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Prinzessin Mononoke

Ich sah „Prinzessin Mononoke“ das erste Mal ohne groß etwas zu ahnen auf RTL 2. Es war eine Zeit, in der Anime für mich noch gleichbedeutend mit „Dragonball Z“ und „Pokemon“ war. Umso schockierter und begeisteter war ich, nachdem ich eines der größten Meisterwerke Miyazakis zu Gesicht bekam.

„Prinzessin Mononoke“ erzählt die Geschichte von Ashitaka, der, aus einem fernen Land kommend, zwischen die Fronten eines Krieges zwischen den Waldgöttern und Arbeitern gerät, die Anspruch auf die Rohstoffe des Waldes erheben. Im Gegensatz zu „Nausicäa“ wird weniger eindeutig zwischen Gut und Böse unterschieden: Beide Seiten kämpfen erbittert (und teilweise extrem blutig) für ihre Sache und selbst die namensgebende Mononoke ist kaum von ihren kriegerischen Absichten abzubringen.

Kaum ein andere Ghibli-Film zeigt die Konsequenzen des Krieges auf so brutal ehrliche Weise, wie es „Prinzessin Mononoke“ tut. Körperteile fliegen durch die Gegend, Blut fließt im Überfluss. Doch zu keinem Zeitpunkt ergötzt sich der Streifen daran: Die Gewaltspitzen kommen plötzlich und schockierend, sind niemals reiner Selbstzweck.

Gerade in meiner Generation scheint „Prinzessin Mononoke“ häufig der Film zu sein, der das Anime-Genre für viele aus den Dragonball-Gefilden herausholte und dessen wahre Bandbreite offenbarte.

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