Die besten Sportfilme aller Zeiten: 10 Sieger der Herzen

Marek Bang 1

Als wir 2014 Fußball-Weltmeister wurden, hat sich fast jeder über den Titel gefreut - ob nun Fan oder nicht. Auch auf der Kinoleinwand erfreut sich der Sport einer großen Beliebtheit, egal ob nun Fußball, Baseball oder das gute alte Boxen. Filme wie „Rocky“ sind wahre Evergreens und darum widmen wir uns heute dem Sportfilm und präsentieren euch 10 große Sportfilme, die jeder Film- und Sportfan gesehen haben sollte.  

Ob klassische Aufsteigergeschichten, spannungsgeladene Duelle oder komödiantische Aussetzer, im Sportfilm lassen sich die verschiedensten Emotionen gebündelt auf die Leinwand hieven. „Rocky“  machte Sylvester Stallone einst zum Star, Boxweltmeister Jake LaMotta verhalf Method-Actor Robert De Niro zum Oscar und hierzulande erwärmte „Das Wunder von Bern“ die Herzen vieler Fußballfans. Wir huldigen daher in der heutigen Topliste dem Genre des Sportfilms und präsentieren euch 10 sehenswerte Werke aus 40 Jahren Filmgeschichte, die zu  echten Evergreens geworden sind oder aus dem Zelluloid geschnitzt sind, bald ein solcher zu werden. Da sich unter dem großen Begriff des Sportfilms so unterschiedliche Varianten wie Dramen, Komödien oder Biopics versammeln, präsentieren wir die Werke in chronologischer Reihenfolge und verzichten auf die Krönung eines einzelnen Siegers.

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Die Filmwelt besteht natürlich nicht nur aus Sportfilmen, daher  haben wir noch mehr Top-Listen für euch vorbereitet:

Die zehn besten Sportfilme - Teil 1

„Rocky“ (1976, Regie: John G. Avildsen)

Natürlich gab es schon immer gelungene Sportfilme wie das Baseball-Drama „Die Nacht kennt keine Schatten“ und die Filmgeschichte beginnt nicht in den 1970er Jahren. Dennoch wollen wir dieser Topliste der besten Sportfilme die heutigen Sehgewohnheiten nicht allzu sehr strapazieren und beginnen mit einem Meilenstein aus dem Jahr 1976. Der damals völlig unbekannte Sylvester Stallone legte sein ganzes Herzblut in das Drehbuch zur klassischen Aufsteigergeschichte eines Underdogs mit extremen Nehmerqualitäten und feierte mit der Boxer-Saga „Rocky“ einen kometenhaften Aufstieg in Hollywood. Am Ende folgten vier mäßige Sequels und ein würdiger Abschluss mit „Rocky Balboa“, doch es ist und bleibt der erste „Rocky“-Film, der es nicht nur in die Besten-Listen aus dem Bereich Sportfilm schafft, sondern auch allgemein zum Besten zählt, was Hollywood seinerzeit auf die Leinwand gebracht hat.

Die Story ist so simpel wie effektiv: Ein Amateur-Boxer aus einfachsten Verhältnissen erhält die einmalige Chance, gegen den amtierenden Weltmeister anzutreten und nutzt diese Gelegenheit auf beeindruckende Weise. 2015 wird Sylvester Stallone übrigens noch einmal in die Rolle des Rocky Balboa schlüpfen und zwar im Spin-off „Creed“, das den Werdegang des Sohnes seines ersten Gegenspielers Apollo Creed nachzeichnet.

Hier geht es zum Trailer von Creed mit Sylvester Stallone als Rocky Balboa

Rocky - Trailer englisch.

„Schlappschuss“ (1977, Regie: George Roy Hill)

„Der Clou“-Regisseur George Roy Hill etablierte Robert Redford und Paul Newman in den 1970er Jahren zum ersten relevanten Bromance-Paar des sogenannten New Hollywood. 1977 inszenierte er dann mit Paul Newman die deutlich dreckigere Sport-Komödie „Schlappschuss“, die in ihrer Rohheit und Härte das schnelle Spiel um den kleinen schwarzen Puck in eine gallige Farce verwandelte. Erzählt wird die Geschichte einer fiktiven niederklassigen Eishockeymannschaft, die vor dem finanziellen Aus steht. Um den Schläger noch einmal umzubiegen, beschließt der von Paul Newman gespielte Spielertrainer kurzerhand, zu brachialer Gewalt auf dem Eis zu greifen und den nach Blut schreienden Eishockey-Fans das zu geben, wonach sie lechzen.

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Bromance: Die besten Buddys im Film

„Schlappschuss“ ist eine bitterböse Sport- und Mediensatire, die auch unter Eishockey-Fans bis heute Kultstatus genießt und immer noch sowohl als Abrechnung mit übertriebenen Männlichkeits-Ritualen funktioniert, als auch glänzend zu unterhalten vermag.

Schlappschuss - Trailer englisch.

„Wie ein wilder Stier“ (1980, Regie: Martin Scorsese)

„Wie ein wilder Stier“ ist zugleich Höhepunkt als auch finales Hurra des New Hollywood-Kinos. In der Rolle des Box-Weltmeisters und späteren B-Entertainers Jake LaMotta liefert Schauspiellegende Robert De Niro 1980 die Performance seines Lebens und gewinnt den Oscar. Martin Scorseses in grobkörnigen Schwarz-Weiß-Bildern erzähltes Epos ist sowohl rauer Box-Film als auch explosives Familiendrama, das mit seiner historischen Figur nicht gerade zimperlich umgeht.

Die GIGA Filmklassiker mit Robert De Niro

Robert De Niro spielt Jake LaMotta als rücksichtslosen Rüpel mit loser Hand gegenüber seinem Bruder (Joe Pesci) und seinen Frauen, dessen Abstieg nach gewonnenem Weltmeistertitel zu jeder Sekunde unausweichlich ist. Knapp 30 Kilo nahm der Method Actor zu, um den gealterten LaMotta als abgewrackten Nachtclubbesitzer genauso glaubhaft zu verkörpern wie den zu allem entschlossenen Boxer. Ganz großes Kino.

Wie ein wilder Stier - Trailer englisch.

„Feld der Träume“ (1989, Regie: Phil Alden Robinson)

Neben seinen Verdiensten um den Western „Der mit dem Wolf tanzt“ ist Kevin Costner der Mann für den Sportfilm im Hollywood der letzten 30 Jahre. Kaum einer hat mehr Trainer oder Sportler verkörpert als der Oscarpreisträger. Die bevorzugte sportliche Betätigung des Thunfischsalat-Liebhabers ist dabei eine der ur-amerikanischsten Sportarten überhaut, nämlich Baseball. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass ein Film wie „Feld der Träume“ besonders in den USA als Kultfilm und Evergreen funktioniert.

Die GIGA Filmklassiker mit Kevin Costner

Kevin Costner spielt den Maisfarmer Ray Kinsella, der eines Tages beginnt, Stimmen zu hören, die ihn dazu ermutigen, ein Baseballfeld zu errichten. Als er schließlich seine Geister erhört, verwandelt sich der Sportplatz in einen magischen Ort, an welchem Baseball-Helden vergangener Tage plötzlich wieder zum Schläger greifen. Klingt arg märchenhaft und pathetisch, ist es auch, aber dafür nach dem Motto Wenn schon, denn schon herrlich dick aufgetragen und over the top.

Feld der Träume - Trailer englisch.

„An jedem verdammten Sonntag“ (1999, Regie: Oliver Stone)

Unter der Regie von Oliver Stone spielte der große Al Pacino 1999 in „An jedem verdammten Sonntag“ als Football-Coach am Scheideweg seine vielleicht letzte wirklich bedeutende Rolle. Rasant montiert erzählt der hitzige Film die Geschichte einer Football-Mannschaft in der Krise. Als sich der allseits beliebte Quarterback (Dennis Quaid) verletzt, muss der sowieso schon kurz vorm Herzinfarkt stehende Coach seinen letzten Trumpf ziehen. Blöd nur, dass der aus einem unerfahrenen Draufgänger besteht, der keinen Respekt vor Autoritäten und rudimentärsten Regeln zeigt und sich bei jeder Gelegenheit unbeliebt macht.

Die GIGA Filmklassiker mit Al Pacino

Im Gegensatz zu seinen pessimistischen Vietnamfilmen im Stile von „Platoon“ feiert Regisseur Oliver Stone mit „An jedem verdammten Sonntag“ nicht nur die Tradition der US-Amerikanischen Sportkultur, sondern in Ansätzen auch das Land selbst, zumindest die fiebrige Metropole Miami, die er in grelle Farben taucht und in schillerndem Licht glänzen lässt. Ein Sportfilm für alle Freunde der rasanten Unterhaltung ohne Halbzeitpause.

An jedem verdammten Sonntag - Trailer englisch.

 Weitere fünf sehenswerte Sportfilme findet ihr auf der zweiten Seite.

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