Anime Awesome: Studio Ghibli - die besten Filme der Anime-Könige

Robin Schweiger 34

Wen man Film-Fans nach ihren Lieblings-Filmen in einem bestimmten Genre fragt, dann trifft man in der Regel auf hunderte, verschiedene Meinungen. Umso beeindruckender ist der Status, den sich Studio Ghibli bei Anime-Fans erarbeitet hat: Jeder neue Film der Japaner wird herbeigesehnt und – bis auf wenige Ausnahmen – gefeiert. Zeit für ein Resümee: Welche sind die besten Studio Ghibli-Filme aller Zeiten? 

Anime Awesome: Studio Ghibli - die besten Filme der Anime-Könige

„Studio Ghibli“ wurde im Juni 1985 von Isao Takahata und Hayao Miyazaki nach dem großen Erfolg von Miyazakis letztem Film „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ gegründet und veröffentlicht seitdem mindestens alle zwei Jahre einen neuen Film. Das Studio wird gelegentlich direkt mit der westlichen Verbreitung des Anime an sich in Verbindung gebracht. Oftmals werden die Streifen zudem mit den Animationsfilmen von Pixar verglichen: Beide Studios zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass ihre Filme sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet sind.

Dabei ist Pixar jedoch ohne Frage insgesamt kinderfreundlicher: Ghibli-Filme schrecken nicht davor zurück, Gewalt auf sehr realistische Art und Weise zu zeigen, wenn es denn nötig ist. Das ist in Verbindung mit den oftmals fantastischen Kreaturen nur umso mitreißender: Wenn einem wunderschönen Fabelwesen plötzlich ein Körperteil abgehackt wird und statt buntem Feenstaub dunkles Blut aus der Wunde schießt, ist das für das westliche Publikum ziemlich ungewohnt.

Bevor ich mit meiner ganz persönlichen Liste loslege, muss ich einige Einschränkungen treffen. Leider habe ich bis heute nämlich mit „Mein Nachbar Totoro“ und „Die letzten Glühwürmchen (Grave of the Fireflies)“ zwei der beliebtesten Ghibli-Filme nicht gesehen.

Ich habe noch nicht einmal eine gute Ausrede dafür – mittlerweile sind beide Filme auch in der toll designten „“ erschienen – und werde diesen Artikel dementsprechen updaten, sobald ich mich selbst von ihrer Qualität überzeugen konnte. Bis dahin seid ihr natürlich eingeladen, in den Comments eure eigenen Lieblings-Filme des Studios aufzuzählen.

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Die besten Ghibli-Filme: Platz 5

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Nausicaä aus dem Tal der Winde

Wenn man es ganz genau nimmt, ist „Nausicaä“ kein Ghibli-Film, da das Studio als unmittelbare Konsequenz seines Erfolgs überhaupt erst entstanden ist. Da Miyazaki jedoch für die Kreation und Regie verantwortlich war, wird er heute allgemein als erster Film des Studios mitgezählt und erscheint auch in der offiziellen Blu-ray Collection.

Tatsächlich werden viele Themen, die die nachfolgenden Anime des Studios beherrschen sollten, bereits hier das erste Mal aufgegriffen. Als Pazifist behandelt Miyazaki häufig die Sinnlosigkeit des Kriegs und kombiniert dies im Falle von „Nausicaä“ mit einem Plädoyer für die Erhaltung der Umwelt.

1000 Jahre nach einem apokalyptischen, siebentägigen Krieg erholt sich die Menschheit noch immer von den Folgen. Ein Großteil der Erde ist von einem toxischen Pilzwald, dem sogenannten „Meer der Fäulnis“ bedeckt, in dem teils gigantische Insekten ihr Dasein fristen. Während das Volk des Tals der Winde ein friedliches Leben führt, kämpfen die Nationen Pejite und Torumekia um den letzten, verbleibenden Titanen – eine der Kampfsmaschinen, die im siebentägigen Krieg zum Einsatz kamen. Mit ihr wollen sie das Meer der Fäulnis verbrennen, um so wieder die Kontrolle über die Erde zu übernehmen.

„Nausicaä“ ist ein hoch komplexer Film, der mit seiner teils grausamen Darstellung des Kriegs zwischen Pejite und Torumekia wortwörtlich keine Gefangenen macht. Die ekelhaft aussehenden, bedrohlich wirkenden Insekten dagegen entpuppen sich lediglich als letzte Verteidigungslinie für das Meer der Fäulnis, dessen geschichtliche Hintergründe für einige sehr effektive Überraschungen sorgen. Es hätte kaum einen besseren Bewerbungsfilm für Miyazaki geben können.

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