In unserer Rubrik „Was wurde aus...“ machen wir heute einen Ausflug in die 1980er Jahre und treffen dort auf den „Highlander“ Christopher Lambert. Viel brennender interessiert uns aber die Frage, was der gute Mann heute so treibt. Viel Spaß mit unserer kleinen Untersuchung zum ehemaligen Kult-Schauspieler Christopher Lambert!

 

Mortal Kombat

Facts 

„Highlander“ ist zweifelsfrei ein wahrer Kultfilm der 1980er Jahre, der vieles mitbringt, was für die Zeit unausweichlich scheint, inklusive einem Soundtrack der Superband Queen in ihrer Synthesizer-Phase und einem alternden Sean Connery mit bizarrem Toupet und ordentlich Schminke im Gesicht. Das grelle Fantasy-Spektakel erzählt die Jahrhunderte andauernde Lebensgeschichte des nahezu unsterblichen schottischen Kriegers Connor MacLeod (Lambert), der vom spanischen Artgenossen Ramírez (Connery) zum Schwertkämpfer ausgebildet wird und gegen barbarische Unsterbliche antreten muss, die ebenso wie er selbst nur durch Enthauptung getötet werden können. 

Der Fantasy-Streifen mit Trash-Appeal avancierte zum Kassenschlager, wurde Kult und zog zahlreiche Fortsetzungen mit sich, sowohl auf der Leinwand als auch in Form einer Serie. Christopher Lambert selbst überließ Adrian Paul die Hauptrolle in der „Highlander“-Serie (1992-1998), verkörperte im Kino aber weiterhin seinen berühmtesten Charakter und war in „Highlander: Endgame“ zur Jahrtausendwende bislang zum letzten Mal als Unsterblicher unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt zählte Christopher Lambert jedoch bereits seit einiger Zeit nicht mehr zu der ersten Riege Hollywoods und der eben genannte Film gilt auch bei vielen eingefleischten Fans eher als müder Versuch, an alte Erfolge anzuknüpfen. Leider ist dem in New York City geborenen Franzosen Christopher Lambert bis heute kein wirkliches Comeback gelungen und er ist immer noch vor allem als 1980er-Jahre - und B-Film-Ikone in Erinnerung geblieben.

Highlander - Trailer englisch

Seinen Durchbruch feierte Christopher Lambert 1985 in Frankreich als seriöser Schauspieler, der für seine Rolle eines Punkers in Luc Bessons Thriller „Subway“ mit dem César als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Kurze Zeit später folgte der „Highlander“ und bis in die 1990er Jahre konnte sich der Schauspieler in Hollywood mit einigen erfolgreichen Rollen behaupten. Er war unter anderem in Michael Ciminos Robin-Hood-Variante „Der Sizilianer“ zu sehen und spielte die Hauptrolle im Thriller „Knight Moves – Ein mörderisches Spiel“ neben Diane Lane. Doch bereits die Science-Fiction-Action von „Fortress – Die Festung“ war 1993 purer Trash, ging aber weltweit an den Kinokassen nicht unter. 

Was wurde eigentlich aus Highlander-Darsteller Christopher Lambert?

Trashfilme bestimmten auch den Rest der 1990er Jahre, doch wo die Computerspielverfilmung „Mortal Kombat“ zumindest finanziell ein großer Erfolg war, floppten Filme wie „Beowulf“ oder landeten ohne Kinostart gleich auf dem DVD-Markt („Resurrection – Die Auferstehung“). Die Angebote wurden seltener und Christopher Lambert drehte wieder in Europa, unter anderem an der Seite von Nastassja Kinski im Thriller „Im Spiegel des Bösen“. In Hollywoods B-Filmen waren nur noch Nebenrollen auf dem Programm und da auch ein Highlander hin und wieder einen Kontoauszug aus dem Bankautomaten holt, stattete Christopher Lambert 2010 der deutschen Schmonzette einen Besuch ab und spielte an der Seite von Veronica Ferres die Hauptrolle im TV-Zweiteiler „Das Geheimnis der Wale„. 

Auf diese gewagte Schauspieler-Kombi folgte eine kleine Rolle neben Nicholas Cage im Action-Streifen „Ghost Rider: Spirit of Vengeance“ sowie einige Auftritte in der Serie „Navy CIS: L.A.“. Abhilfe könnten demnächst die allseits hoch geschätzten Coen-Brüder schaffen, denn Christopher Lambert steht auf der Besetzungsliste ihrer für 2016 angekündigten Komödie „Hail, Caesar“. Auch hierbei wird es sich um keine Hauptrolle handeln, aber immerhin um einen Auftritt an der Seite von George Clooney und definitiv nicht in einem Trash-Film! Sollte sich aus dieser Gelegenheit allerdings kein neuer Karriere-Schub ergeben, muss Herr Lambert auch nicht traurig sein, schließlich hat er ein Weingut in Frankreich, um das er sich kümmern kann und ein Restaurant in Argentinien, das auch regelmäßig besucht werden möchte.

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Marek Bang
Marek Bang, GIGA-Experte.

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