Online kann der Überbringer der schlechten Nachricht nicht geköpft werden, daher wollen wir uns nicht unnötig zieren: Eine vierte Penny-Dreadful-Staffel wird es nicht geben. Für die Fans eine echte Überraschung, für Showrunner John Logan ein würdiges Ende. Eine Entscheidung, deren genauere Betrachtung das Letzte ist, was wir für Penny Dreadful noch tun können. 

 

Penny Dreadful: Trailer, Cast, Release + Episodenguide

Facts 
 

Penny Dreadful: Trailer, Cast, Release + Episodenguide

Facts 

Die dritte Staffel von Penny Dreadful ist inklusive des finalen Finales in den USA bis zum 19.06.2016 gelaufen. Hierzulande könnt ihr die Serie nahezu parallel bei Netflix schauen, allerdings sind die achte und neunte Folge im Verzug und noch nicht online abrufbar. Welche Gründe dafür ursächlich sind und wann ihr mit den letzten beiden Folgen rechnen könnt, war bislang nicht zu ermitteln.

Damit ist allerdings deutschen Fans die unangenehme Überraschung erspart geblieben, die Fans in den USA ohne jede Vorankündigung einfach aushalten mussten, die Einblendung am Ende der 9. Folge: „The End“. Und dies meinen die Macher absolut wörtlich, das Staffelfinale ist gleichzeitig auch das Finale der gesamten Serie. Ein Serien-Aus ohne Ankündigung - ein Rausschmiss aus dem viktorianischen London ohne Chance auf Wiederkehr.

Penny Dreadful Staffel 4: Was hat sich Logan dabei gedacht? (Vorsicht: Spoiler enthalten)

Auch wachsame Fans hatten keine Chance, diesen Schritt von Showrunner John Logan und Showtime-Präsident David Nevins vorherzusagen. Es gab keine Anzeichen, Informationen und noch nicht mal Gerüchte. Die Quoten der dritten Staffel waren zwar nicht umwerfend, aber dafür beständig und teilweise sogar besser als die der zweiten Staffel. Auch wenn gemunkelt wird, die Entscheidung hätte hauptsächlich mit den Quoten zu tun: Rational leuchtet diese Begründung nur ganz bedingt ein.

Das Ende war von langer Hand geplant

Serienschöpfer John Logan wusste aber anscheinend schon zu Beginn der Produktion der dritten Staffel, dass das Ende nah ist. In einem EW-Interview mit Logan und Nevins lässt sich herauslesen, dass vor allem inhaltliche Gründe das Aus der Serie veranlassten. So sagte Nevin: „Als wir darüber sprachen, was wir in der nächsten Staffel machen, sagte John, dass Vanessa Ives sterben muss und er auch genau weiß, wie das vor sich gehen soll. Und wenn Vanessa Ives ihr Ende gefunden hat, dann hat auch die gesamte Serie ihr Ende gefunden.“

Nevin berichtet, dass ihn bei dieser Ansage auch die Trauer gepackt und er entsprechend interveniert hätte, dass es doch noch so viele andere tolle Charaktere in der Serie gäbe. Logan aber bestand darauf, dass die Dramaturgie auf diesen einen Endpunkt zusteuere und dass eine andere Entscheidung nicht klug wäre. Er musste Nevin dann versprechen, dass er ein „unglaublich befriedigendes Ende“ erschaffen werde, ein Versprechen das Logan gab und nach Ansicht von Nevin auch gehalten hat.

Die Fans zuvor nicht zu warnen, sondern mit der „The-End-Botschaft“ am Ende der 27. Folge tüchtig zu schocken, war ebenfalls eine ganz bewusste Entscheidung der Macher.

Eine genauere Diskussion der letzten Folge wollen wir an dieser Stelle noch außen vor lassen, denn in Deutschland war sie bislang noch nicht auf Netflix zu sehen. In folgendem Video könnt ihr euch die schlechte Nachricht noch mal vom Verursacher John Logan selbst anhören:

Noch mehr Serien, die 2016 enden?

 Bilder via Netflix

WhatsApp: Kennt ihr die Bedeutung dieser Emojis?