Preacher hat begonnen und die Frage ist nun, ob die Serie es schafft, ähnlichen Kult-Status wie das Comic zu erreichen. Arseface stellt unter den Charakteren der Serie eine besondere optische Herausforderung dar, die wirklich hervorragend bewältigt wurde. Mehr zu seinem Charakter und der großen Make-Up und Masken-Kunst lest ihr hier. 

 

Preacher: Besetzung, Trailer & alle Infos zur Serie

Facts 

Am 22. Mai hat die Serie in den USA Premiere gefeiert. Die Erwartungen waren hoch, denn Garth Ennis ist ein Meister der absurden Charaktere, deren Umsetzung in Bewegtbilder doch einiges an Mut erfordert. Die Einschaltquoten für den Piloten waren allerdings eher mäßig. Die Sorge, dass das violente Werk von Garth Ennis & Steve Dillon für die breite Öffentlichkeit entschärft und damit seinem ganz eigenen Reiz beraubt wurde, scheint zwar bisher unberechtigt zu sein, aber 2,4 Millionen sind noch kein Grund zu jubeln. Daher sind wir aktuell sehr gespannt, ob es eine zweite Staffel Preacher geben wird oder nicht. In diesem Mini-Trailer erhascht ihr einen ersten Eindruck von Arseface:

Wer ist Eugene „Arseface“ Root?

Eugene Root ist ein Teenager, der in einem missbräuchlichen Haushalt aufgewachsen ist und im Stile seine Idols Kurt Cobain einen Selbstmordversuch verübte. Es blieb allerdings bei dem Versuch und Arseface war geboren. Dieser Charakter hat sogar ein eigenes Special-Heft bekommen: Preacher: The Story of You-Know-Who. Darin erfährt der geneigte Leser mehr zum biographischen Hintergrund von Eugene und seiner tragischen Geschichte, die bestimmt wurde von einem Schläger-Vater (ein Sheriff), einer alkoholkranken Mutter und einem besten Freund, mit dem er einen Selbstmord-Pakt schließt. Sein Freund Pube schob sich das Gewehr in den Mund und konnte erfolgreich aus dem Leben scheiden, während Eugene die Waffe unters Kinn hielt und unglücklicherweise dabei vornehmlich seinen Kiefer eliminierte. Daher ist er fortan entstellt, aber nahm sich vor, kein verbittertes Arschloch zu werden, sondern sein Leben positiver auszurichten.

Rein optisch ist der Charakter auf jeden Fall gelungen - wem der Eindruck im Trailer zu kurz ist, kann sich dank des Twitter-Posts von Seth Rogen, ausführlich mit dem Foto des Protagonisten auseinandersetzen. Der Schauspieler, der sich für die Rolle so mutig entstellen ließ, ist Ian Colletti, den man aus Phoebe in Wonderland, Der Junge, der nicht lügen konnte und Baby Mama kennen könnte. Sein Vater, der Sheriff Root wird von W. Earl Brown verkörpert.

So wird man ohne Schrotflinte zum Arschgesicht

Greg Nicotero ist einer der Verantwortlichen für die grandiose Maske von Arseface. Der Mann ist eine Legende, der auch bei Tanz der Teufel 2, Freddy`s New Nightmare, Kill Bill Volume 1 & 2 und Sin City mitarbeitete. Derzeit ist er auch noch für The Walking Dead tätig.

Vor dem finalen Aussehen von Eugene Root bzw. seinem Darsteller Ian Colletti standen mehr als ein Dutzend Versionen, bei denen vor allem die Größe des Schusslochs moduliert wurde. Zwar hat die Entwicklung allen Beteiligten wohl auch Spaß gemacht und die Zusammenarbeit zwischen dem Special-Effects-Team und den beiden Preacher-Serien-Entwicklern Seth Rogen und Evan Goldberg funktionierte auch gut, allerdings brauchte es wohl auch den Showrunner Sam Catlin um die eine oder andere Woge wieder zu glätten.

Nachdem die Maske stand, kam schon die nächste schwierige Aufgabe, nämlich die Befestigung am Gesicht des Schauspielers, so dass dieser noch reden und sympathisch wirken konnte. Das Anbringen der Prothese am Kiefer hat jeweils um die zwei Stunden beansprucht und beim Dreh in New Mexiko wurde es natürlich auch ziemlich heiß, also musste man entsprechend nacharbeiten und die Übergänge im Blick behalten. Collettis Zähne wurden geschwärzt und auch seine Lippen wurden schwarz bemalt, damit man im Loch alles als schwarz wahrnimmt.

Wenn ihr jetzt Preacher schaut, achtet mal darauf - Ian Colletti macht seine Sache wirklich gut - es ist sicher schwierig, mit so einer Konstruktion im Gesicht so ausdrucksstark zu spielen wie er es tut.

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