Komaglotzen leicht gemacht: Orphan Black

Daniel Schmidt 1

Gerade kam der erste, wenn leider auch sehr kurze Trailer der kanadischen Sci-Fi Serie „Orphan Black“ raus. Wer das actiongeladene Drama um eine Gruppe geklonter Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten noch nicht gesehen hat, sollte das jetzt unbedingt nachholen.

Komaglotzen leicht gemacht: Orphan Black

Mit ihrer Mehrfachrolle in „Orphan Black“ hat sich die Kanadierin Tatiana Maslany unter die erste Riege der Darstellerinnen gespielt. Sogar für eine tragende Rolle im angekündigten „Star Wars“ Spin-off war sie schon im Gespräch. Bisher hat es leider bei den großen Fernsehpreisverleihungen noch nicht die verdienten Trophäen geregnet, mit der kommenden dritten Staffel könnte sich das allerdings doch noch ändern. Die Fortsetzung soll nämlich noch spannender und vor allem gefährlicher werden als alles bisher gesehene.

Keine Lust auf Sci-Fi? Wir haben auch noch andere Vorschläge zum Komaglotzen für euch auf Lager:

 

Überblick

Sarah Manning (Tatiana Maslany), eine ziemlich abgehalfterte Punkerin, wird Zeuge des Selbstmordes einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Kurzer Hand beschließt sie, die Identität der Verstorbenen anzunehmen und sich selbst quasi sterben zu lassen. Als die Leiche dann von ihrem Adoptivbruder Felix (Jordan Gavaris) als Sarah Manning absichtlich falsch identifiziert wird, schlüpft sie endgültig in die Rolle der Polizistin Beth.

Bald stellt sich heraus, dass Sarah und Beth nicht die einzigen waren, sondern nur zwei von einer Vielzahl von Klonen, die auf der ganzen Welt verstreut sind und nun von einem Attentäter gejagt werden. Als mit Katja Obinger eine Deutsche aus dem Klonprogramm ermordet wird, muss Sarah alias Beth die Ermittlungen leiten. Die Attentäterin, eine religiös fanatische  Ukrainerin, ist ebenfalls eine genetische Kopie von Sarah.

Gemeinsam mit ihren „Schwestern“ Cosima, einer Wissenschaftlerin und der Hausfrau Alison ist Sarah auf der Suche nach Antworten auf die Frage nach Ihrer Herkunft und dem Zweck Ihrer Existenz. Dabei kann Sarah aber nicht nur an sich denken, denn sie hat eine kleine Tochter, die bei einer Pflegemutter aufwächst. Nach und nach tun sich immer mehr Abgründe auf, als Sarah und Co. tiefer und tiefer in die Welt von „Project Lida“ eintauchen.

Warum es sich lohnt

Allem voran steht auf jeden Fall die grandiose Leistung von Hauptdarstellerin Tatiana Maslaney, die pro Episode in bis zu fünf verschiedene Rollen schlüpfen muss. Doch auch der restliche Cast muss ich nicht hinter der Leading Lady verstecken. Neben Maria Doyle Kennedy (Dexter) als Sarahs Adoptivmutter ist zum Beispiel auch Michiel Huisman (Game of Thrones) als Vater ihrer Tochter Kira zu sehen. Gemeinsam trägt der brillante Cast eine Story, die zugleich vertraut und doch irgendwie neu erscheint. Denn während „Orphan Black“ eindeutig dem klassischen Sci-Fi zuzuordnen ist, bietet die Story viel mehr als nur fortgeschrittene Klontechnologie. Besonders die vielschichtige Gruppe geklonter Frauen wirft immer wieder unterschwellig Fragen von Identität und Frauenbild auf, ohne tatsächlich eine feministische Serie zu sein.

Last but not Least kommen aber auch Action und Spannung nie zu kurz. Um sich gegen Attentäter, Wissenschaftler und Firmenbosse durchzusetzen, müssen die Frauen zu allen ihnen zur Verfügung stehenden Waffen greifen und entkommen oft nur knapp mit dem Leben, manchmal sogar nicht. Der Plot entfaltet sich nach und nach im perfekten Tempo. Neue Infos zu Hintergründen erfährt man scheinbar immer dann, wenn man die letzte große Enthüllung gerade verdaut hat, was den Spannungsbogen auf einem konstant hohen Niveau hält.

 

 

Wie? Was? Wo?

Die ersten beiden Staffeln bestehen aus jeweils 10 Folgen mit einer Länge von ca. 45 Minuten. Das ist zwar sportlich, aber durchaus an einem Wochenende zu schaffen. In Deutschland liefen die ersten beiden Staffeln bereits 2015 im FreeTV auf ZDF NEO. Außerdem sind alle bisher gesendeten Episoden auf Netflix Deutschland jederzeit verfügbar. Für die kommende dritte Staffel, die im April in den USA und Kanada anlaufen wird, gibt es leider noch keinen deutschen Starttermin. Natürlich findet man auch entsprechende DVD und Blu-ray bei Amazon.

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Zum Thema: Orphan Black: Wann erscheint Staffel 3?

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