miles Teller, auf einen Leidensweg, der direkt durch die Vorhölle des Missbrauchs führt. Doch anstatt uns nach seiner beispiellosen Tortur aufs bequeme Hochplateau moralischer Überlegenheit zu führen, anstatt Musiklehrer Flechter zu einem lediglich von niederen Instinkten getriebenen Bösewicht zu stilisieren, bleibt „Whiplash“ unangenehm ambivalent.

Das ist es letztlich auch, was diesen ungemein spannenden und aufwühlenden Film sehr sehenswert macht. Dass dieser Film ganz nebenbei auch noch fantastisch geschnitten ist, sich toll anhört und sicher auf den Schultern zweier leidenschaftlicher Schauspieler ruht, darf trotzdem noch erwähnt werden. „Whiplash“ ist der Oscar-Film für Menschen, die den Glauben an Hollywoods begehrteste Auszeichnung eigentlich schon verloren haben.

Whiplash - Trailer Englisch.

Top-Filme-2015-Gute-Filme

Birdman

Alte Männer, die ihr Leben versaut haben und nun auf der Suche nach Erlösung reuig zu Kreuze kriechen. Wir geben es ehrlich zu: Das Thema ist in den letzten Jahren ein bisschen überreizt worden. Da gibt es interessantere Stoffe. Dass der „Birdman“ am Ende doch in unsere Top 5 geflattert ist, hat viel mit seinem erstklassigen Handwerk, noch mehr mit Michael Keaton und am meisten mit dem goldenen Kotzstrahl zu tun, den Regisseur Alejandro González Iñárritu in Richtung Superhelden-Mainstream erbricht.

So viel Gift und Galle hatten wir dem Mann im Vorfeld gar nicht zugetraut. „Birdman“ ist meisterlich auf Krawall gebürstet. Ein Film, der so hart mit Hollywood ins Gericht geht, dass es wunderbar wehtut. Unangenehm fühlt er sich trotzdem nicht an. Im Gegenteil. „Birdman“ wirkt auf Kinogänger, die in den letzten Jahren ein paar generische Superhelden-Blockbuster zu viel gesehen haben wie ein reinigender Sauna-Gang.

Die mit seelenlosem Bombast und erzählerischer Armseligkeit verstopften Poren werden durch Iñárritus Schweiß kathartisch frei gespühlt. „Birdman“ ist ein aggressiver Rundumschlag, der Hollywood auf hintersinnige Weise vorführt. Bevor wir „Birdman“ gesehen haben, wussten wir gar nicht, dass wir diese filmische Entschlackung unbedingt mal nötig hatten. Aber so ist das eben mit der cineastischen Gesundheit - man achtet viel zu wenig auf sie.

"Birdman" - Trailer 1 Englisch.

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Ex Machina

Das Publikum hat diesen guten Science-Fiction-Film mehr oder weniger vernachlässigt. Was sehr bedauerlich ist, denn immerhin laufen uns die Wörter „gut“ und „Science-Fiction“ nur noch höchst selten in Kombination über den Weg. Buchautor Alex Garland nahm hier erstmals auf dem Regiestuhl Platz und konnte dort sofort überzeugen. Ähnlich wie Duncan Jones´2009er „Moon“ nimmt sich auch „Ex Machina“ ein hoch interessantes Thema und leuchtet es in einem intimen Kammerspiel mit erstklassigen Darstellern einfühlsam aus. Wer Oscar Isaac bis dato noch nicht auf dem Schirm hatte, der musste spätestens hier auf das pralle Talent des Schauspielers aufmerksam werden. Flankiert wurde Isaac von der toll aufspielenden Alicia Vikander und dem im Film schön angeschlagenen Domhnall Gleeson.

Doch waren es am Ende weniger die schauspielerischen Leistungen, die diesen Film 2015 für uns zu etwas besonderem gemacht haben, sondern der intellektuelle Nachhall, den dieses Werk mit sich bringt. Hier hat sich wirklich jemand Gedanken über die moralischen Implikationen von künstlicher Intelligenz gemacht. Die Fragen, die dieser Thriller aufwirft, sind allesamt relevant und hoch aktuell. Und genau so sollte es in einem guten Science-Fiction Film auch sein. Fans des Genres dürfen diesen kleinen, intensiven Angriff auf unsere technologische Entwicklung auf gar keinen Fall verpassen.

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 Star Wars: Das Erwachen der Macht

Es gab deutlich bessere Filme als diesen. 2015 war randvoll damit. Dass „Star Wars 7“ dann doch auf unserer Liste gelandet ist, hat vielleicht auch mehr mit der Kinoerfahrung selbst zu tun, als mit dem tatsächlichen Film. Der hatte nämlich durchaus auch Schwächen. Und trotzdem hat uns kaum ein anderer Film in diesem Jahr im Kino so mitgenommen. J.J. Abrams‘  fulminante Hommage an die Original-Trilogie kam von Herzen und hat uns dort auch erreicht. Ein ungemein gefühlvoll erzählter Abenteuerfilm, der wenig neu, aber vieles richtig gemacht hat.

„Star War 7“ steht gemeinsam mit „Mad Max: Fury Road“ für Blockbuster-Kino wie es sein sollte auf dieser Liste. Emotional, packend, serviert mit ikonischen Charakteren und berauschenden Bilderwelten. Nach langer Zeit mal wieder ein Popcorn-Film, der diesen Namen als Qualitätsmerkmal bekommt und nicht als Alibi-Auszeichnung für seelenlosen Ramsch.

Star Wars 7 - TV-Spot 13 Englisch.

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Steve Jobs 

Das Biopic über den Apple-Mitbegründer Steve Jobs schwebte 2015 immer wieder über unseren Köpfen, versprachen wir uns doch einen Film, der den ambivalenten Charakter endlich mal richtig darstellt und uns sogar neue Eindrücke liefert. Die Voraussetzungen dafür waren äußerst vielversprechend: Oscar-Preisträger Danny Boyle übernahm die Regie, während Aaron Sorkin, der bereits „The Social Network“ zu Gold gemacht hatte, das Drehbuch schrieb. Sorkins ausgefeilte Dialoge müssten dann nur noch von den richtigen Schauspielern dargeboten werden und „Steve Jobs“ könnte zu einem fantastischen Film heranreifen.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Film entfernt die klassische Biopic-Struktur vom Aufstieg und Fall seines Helden und sorgt mit einer Dreiteilung für den nötigen Spannungsverlauf. Dabei sorgen eben jene erwarteten Dialoge, die Schauspieler und der Schnitt für ein Porträt, welches Steve Jobs bei Weitem nicht nur glorifiziert. Die Persona Jobs wird kritisch betrachtet. Neben seinen erfolgreichen Produktbewerbungen stehen nämlich eine lange geleugnete Vaterschaft und eine Mitarbeiterführung, die vom Genie nicht viel blicken lassen. Jene Ambivalenz wird von Michael Fassbender in jenen Momenten perfekt dargestellt, in denen Sympathie und Antipathie Hand in Hand gehen.

In „Steve Jobs“ vereinen sich Kamerabewegungen, Schnitte und der Soundtrack zu einer ruhelosen Bewegung, in die wir als Zuschauer total eingespannt sind. Als stiller Beobachter bekommen wir dabei alle Emotionen serviert, denen man sich nur schwer entziehen kann. Das Streitgespräch zwischen Fassbender und Jeff Daniels ist dabei nur ein absoluter Höhepunkt des durchwegs gelungenen Films.

„Steve Jobs“ erster Filmtrailer.

 

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Sicario

Nicht nur die Netflix-Serie „Narcos“ brachte den brutalen und ohne Rücksicht auf Verluste geführten Drogenkrieg wieder ins Gedächtnis der Zuschauer, sondern auch im Kino begeisterte uns der Thriller „Sicario“ mit seinem schonungslosen Blick auf Gewalt, Mord und dem düsteren Geschäft mit der Sucht. Mit dem eindringlichen Soundtrack von Jóhann Jóhannsson und der wunderschönen Kamerarbeit von Roger Deakins drückte uns der packende Höllentrip förmlich in den Kinosessel und Regisseur Denis Villeneuve beweist nach „Enemy“ und „Prisoners“ einmal mehr, dass er grade zu den talentiertesten und heißesten Regisseuren da draußen gehört.

Benicio Del Toro begeistert uns als kühler und undurchsichtiger Cop und Emily Blunt beweist nach „Edge of Tomorrow“ erneut, dass in ihr eine richtig toughe Dame steckt, die kräftig austeilen kann und endlich einen schauspielerischen Befreiungsschlag vollführt. „Sicario“ punktet bei uns mit einer packenden Inszenierung, tollen Bildern und einer dichten Geschichte, die wirklich bis ganz zum Ende mitreißt. Schneller Puls und Schweißperlen auf der Stirn vorprogrammiert! Für uns der spannendste und vielleicht frischeste Thriller des Jahres 2015.

Ich seh ich seh Poster

 

Ich seh, ich seh

Die Zukunft des europäischen Horrorfilms kommt aus Österreich: In „Ich seh, ich seh“ geht es um die Suche nach der eigenen Identität, erzählt von zwei kompromisslosen Filmemachern, die ihre eigene Identität als Regisseure bereits gefunden haben. Neben „The Babadook“ und „It follows“ ist „Ich seh, ich seh“ das Beste, was neugierigen und aufgeschlossenen Horror-Fans in diesem Jahr zustoßen kann. So unerbittlich und unaufhaltsam hat sich der verstörende Verlust der kindlichen Unschuld noch nie auf der Leinwand entfaltet, während die subtilen Horror-Elemente immer mehr unerträglicher Gewalt weichen.

In den Hauptrollen bekommt ihr außerdem die besten Zwillinge seit „Shining“ und wenn ihr nach diesem Film noch eine Tube Sekundenkleber in die Hände nehmen könnt, ohne dass eure Finger dabei zittern, dann seid ihr emotional noch kälter als die unterkühlten Bilder von „Ich seh, ich seh“.

Ich seh, ich seh - Trailer 1 Deutsch.

 

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