RIDE ALONG - Kritik

Philipp Schleinig

"RIDE ALONG" | Trailer & Kritik Review Deutsch German [HD].
Lest hier unsere Text-Kritik zu „Ride Along“.

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Als die Zuschauer begannen, Kevin Hart auf der Bühne auszubuhen, schüchterten sie den nur 1,63m großen Stand-Up-Comedian so sehr ein, dass er die Bühne verließ. An diesen Erfahrungen, die nun auch schon knapp 20 Jahre zurückliegen, ist Kevin Hart gewachsen und gilt heute als einer der besten Comedians der USA. Seine Bühnenprogramme spielen Millionen US-Dollar ein und füllen gigantische Hallen. Klar, dass das Zusammenspiel von Kevin Hart und der Filmindustrie auch eines Tages auf dem Programm stand. Eine Kooperation, die 2001 begann und in inzwischen circa 50 Produktionen mündete.

Nach vielen Nebenrollen, Gastauftritten und Cameos war es 2014 für Kevin Hart soweit: Seine erste große Hauptrolle in einem Film – abseits der Bühne. In „Ride Along“ mimt Hart den Videogame-fanatischen Wachmann Ben Barber, der einen Ausbildungsplatz an der Polizei-Akademie sicher hat, von seiner bildhübschen Freundin Angela (Tika Sumpter) über alles geliebt wird und sich auch sonst in keinerlei Weise beklagen kann. Nächster Schritt: Angela heiraten. Die ist allerdings als Waisenkind aufgewachsen und hat nur noch eine zusätzliche Person, die ihr nahesteht – ihr Bruder James (Ice Cube). Dieser ist ein eiserner Cop, der nichts für schwache Charaktere übrig hat und seinem Schwager in spe wenig Sympathie entgegen bringt.

Weitere Inhaltsbeschreibungen dürften sich an dieser Stelle als unnötig erweisen, denn diese Storyline wurde schon unzählige Male auf die Kinoleinwand gebannt. Bis zu diesem Punkt wird jeder Leser wissen, dass sich Ben gegenüber James natürlich beweisen muss und ihn daher einen Tag auf Streife – ein sogenannter ‚Ride Along‘ – begleiten soll. Es kommt, wie es kommt und die Angelegenheit läuft aus dem Ruder. Sämtliche Irrungen und Wirrungen gab es bereits zu sehen, sämtliche Twists sind kaum überraschend. Dass dies nicht gleich schlecht sein muss, bewiesen Filmprodukte schon oft. Es ist alles eine Frage der Innovation!

Und hier weist „Ride Along“ seine größte Schwachstelle auf: Die Innovation fehlt. Dabei lag der Schlüssel zum Glück doch eigentlich auf der Hand. Beziehungsweise vor den Augen: Kevin Hart. Mit seiner Mimik und Gestik, seinem hohen Geschrei und seiner komischen Art hätte er dem Film gewinnbringend dienen können. Solche Szenen gibt es in „Ride Along“ zwar, aber sie sind bei Weitem zu wenig und lassen sich an einer Hand abzählen. Bei Filmen wie diesen erwarten wir nicht immer eine emotionale Tiefe und eine nachvollziehbare Motivation. „Ride Along“ ist als Buddy-Cop-Komödie ausgelegt und soll daher vor allem eines: uns zum Lachen bringen. Wir wollen mehr Geschrei, wir wollen mehr Slapstick – wie etwa in der Szene am Schießstand – wir wollen mehr Kevin Hart.

Leider lässt das Drehbuch dessen Potenzial fahrlässig liegen und so entsteht wieder einmal eine lauwarme Komödie, der es zwar leicht fällt, seicht zu unterhalten, aber es verpasst, sich in irgendeiner Art und Weise abzusetzen. Nichtsdestotrotz sorgt das Gespann aus Ice Cube und Kevin Hart durchaus für Spaß und Spannung. Aber der Klamauk und der Schlagabtausch lassen sich schmerzlich vermissen.

Fazit:

Kurzweilig, seicht und unterhaltend – und dennoch fehlt „Ride Along“ eine gehörige Portion Kevin Hart, um wirklich aus der Masse an Buddy-Komödien herauszustechen.

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