Traurige Filme: Die herzergreifendsten Film-Tode der Kinogeschichte (Spoiler!)

Tobias Heidemann 10

Wenn uns das Kino berührt, dann ist das immer etwas Besonderes. Traurige Filme, die uns zu Tränen gerührt haben, bleiben eben in Erinnerung. Sie erhalten einen speziellen Platz in unserem Herzen. Szenen, die uns im Kino zum Weinen gebracht haben, begleiten uns manchmal sogar ein Leben lang. Für uns Grund genug, dieser tragischen Angelegenheit einmal eine eigene Liste zu spendieren. Bei welchem Film hast du geweint? Diese Frage haben wir der GIGA-Redaktion gestellt. Bei der Sichtung der Antworten wurde sehr schnell klar: Der Tod lieb gewonnener Charaktere wiegt besonders schwer. Um Figuren, die auf der Leinwand ihr Leben gelassen haben, trauern wir am längsten. Und so kam am Ende die ultimative Heul-Liste heraus. Hier sind die herzergreifendsten Film-Tode der Kinogeschichte.

Ellie – Oben

Das muss man erst einmal schaffen. Pixars „Oben“ lief gerade mal fünf Minuten und schon hörte man seinerzeit den kompletten Kinosaal mit den Tränen kämpfen. Egal, ob jung oder alt – Ellies Tod und Carls ergreifende Trauer gleich zu Beginn des Films ließ die Wenigsten kalt. Für gewöhnlich müssen Filmemacher einen solchen Moment von langer Hand vorbereiten, damit uns das Ableben der Figur auch wirklich ans Herz geht. „Oben“ gelingt dieses beachtliche Kunststück bereits binnen der Eröffnungssequenz. Und dass auch noch fast ohne Worte. Uns fällt kein anderer Film ein, der etwas Derartiges jemals geschafft hat.

Danny - American History X

Es gibt Filme, die wähnen uns absichtlich in Sicherheit, nur damit sie uns dann in einem Moment der Unachtsamkeit hinterhältig in die Magengrube schlagen können. „American History X“ hat dieses hundsgemeine Manöver  perfektioniert. Gemeinsam mit Edward Nortons Charakter haben wir uns mühsam und qualvoll aus dem braunen Sumpf gekämpft, um Bruder Danny eine andere Zukunft zu ermöglichen. Eine emotionale Tour de Force, die Regisseur Tony Kaye ausgerechnet im Moment der Befreiung vollkommen ungebremst in den Abgrund lenkt. Was für ein Arschlochmove!

Sue - Eine Frau in New York

Dieser kleine, harte Indie-Streifen aus dem Jahr 1997 zog seinem Publikum damals erbarmungslos den Boden unter den Füßen weg. Gemeinsam mit „Sue“ lässt uns Regisseur Amos Kollek in das Bodenlose der sozialen Kälte stürzen. Der Film erzählt die Geschichte einer ehemaligen New Yorker Büroangestellten, die auf der Suche nach Arbeit und ein bisschen menschliche Wärme langsam den Halt und schließlich die Wohnung verliert. Ein schonungslos dargestellter sozialer Abstieg, der aufgrund seiner hohen Glaubwürdigkeit ganz schlimm an die Nieren geht und Sue einsam in aller Öffentlichkeit auf einer Parkbank verenden lässt. Ätzend.

Captain John Miller – Der Soldat James Ryan

Mit dem AIDS-Drama „Philadelphia“, der „Green Mile“und „Forrest Gump“ war Tom Hanks gleich mehrfach für diese Liste nominiert. Ob es da wohl ein Muster gibt? Hanks lässt uns offenbar ganz gerne mal heulen. Die erste Platzierung bekommt er jedenfalls mit seinem Heldentod in „Der Soldat James Ryan„. Wirklich neu war die Szene, in welcher Captain John Miller auf tragische und vorbildliche Weise von uns geht allerdings nicht. Spielberg zog hier wirklich alle bekannten Register des klassischen Kriegsfilms. Ein Held, der kurz vor seinem Ticket nach Hause dann doch noch den Tod findet, ein Mörder, der kurz zuvor vor unserem Helden begnadigt wurde und natürlich die noble Geste der gesamten Mission an sich. Funktioniert hat die Szene aber trotz des Second Hand-Charakters ganz hervorragend.

 

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