Narcos - Kritik: Diese Drogen-Serie macht uns total high

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US-Streaming-Anbieter Netflix hat dieses Jahr wahrlich schon eine beachtliche Anzahl an großen Hits hingelegt. Dementsprechend hoch sind nun auch die Erwartungen an die neue Netflix Original Serie „Narcos“, die am 28. August anläuft. Wir haben schon mal in die ersten Folgen reinschauen dürfen und verraten euch, ob Netflix erneut einen Treffer gelandet hat. 

Alle Macht den Drogen

Pablo Escobar gehörte zu den größten Drogenhändlern, den brutalsten Kriminellen und den reichsten Männern aller Zeiten. Der von George Bush zum Staatsfeind Nummer 1 erklärte Schwerverbrecher stürzte sein Heimatland Kolumbien in eine Flut aus Gewalt, Mord und Korruption. „Narcos“ beleuchtet den Aufstieg, die goldenen Zeiten und den Niedergang des Pablo Escobar (Wagner Moura). Erzählt wird die Geschichte sowohl aus der Perspektive des Kokain-Königs selbst, als auch aus der der Ermittler, die ihm auf dem Fersen sind. Angesiedelt an der US-amerikanischen Botschaft in Bogotá versuchen Javier Pena (Pedro Pascal) uns Steve Murphy (Boyd Holbrook) dem Drogenhandel Herr zu werden. Dabei stehen ihnen in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern weder moderne Abhörtechnik, noch GPS, noch das Internet zur Verfügung. Hintergrundinformationen zur Geschichte liefert Schauspieler Holbrook in einem Voice-Over, der die Zuschauer so immer auf dem Laufenden hält.

Großartige Stimmung und ehrliche Erzählweise

Die Story des Pablo Escobar ist so hanebüchen, so voller Sex, Gewalt und Macht, dass man sich unweigerlich fragt, warum noch niemand den Stoff in einer solchen Art und Weise verarbeitet hat. Angefangen von der Ausstattung, den fantastischen Kulissen bis hin zu den wirklich tollen Schauspielern schafft es die Serie von Anfang an, dem Zuschauer ein authentisches Bild vom Mittelamerika der Siebziger und Achtziger zu vermitteln. So glaubwürdig wirkt die Szenerie, dass man fast meint, wie die Protagonisten in der Tropenhitze zu schwitzen - selbst im wohltemperierten, heimischen Wohnzimmer. Interessant ist auch die Erzählweise aus verschiedenen Blickwinkeln, die neben den brutalen Verbrechen Escobars und seiner Bande auch dessen Privatleben und seine Wohltätigkeit darstellt. Statt schwarz -weiß wird tropisch bunt serviert. Das gilt übrigens auch für die restlichen Charaktere. Selbst die nicht historisch belegbaren Figuren der Serie wirken so durchdacht, dass man sie nicht von den Porträts der real existierenden unterscheiden kann.

Unser Fazit nach den ersten Folgen

„Narcos“ steht seinen Geschwistern aus dem Hause Netflix in nichts nach. Gewohnt hohe Standards an Produktion und Schauspieler machen die Serie zu einem wahren Vergnügen, einer kurzweiligen Geschichtsstunde (inklusive Sex und Waffen) und nicht zuletzt zu einem packenden Drama, das den Zuschauer schon nach den ersten Momenten in seinen Bann zieht.

Narcos Staffel 1 - Trailer Deutsch HD.

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Daniel Schmidt
Daniel Schmidt, GIGA-Experte.

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